Heftiges Jahr bei der Feuerwehr Elz

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In ihrer Jahreshauptversammlung blickt die Freiwillige Feuerwehr Elz auf das vergangene Jahr zurück. Mit 166 Einsätzen hat sie das dreifache an Einsätzen als im Jahr davor. Die Feuerwehr kommt langsam an ihre Belastungsgrenzen.

Ein Rekord-Jahr liegt hinter den Feuerwehrmännern und -frauen der Freiwilligen Feuerwehr Elz. 166 mussten sie ausrücken. Das Jahr vorher hatten sie nur 59 Einsätze. Dabei ist das Einsatzspektrum sehr vielseitig von Brandeinsätzen, zu Hilfeleistungseinsätzen, wozu Türöffnungen aber auch Verkehrsunfälle zählen bis hin zu den gestiegenen Einsätzen wegen dem Unwetter.

10.366 Arbeitsstunden

Die Einsätze forderten den Aktiven 2131 Arbeitsstunden ab. Doch damit allein ist es nicht getan. „Gute Einsatzerfolge setzen regelmäßiges Training voraus“, so Wehrführer Hilmar von Schenck. In 42 Übungen absolvierten die Kameraden 2406 Übungsstunden. Die Floriansjünger bilden sich aus und weiter. Die Fahrzeuge und Geräte werden gewartet. In Kindergarten, Schule und bei Betrieben kommen die Feuerwehrleute zur Brandschutzerziehung. Und sie leisten Jugendarbeit um Nachwuchs zu generieren, damit der Brandschutz auch in Zukunft gesichert ist. „Insgesamt haben die Mitglieder der Einsatzabteilung freiwillig und unentgeltlich 10.366 Arbeitsstunden aufgewendet“, so von Schenck in seinem Resümee. Dies seit 273 Arbeitswochen á 38 Stunden. Somit sei die Freiwillige Feuerwehr in der kommunalen Daseinsfürsorge finanziell eine relativ günstige Einrichtung. Dies wurde auch ersichtlich, als Gerätewart Gunther Heinritz vortrug, dass die Feuerwehr der Gemeinde durch eigene Reparaturen 25.000 Euro an Kosten ersparte. Aber er wies auch darauf hin, dass alleine für die Wartung der Fahrzeuge und der Geräte, vor allem auch durch die gestiegene bürokratische Dokumentation der Arbeitsaufwand im Gegensatz zum Vorjahr um 316 Stunden angestiegen sei. „Wir sind am Limit, was wir ehrenamtlich noch leisten können“, so Heinritz.

Unterstützung durch den Förderverein

Tatkräftige und auch finanzielle Unterstützung erhält die Feuerwehr von ihrem Förderverein. Im letzten Jahr investierte der Förderverein 17.000 Euro in die Ausstattung der Einsatzkräfte mit neuen Helmen und Handschuhen sowie in ein neues Zelt für die Jugendfeuerwehr. Das Geld kam aus Spenden, aber auch durch Veranstaltungen wie das Haus- und Huppfest sowie das Wutzkopp Festival.
Im vergangenen Jahr übernahm Dennis Schermuly die Jugendfeuerwehr. Mit seinem Team erarbeitete er ein neues Konzept für die derzeit 15 Jugendlichen zwischen zehn und 16 Jahren. Er bedankte sich auch bei den Einsatzkräften, die jederzeit die Übungen mit ihrem Wissen unterstützen: „Gemeinsam können wir die Zukunft unserer Feuerwehr sichern.“
Bürgermeister Horst Kaiser sprach nicht nur seinen Dank für die geleistete Arbeit aus, sondern bedankte sich auch bei der Unterstützung bei zahlreichen Aktivitäten, die primär nichts mit den Aufgaben der Feuerwehr zu tun haben wie die Teilnahme am Frühjahrsputz oder auch dem Schmücken des Weihnachtsbaumes.
Am Ende ehrte Heinz Kunz langjährige Mitglieder des Fördervereins. Für 25 Jahre wurde Oliver Trela geehrt, für 50 Jahre Bernd Beck, Rudolf Schmidt und Bernhard Schneider. Bereits 60 Jahre unterstützen Hans-Peter Mai und Reinhold Bellinger den Verein.



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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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