Freie Wähler Limburg-Weilburg: Sechs-Punkte-Programm für den Landkreis

Mit einem Sechs-Punkte-Programm treten die Freien Wähler Limburg-Weilburg bei den Kommunalwahlen am 14. März an. Sie wollen den ländlichen Raum stärken, die Generationen unterstützen, die Gesundheitsversorgung erhalten und ausbauen sowie Klimaziele bis 2030 erreichen. 

Direkte Corona-Hilfen, aber auch langfristige Perspektive für die verschiedenen Bereiche stehen im Wahlprogramm der Freien Wähler Limburg-Weilburg. Dabei haben sie alle Generationen, den ländlichen Raum, die Wirtschaft und das Klima im Blick.

Stärkung des ländlichen Raumes

Corona hat massive Auswirkungen auf alle Bereiche. Um auch zukünftig die Vereinsvielfalt im Landkreis zu erhalten, möchten die FW diese durch finanzielle Corona-Hilfen retten. Ebenfalls wirkt sich Corona auf die Finanzen der Kommunen auf. Um den Kommunen mehr Handlungsspielraum zu geben, setzen sich die Freien Wählen dafür ein, dass die Gewerbesteuerumlage bei den Kommunen verbleibt. Ebenfalls plädieren sie dafür, die Kreisumlage zu reduzieren und damit die Bürger bei der Grundsteuer zu entlasten. Die Kandidaten möchten den Ausbau der digitalen Infrastruktur sowie die Möglichkeit, Behördengänge digital zu erledigen, beschleunigen.

Die Pandemie hat gezeigt, was mit Home-Office möglich ist. Durch den Ausbau solcher Strukturen möchten die Freien Wähler dafür sorgen, dass wohnortnahe Arbeitsplätze entstehen. Auch in der Peripherie sollen die Bürger :innen die Möglichkeit haben, Lebensmittel zu erwerben. Und wenn dies nicht möglich ist, sollen sie die Lebensmittelmärkte mit dem ÖPNV erreichen können. Zudem setzen sie sich dafür ein, dass das Land Hessen die Anliegerkosten wie auch Straßenbeiträge übernimmt. Die finanzielle Belastung der Anlieger muss wegfallen.

Blick auf die Generationen

Junge Familien zieht man aufs Land, wenn die Infrastruktur stimmt. Dazu gehören bezahlbare Betreuungsplätze sowie ein umfangreiches Betreuungsangebot. Um auch in den Randzeiten eine Betreuung zu ermöglichen, unterstützen die FW freiwillige Initiativen. Zudem sollen alle Kinder von Anfang an die gleiche Teilhabe sowie gleiche Bildungschancen haben. Diese Gewährleistung soll über die Kindertagesstätten hinaus weitergehen durch eine flächendeckende Ganztagsbetreuung an den Grund- sowie weiterführenden Schulen. Denn dadurch lässt sich die Zukunft der Kinder sichern.

Ebenfalls zur Attraktivität des Lebens im ländlichen Raum gehört eine wohnortnahe Grundschule. An den Schulen in Brechen und Selters soll das vollständige Angebot auch nach der Fusion erhalten bleiben. Die Freien Wähler möchten zudem die Sicherstellung von Sport- und Schwimmunterricht an allen Schulen. Alle Schüler :innen sollten ein kostenloses Hessenticket erhalten. Die Jugendherbergen im Landkreis sollen erhalten und neu ausgerichtet werden. Und für die Senioren müssen Angebote geschaffen werden, um sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, die Mobilität zu gewährleisten sowie Ausbau der Barrierefreiheit. Vereine sollten Sportstätten kostenfrei nutzen dürfen.

Die vorhandene Krankenhausversorgung möchten die Freien Wähler stärken, insbesondere in der Oberlahnregion. Zudem soll die Krankenhausversorgung auch in der Pandemiezeit sichergestellt sein. Dazu zählen ausreichende Pflegekräfte, welche auch in den Pflegeeinrichtungen benötigt werden. Um eine wohnortnahe ärztliche Grundversorgung zu gewährleisten, engagiert sich die FW für die Förderung von medizinischen Versorgungszentren.

Wirtschaft, Verkehr und Klimaschutz

Ein weiterer Aspekt im Wahlprogramm ist die Wirtschaft, Verkehr und Tourismus. Wenn Unternehmen im Landkreis ansiedeln wollen, sollten sie aktiv durch die Wirtschaftsförderung unterstützt werden. Für eine attraktive Unternehmerregion benötigt es eine attraktive Infrastruktur, wozu die Sanierung der Straßen zählt wie auch die zügige Umsetzung der Umgehungsstraßen um Bad Camberg und Limburg. Durch einen Ausbau von ÖPNV sowie Radwegenetz entstehen schnelle Verbindungen zwischen Wohn- und Arbeitsort. Erhöhte Taktungen und eine verbesserte Verzahnung der einzelnen Komponenten des Nahverkehrs steigern die Attraktivität. Zudem sollten neue Mobilitäts-Ideen überprüft werden wie die Einrichtung von Mitfahrbänken. Ein Ausbau der vorhandenen Infrastruktur wie dem Radwegenetz und auch der Wanderwege führen zudem zu einer Steigerung der touristischen Attraktivität.

Durch reduzierte Müllgebühren bleiben diese für die Bürger bezahlbar. Weiterhin möchten die Freien Wähler dezentrale Grünschnittstellen. Durch stoffliche und energetische Verwertung soll nachhaltig mit dem Abfall umgegangen werden. Die Kandidaten möchten eine Förderung regionaler Energieerzeugung wie Wasserkraft, Photovoltaik oder Klein-Blockheizkraftwerke. In den kreiseigenen Gebäuden soll es eine Energieoptimierung geben. Durch einen starken ÖPNV und ein ausgebautes Radwegenetz lassen sich die CO2-Emissionen einsparen.

Das ausführliche Programm findet ihr auf der Internetseite der Freien Wähler.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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