Felssicherung am Schützenverein Limburg unterbrochen

Letzten Freitag war ich im Schützenverein Limburg und konnte mir vor Ort ein Bild von den Arbeiten machen, um die Felswand zu sichern.

Schweres Gerät steht hinterm Gebäude des Schützenvereins. Die Felswand ist frei von Vegetation.  Einiges an Erde und Fels wurde am Hang abgetragen. Andreas Göbel, Vorsitzender vom Schützenverein, erzählte mir, dass die Arbeiten bis Ende der Woche abgeschlossen sein sollen. Optimistisch zeigte er sich nicht und er sollte Recht behalten. Heute kam die Pressemitteilung der Stadt Limburg, dass die Arbeiten zur Felssicherung unterbrochen wurden.

Felssicherung unterbrochen

Die Felswand, aus der sich Anfang Februar und im März Gestein gelöst hatte, muss noch einmal genauer geologisch untersucht werden. Der Zustand der Felswand ist schlechter als zunächst angenommen. Das wurde erst sichtbar, nachdem der Bewuchs vom Fels komplett entfernt worden war. Die Hang- und Felssicherung wird, das ist bereits vor der Untersuchung klar, aufwendiger und damit teurer. Die Stadtverordnetenversammlung hatte in ihrer Sitzung im Mai bereits 76.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Keine Nutzung seit Februar möglich

Die Arbeiten hatten Ende des vergangenen Monats begonnen.  Die Stadt als Eigentümerin des Geländes hatte diese beauftragt. Der Schützenverein, dem das Gelände per Erbbaupachtvertrag zur Nutzung überlassen ist, kann die Anlage seit Anfang Februar nicht mehr nutzen. Aufgrund des Felssturzes ist diese gesperrt. Im März kam es zu einem zweiten Felsabgang. Nicht nur jährliche Ostereierschießen sagte der Verein ab. Auch das Großkaliberschießen auf der 50 Meter Bahn ist derzeit nicht möglich. Um es genauer zu sagen – eine 50 Meter Bahn existiert derzeit nicht.

Neue Gutachten abwarten

Zunächst war der Baumbestand an der oberen Felskante durch ein Forstunternehmen beseitigt worden, dann folgten das Freischneiden und Räumen der Felswand. Nach der nun anstehenden erneuten geologischen Untersuchung entscheidet sich das weitere Vorgehen und der damit verbundene Umfang der Sicherung der steil aufragenden Felswand, die das Gelände des Schützenvereins begrenzt.

Selbst wenn die Arbeiten irgendwann abgeschlossen sind und die Felswand gesichert ist, kann der Verein die Fläche nicht direkt nutzen. Der Verein muss nach den Sicherungsmaßnahmen die Anlage aufräumen.  Göbel kann noch gar nicht abschätzen, welche Kosten auf den Verein zukommen.

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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