#FridaysForFuture -Schüler demonstrieren für den Klimaschutz

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Seit August schwänzt die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg die Schule, um für den Klimaschutz zu kämpfen. Inzwischen handelt es sich um eine globale Schüler- und Studentenbewegung. Heute kam sie auch in Limburg an und 300 Schüler machten ihrem Unmut Luft, dass ihre Zukunft gegen die Wand gefahren wird, wenn sich in der Politik nicht ganz massiv etwas ändert. 

Mit so vielen Beteiligten haben die Organisatoren nicht gerechnet. Am Montag gingen sie noch von 100 Schülern aus, doch am Ende kamen rund 300 Schüler zusammen. Bunte Schilder wie „This planet get hotter than my boyfriend“, „Bunte Welt statt braune Kohle“, „Das Klima ist aussichtsloser als mein Abi“, „Make Earth cool again“ oder „Es gibt keinen Planet B“ wiesen darauf hin, worum es den Schülern geht. Aussagen der Organisatoren könnt ihr in der Nassauischen Neuen Presse lesen.

Ohne Klimaschutzabkommen keine Zukunft

Im großen geht es darum, dass die Politik dazu aufgefordert wird, dass Klimaschutzabkommen von Paris einzuhalten. Zu diesem haben sich 196 Mitgliedstaaten im Dezember 2015 verpflichtet. Das Abkommen sieht vor, die globale Erwärmung deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Es wird davon ausgegangen, dass eine Begrenzung bei 1,5 Grad die Auswirkungen des Klimawandels deutlich reduzieren könnte. Die Schüler gehen auf die Straße, um die Politik dazu aufzufordern, etwas zu unternehmen.

Zum gleichen Thema hörte ich vor kurzem einen Vortrag des ZDF-Chefmeteorologen Dr.Gunther Tiersch, der anhand von Zahlen belegte, dass es sehr knapp werden wird und er eigentlich schon schwarz sehe. Doch es gebe noch eine Chance, wenn sofort etwas passiert.
Die Schüler, die auf die Straße gehen, machen Mut, denn sie sind sich der Situation bewusst und ein „Weiter so“ wird es mit ihnen hoffentlich nicht geben.  Das ist eine Generation, die hoffentlich nicht mehr einfach nur blind einkauft, sondern mit mehr Bewusstsein. Die versucht, Verpackungsmüll zu vermeiden. Was jeder einzelne tun kann, sind nur leider kleine Schritte, weshalb auch die richtige Richtung zu stellen. Für den 15. März ist eine weitere Schüler-Demonstration geplant.

Schüler-Union Limburg-Weilburg distanziert sich

In einer Pressemitteilung distanziert sich die Schüler-Union Limburg-Weilburg. Sie schreiben, dass sich so viele Schüler politisch engagieren und auf die Straße gehen, ist bemerkenswert und sie freuen sich darüber, dass sich SchülerfürPolitik begeistern. Auch sei der Klimawandel sein wichtiges Thema. Aber dennoch distanzieren sie sich von der Bewegung. Einmal nicht am Unterricht teilzunehmen um ein Zeichen zu setzen sei noch verständlich, aber das darf kein Dauerzustand sein. Es sei nicht ok, den  Schülern zu vermitteln, dass man jeden Freitag auf Schule verzichten kann. Nicht nur der Klimawandel ist wichtig für die Zukunft, sondern auch die Bildung. Zudem würden Proteste während der Schulzeit auch Schüler anlocken, die einfach keine Lust auf Schule haben. Eine bessere Lösung laut Schüler-Union wären Demonstrationen, die nicht während der Schulzeit stattfinden.



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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