Gerüchte um die Sektbar in Elz – Was ist dran?

Die Sektbar im Elzer Bürgerhaus würde schließen und die Kirmesburschen dürfen zur Kirmes diese nicht mehr nutzen. Dieses Gerücht geht in Elz rum und war daher Thema in der Bauauschuss-Sitzung am gestrigen Abend.

Letzte Woche säuberten die diesjährigen Kirmesburschen den Skaterplatz in Elz und ich traf mich mit ihnen, um darüber zu berichten. Dabei äußerten sie, dass den Jugendlichen immer weniger Plätze zur Verfügung stünden und auch die Sektbar ab nächstem Jahr geschlossen sei. Dabei geht es bei der Sektbar um viel mehr, als um einen Platz zum Feiern. Wenn die Kirmesburschen über Kirmes die Sektbar betreiben, ist dies für sie eine Möglichkeit, Einnahmen zu generieren. Am Mittwoch morgen sprach ich mit Bürgermeister Horst Kaiser über diese Aussage und es war auch Thema in der gestrigen Ausschusssitzung.

Neues Konzept zum Brandschutz

Das die Sektbar nicht mehr genutzt werden darf, sei ein Gerücht und so nicht wahr, so der Bürgermeister. Aber im Zuge der Sanierungsmaßnahmen im Bürgerhaus muss ein neues Brandschutzkonzept erstellt werden und da stelle sich die Sektbar ein wenig kritisch dar. Eigentlich wurde dieser Raum als Requisitenraum beim Bau des Bürgerhauses konzipiert. Der Raum besitzt als Fluchtweg einen Ausgang über eine Leiter über ein Fenster nach außen sowie einen Flur nach draußen. Problematisch würde es werden, wenn am späten Abend der Aufgang zum Foyer geschlossen und nur noch unten gefeiert wird. Laut dem Brandschutz gibt es Vorgaben, wie viele Leute in einem gewissen Zeitraum einen Ort verlassen müssen können. Und dies muss nun ein neues Brandschutzkonzept beurteilen. „Wir können den Ausgang dieses Gutachtens noch gar nicht einschätzen“, so Kaiser, „es kann auch sein, dass die Sektbar wie bisher genutzt werden kann.“

Öffentliche Diskussion

Frank Zei (SPD), Vorsitzender vom Bauausschuss, merkte an, dass die Security den Fluchtweg immer frei hält. Er stellte eine klare Forderung: „Gesetz den Fall es gibt Probleme, dann muss es öffentlich diskutiert werden.“ Er findet es sehr unschön, wenn Sachen nach außen dringen, ohne dass es Informationen dazu gibt. „Wir werden das Thema öffentlich beraten und die bestmögliche Lösung suchen.“

Andreas Schenk (CDU) zeigte kurz die Auswirkungen einer geschlossenen Sektbar auf. „Es kann passieren, dass die Kirmesburschen nicht mehr ins Bürgerhaus gehen ,wenn es keine Sektbar mehr gibt, denn dann wird dieser Ort noch unattraktiver.“ Die Kirmrsburschen müssen für die Musik und die Security aufkommen. Aber sie haben nur den Eintritt als Einnahme. „Daher müssen wir unbedingt eine Lösung finden, wenn die Sektbar nicht mehr genutzt werden dürfte.“
Jetzt muss das neue Brandschutzkonzept abgewartet werden.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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