Erweiterung der Kita wegen gestiegener Nachfrage

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Aufgrund gestiegenen Nachfragen wird die Kita „Unterm Regenbogen“ derzeit erweitert. Dieses und weitere Bauprojekte in Elz stellte Bürgermeister Horst Kaiser auf der Bürgerversammlung. Die Bürger wünschten sich mehr für Radfahrer und hinterfragten die Sinnhaftigkeit eines Hotels.

An vielen Ecken in Elz wird gebaut, um die Gemeinde weiterzuentwickeln. So findet derzeit eine Erweiterung der Kita „Unterm Regenbogen“ statt, weil die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung zugenommen hat. Aus diesem Grund erweitert die Gemeinde derzeit den Küchenbereich, schafft weitere Schlafplätze sowie zusätzlichen Raum für Therapie und Integrationsmaßnahmen. Die Erweiterung kann realisiert werden durch einen kleinen Anbau an das über 30 Jahre alte Gebäude sowie das Anheben des Daches für mehr Platz im Obergeschoss. Arbeiten im Innenbereich wurden in der Schließzeit erledigt. Die jetzigen Arbeiten finden im laufenden Betrieb statt und es wird versucht, den Betrieb so wenig wie möglich zu stären. Im Rahmen dieser Erweiterung werden zudem die alten Fußböden und die Beleuchtung saniert.

Erweiterung Kita Unterm Regenbogen Elz

Maßnahmen auf dem Friedhof

Auch auf dem Friedhof fanden verschiedene Maßnahmen statt, um ein größeres Angebot an Bestattungsformen in Zukunft anbieten zu können. Ein „Garten der Erinnerung“ wurde geschaffen. Dort gibt es 25 Urnengrabstätten, welche sich in einer gärtnerbetreuten Anlage befinden. Bestattungen in diesem Bereich können noch nicht stattfinden, da die Gemeindevertretung für diese Bestattungsform die Friedhofssatzung anpassen muss. Zukünftig stehen auch 43 Grabplätze für eine Urnenbestattung um den Baum zur Verfügung. Auf beide Maßnahmen gab es bereits jetzt ein positives Echo. Weitere Baumaßnahmen auf dem Friedhof sind eine Erweiterung der Urnenwand um weitere 56 Plätze sowie eine Erweiterung der Trauerhalle, da in den letzten Jahren der Platz ein wenig zu klein wurde.

Neue Mitte Elz

Einen großen Raum in der Bürgerversammlung nahm die Vorstellung der Neuen Mitte in Elz ein. Diese besteht derzeit aus vier Eckpunkten, welche in naher Zukunft umgesetzt werden sollen. Zum einen ist da der geplante Parkplatz in der Bachgasse 22, über den die Gemeindevertretung kommende Woche entscheidet. Für eine bessere Zufahrt in die Bachgasse soll der Erbach teilweise überbaut werden, um die enge Straße zu erweitern. Weitere Pläne gibt es für eine Abtreppung am Erbach zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Für den Bereich ehemaliges Hotel Schäfer gebe es derzeit ein Interessenbekundungsverfahren, um einen Investor zu finden, der dort ein Hotel mit Wohnraum, Gastronomie und Gewerberäumen verwirklicht.

Gestaltung Erbach Elz
Über eine Abtreppung könnte der Erbach attraktiver gestaltet werden

Auf mehrmaliges Nachfragen stellte Horst Kaiser dar, dass nicht die Gemeinde ein Hotel bauen wird. Nur mit einem Investor wird dieses Projekt umgesetzt. Findet sich kein Investor, dann wird es auch kein Hotel geben und die Gemeinde schaut sich nach anderen Wegen um. Auf die Nachfrage, ob sich ein Hotel in Elz rentiert, erklärte Kaiser, dass Hoteliers aus der Region Potential im Standort sehen und auch eine Potentialstudie der Gemeinde vorliegt, die eine Umsetzung als machbar einstuft.

Mehr für Radfahrer in der Gemeinde

Einige Bürger fragten nach, ob der geplante Parkplatz nicht das falsche Zeichen sei, wo sich derzeit die Mobilität ändert. „Die Zukunft ist nicht das Auto“, so eine Bürgerin, „wir benötigen mehr Fahrradparkplätze oder die Gemeinde könnte mietbare Lastenräder anschaffen für weniger Verkehr im Ort.“ Kaiser wies nochmal darauf hin, dass Parkplätze fehlen, vor allem bei Veranstaltungen im Ort. Und falls es zu einer kompletten Umkehr in der Mobilität kommen würde, dann hätte die Gemeinde einen Platz, den sie gestalten kann. Bastian Hoffmann, CDU-Fraktionsvorsitzender, legte nochmal dar, dass es verschiedene Anträge in der Gemeindevertretung gibt, um die Möglichkeiten für Radwege zu prüfen. „Wir haben Nachholbedarf und werden weitere Konzepte entwickeln müssen“, so Hoffmann, „wir müssen die Mobilität in der Gemeinde nach und nach voranbringen.“

Zum Ende gab es nochmals eine Nachfrage zur Tank- und Rastanlage im Elzer Wald und wie da der Stand sei. Seit 2012 zieht sich dieses Thema und es ist eine komplizierte Angelegenheit. Die Anlage selbst würde komplett auf hessischem Gebiet liegen, aber 300 Meter Zufahrt von der Autobahn liegen in Rheinland-Pfalz und Görgeshausen möchte diese Anlage nicht, so Kaiser. „Kraftfahrer werden kriminalisiert“, gab er Einblicke aus einer Bürgerversammlung in Görgeshausen. Derzeit werden jedoch neue Strukturen geschaffen und eine zentrale Bundesautobahnbehörde geschaffen, die ab 2021 ihren Dienst aufnimmt. Dann gebe es neue Verantwortlichkeiten und er ist optimistisch, dass dieses Projekt dann wieder in Angriff genommen werden kann.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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