Förderung der Familienzentren im Landkreis

In Hessen gibt es inzwischen 200 Familienzentren. Sieben davon liegen im Landkreis Limburg-Weilburg und werden in diesem Jahr mit 126.000 Euro gefördert. Positive Stimmen für diese Förderung gibt es aus der CDU und von Bündnis 90/ Die Grünen. 

Seit 2011 gibt es das Förderprogramm der Landesregierung Hessen zur Unterstützung von Familienzentren. Damals startete das Projekt mit 46 Familienzentren. In diesem Jahr unterstützt das Land Hessen mit 3,5 Millionen Euro insgesamt 200 Familienzentren. Dies ist ein neuer Meilenstein, titelte die Landesregierung Anfang März.

Generationenübergreifende Arbeit

Die Familienzentren seien wohnortnah, generationenübergreifend und mit verschiedenen Akteuren vor Ort vernetzt. Dies mache ihre Arbeit für die Region aus. Auch im Landkreis Limburg-Weilburg gibt es insgesamt sieben Familienzentren. Dies sind das Familienzentrum des Deutschen Kinderschutzbunds in Weilburg, das Familienzentrum Hadamar, das Familiencentrum Bad Camberg, das Familienzentrum Müze in Limburg, die Stadtteilarbeit Limburg-Nord vom Caritasverband Limburg, das Familienzentrum Alte Schule in Mengerskirchen sowie das Familienzentrum Marktflecken Weilmünster. Diese erhalten von der Förderung insgesamt 126.000 Euro.

Familienzentren sind beispielsweise Kitas, die ihre Pforten auch für Eltern und Großeltern öffnen, oder speziell eingerichtete Treffpunkte mit Angeboten wie Krabbelgruppen, Elterncafés, gemeinsamen Kochen oder Willkommenspaketen für Neugeborene. Sie unterstützen und begleiten hessische Familien auf vielfältigste Weise. So können sich hier Menschen aller Generationen und Kulturen treffen, austauschen, beraten lassen und informieren. Zudem bieten die Zentren vielfältige Angebote an wie Eltern- und Familienbildung, Stärkung der Erziehungskompetenz oder Sport- und Kreativangebote. Weiterhin bieten sie auch Sozialberatung, Spielkreise, Krabbelgruppen, Angebote zu Medienkompetenz, Gesundheit, Ernährung und vieles mehr an. Damit sind Familienzentren wichtige Anlaufstellen für Familien in den unterschiedlichsten Lebensphasen sowie Lebenslagen und bieten diesen Hilfe und Unterstützung.

Wichtige Aufgabe in der Pandemie

„Dieses Angebot für Familien ist besonders in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Pandemie wichtig, weil hier niederschwellig und vor Ort zielgenaue Hilfen, effektive Entlastung und Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden“, so der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister, „Daher wollen wir dieses Erfolgsprogramm auch weiterhin ausbauen.“
Ein Schritt hierzu war in seinen Augen die Aufstockung der Förderung in der Pandemie auf 18.000 Euro im Jahr pro Einrichtung und die Etablierung einer Landesservicestelle „Familienzentren in Hessen“, die die Arbeit der Familienzentren vorantreibt und neue Impulse gibt. So haben die Einrichtungen mit Angeboten wie zum Beispiel „Walk and Talk“ (Spazierengehen als Beratungsformat) oder Spiel- und Bastelangeboten „to go“ kreativ und flexibel auf die Bedürfnisse der Familien reagiert und entsprechende Angebote in der Pandemie geschaffen. Dies gilt es auch weiterhin voranzutreiben und Familien in Hessen wohnortnah Anlaufpunkte zu bieten.
„Familie bedeutet Zusammenhalten und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Da sie oft Dreh- und Angelpunkt unseres Lebens ist, hat das Land zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, die Familien helfen sollen, ihren Alltag erfolgreich zu meistern“, so Katrin Schleenbecker, zuständige Grünen-Landtagsabgeordnete für den Landkreis, „Familienzentren sind Anlaufstellen mit hilfreichen Angeboten für die Familien vor Ort.“ Die Familienzentren ermöglichen Familien eine wohnortnahe Anbindung.

„Das Land Hessen hat die jährliche Förderung pro Einrichtung um 5.000 Euro aufgestockt, so können Familienzentrum mit bis zu 18.000 Euro unterstützt werden. Und wir haben eine Landesservicestelle eingerichtet, die die inzwischen 200 lokalen Zentren vernetzt, Aktive fortbildet und gute Ideen weiterträgt. Damit unterstreichen wir erneut den hohen Wert, den wir unseren Familien beimessen“, so Schleenbecker erfreut.

Weitere Pressemitteilung zum Thema: „Familienzentren erhalten Förderbescheide“

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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