Erweiterung der Trauerhalle Elz

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Am Samstag traf sich der Bauausschuss Elz auf dem Friedhof, um sich die Trauerhalle vor Ort anzuschauen. Diese soll erweitert werden, da ihre Nutzung immer mehr zunimmt.
Immer weniger Trauerfeiern beginnen in der Kirche. 90 Prozent aller Bestattungen beginnen mit einer Trauerfeier in der Trauerhalle auf dem Friedhof und fallen auch größer aus als früher, erklärte Bürgermeister Horst Kaiser den Anwesenden zur Begrüßung. Da die Trauerhalle für diesen Zweck jedoch zu wenige Sitzmöglichkeiten besitzt, stellte die CDU den Antrag, diese baulich zu erweitern.

Erdbestattungen nehmen ab

In Elz gibt es inzwischen 70 Prozent Urnenbestattungen. Die Erdbestattungen gehen zurück. Im letzten Jahr waren es gerade mal neun Stück. Daher stellt sich die Frage, ob noch alle drei Kühlräume benötigt werden oder ob ein Kühlraum mit in die Halle einbezogen werden kann, um Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Wenn das Projekt angepackt wird, möchte Kaiser auch eine neue bedarfsorientierte Heizung. Die derzeitigen Strahler hinterlassen hässliche Streifen an der Wand und wer unter einem Heizstrahler steht, hat auch nicht immer den besten Platz. Zudem würde er sich eine einheitliche Bestuhlung sowie einheitliche Beleuchtung vorstellen. Derzeit ist alles etwas bunt gemischt.

Erweiterung der Trauerhalle

Die Elzer Architektin Katrin Faust hat bereits in der Vergangenheit verschiedene Entwürfe vorgestellt. Mit der Besichtigung vor Ort steht eine Richtung fest, wohin es gehen soll. Die Tür zu den Kühlräumen könnte um fünf Meter nach hinten versetzt werden, so dass die Wand zum ersten Kühlraum aufgebrochen wird und dieser mit in die Trauerhalle einbezogen wird. Die Glasbruchsteine würden die Mitglieder des Bauausschuss gerne entfernen und eine Öffnung herstellen, welche auch im Sommer geöffnet werden kann und die Menschen draußen mit in die Trauerfeier einbezogen werden können. Trauergäste, welche heute draußen stehen müssen, fühlen sich oft nicht mit einbezogen, beginnen miteinander zu reden, was dann als störend empfunden wird. Da muss noch die Frage geklärt werden, wie diese Öffnung bewerkstelligt wird – entweder über Glastüren, welche sich jedoch nach innen öffnen und wieder Platz wegnehmen oder als Schiebeelemente.
Erweiterung Trauerhalle Elz
Einig waren sich die Anwesende, dass die Glasbausteine weg sollen, um eine Öffnung zu erreichen.
Kaiser wies aber auch darauf hin, dass es mit der Erweiterung nicht übertrieben werden soll, sondern der bestehende Bestand eine sinnvolle Nutzung erfahren soll.
Andreas Schenk (CDU) wies darauf hin, dass das Konzept Heizung neu gedacht werden muss. Zudem muss die Heizung im Betrieb leise sein, falls sie während der Trauerfeier in Betrieb ist. Er möchte die Aufenthaltsräume der Friedhofsgärtner bei der Umgestaltung mit einbeziehen, unter anderem durch Warmwasser in den Räumen.
„Wir nehmen viel Geld in die Hand und dann sollten wir es so machen, dass auch die nächsten Generationen etwas davon haben“, so Schenk.

Chance nutzen

CDU-Fraktionsspecher Bastian Hoffmann möchte die Chance jetzt nutzen. Wenn die Gemeinde aber an die Trauerhalle ran geht, dann nur mit einem schlüssigen Gesamtkonzept. Der Vorsitzende vom Bauausschuss Frank Zei würde gerne die Außenanlage um die Halle mit in die Planungen einbeziehen, eventuell können auch dort weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Einen kurzen heftigen Wortwechsel gab es nochmal beim Thema Technik. Horst Kaiser vertrat die Meinung, dass die Technik nun okay sei, aber die Sprecher direkt ins Mikrofon sprechen müssen. Andreas Schenk und Matthias Schmidt wiesen darauf hin, dass jeder die Technik ohne Lehrgang nutzen können muss und das getan werden muss, was technisch möglich ist.
Erweiterung Trauerhalle Elz
Auf dem Plan zeigte Bürgermeister Horst Kaiser, was in Sachen Erweiterung angedacht ist.
Einen Blick konnten die Anwesenden bereits auf den Beginn der Arbeiten für den Memoriam Garten werfen. Dieser entsteht direkt vorne auf dem Gelände auf der Fläche auf der rechten Seite. Dort wird eine parkähnliche Anlage entstehen, welche später gepflegt wird.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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