Frauen unter sich – Frauenfastnacht in Wilsenroth

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Immer wieder gerne gehe ich zur Frauenfastnacht nach Wilsenroth,organisiert von der Frauengemeinschaft vor Ort. Es handelt sich um eine kleine, feine Frauenfastnacht in der Unterkirche mit viel Klamauk, Spaß und Humor.  

Ausgelassen geht es da zu, wenn die Frauen unter sich sind. Männer sind nur auf der Bühne geduldet, aber nicht im Saal. Neu auf der Bühne in der Unterkirche war Elias Immel, der aufgrund hässlicher Eltern an einem Casting teilnehmen durfte, getreu dem Motto „auch Kinder hässlicher Eltern haben Talente“. Immer wieder bezog er die erste Reihe mit ein und verbuchte manchen Lacher für sich. In dem Casting sollte er spontan einen Witz erzählen, einen Namen für einen Entblähungstee kreieren („Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund“), als Frau Inkontinenzeinlagen anpreisen, den „Erlkönig“ in Jugendsprache wiedergeben und das „Rote Pferd“ als Pfarrer singen. Die Frauen bogen sich vor lachen und er fragte ganz trocken: „So ihr Mädchen, könnt ihr noch?“

Pudelnackig und Duschgewohnheiten

Mit Simone und Christa Plotz von der Frauengemeinschaft trat Marc Schütz auf. Mit nackigen Pappfiguren begleitet sangen sie ein Loblied auf den Körperkult am FFK-Strand und den Traum, „pudelnackig ohne Hemd“ auch in Wilsenroth unterwegs zu sein. Ein Programmpunkt jagte den nächsten und dazwischen moderierte Simone Plotz in ihrer gewohnt frechen Art. Da forderte sie die Frauen auf, die „Babbel zu halten, denn hier rede nur ich.“ Oder sie haute kleine Witze raus über die Frauen aus dem Ort. Der einen ihr Mann ist schwerhörig, der andere schlafe immer im Gottesdienst ein.

Mit dabei auch Anna und Katharina Plotz, die als Pubertierende ihr Leid über ihre Eltern klagten. Lydia Wehrheim berichtete davon, dass eine Flugreise gar nicht so einfach ist, wenn man keine „Zwergenmaße“ besitzt. Simone Jung, Meike Kaiser, Maja Jeuck und Ina Moritz nahmen die Duschgewohnheiten von Frauen und Männern auf die Schippe. Während Frauen sehr ausgiebig unter der Dusche stehen, für jeden Bereich ein extra Utensil sowie Shampoo haben, ist das bei Männern eine kurze Sache von wenigen Minuten.
Die Frauengemeinschaft zeigte einen Sketch wie es im Kino zugehen kann und dass es Situationen gibt, wo man am liebsten aus dem Kinosaal flüchtet. Dazwischen sorgten die Tanzmädchen aus Hangenmeilingen für den nötigen Rhythmus und die Turnerfrauen ließen ABBA auf der Bühne hochleben. Mit ihrer tollen Tanzeinlage mussten sie sogar eine Zugabe geben.

Bis zum Ende konnte ich nicht bleiben. Da zeigten Simone und Christa Plotz noch einen Sketch, es gab Grease als Pantomime sowie zum Abschluss Dirty Dancing. Ein paar Impressionen habe ich noch für euch.

 



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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