Über 10.000 Stunden ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr Elz

Für ihr 125-jähriges Bestehen und damit verbunden, dem ehrenamtlichen Engagement und der Einsatz für das Gemeinwohl erhielt die Feuerwehr Elz die Ehrenplakette des Landes Hessen. Darüber hinaus ehrte sie langjährige Einsatzkräfte und sprach nach erfolgreichen Weiterbildungen Beförderungen aus. 

Zum zweiten Mal musste Regierungspräsident Dr. Christopher Ullrich kommen, um die Ehrenplakete an die Feuerwehr zu überreichen. Beim ersten Versuch sorgte eine Großalarmierung dazu, dass die Jahreshauptversammlung abgebrochen werden musste. Diese Auszeichnung wurde nun nachgeholt. Die Freiwillige Feuerwehr Elz erhielt für ihr 125-jähriges Bestehen die Ehrenplakete des Landes Hessen überreicht. Zwar feierte sie dieses Ereignis bereits 2014, die Auszeichnung gibt es allerdings erst seit letztem Jahr.

59 Einsätze in 2017

Letztes Jahr war, was die Einsätze betrifft, ein eher ruhiges Jahr. 59 mal musste die Feuerwehr ausrücken, davon 12 Brandeinsätze, 43 Hilfeleistungen sowie vier weitere Einsätze. Diese Einsätze forderten den Aktiven 1.250 Arbeitsstunden ab. Dennoch kommt einiges an Stunden neben den Einsätzen zusammen, wie Wehrführer Hilmar von Schenck berichtete. Da wären 2.300 Übungsstunden an 43 Übungen sowie 1.182 Ausbildungsstunden in 83 Lehrgängen. Daneben haben sich die Führungskräfte weitergebildet, so dass die Aktiven insgesamt 3.853 Ausbildungs- und Übungsstunden absolvierten. 100 Stunden steckten die Feuerwehrleute in die Brandschutzaufklärung. Bei der Jugendfeuerwehr kamen 1.360 Arbeitsstunden zusammen. Für die Fahrzeug- und Gerätewartung wendeten die entsprechenden Aktiven 1.387 Stunden auf. Dies sind nur einige Zahlen. Insgesamt wendet die Mitglieder der Feuerwehr in allen Bereichen 10.038 unentgeltliche Arbeitsstunden auf, was 264 Arbeitswochen á 38 Stunden entspricht.

Daher fand Hilmar von Schenck am Ende auch deutliche Worte: „In vielen Bereichen ist die Schmerzgrenze dessen, was überhaupt noch ehrenamtlich zu leisten ist, schon lange überschritten.“ Daher müsse sich dringend etwas ändern. Es sollte überlegt werden, welche Dokumentation wichtig ist und welche nicht. Aber auch die Gemeinde würde mittelfristig um bescheidene hauptamtliche Strukturen im Bereich der Gerätewartung nicht drumherum kommen.

Gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Insgesamt lobte der Wehrführer jedoch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Diese nimmt viel Geld in die Hand, um die Feuerwehr technisch gut aufzurüsten. Damit erhalten die Bürger Brandschutz und Sicherheit auf dem aktuellen Stand der Technik. Mit den zur Verfügung gestellten Mitteln, die sie ohne Probleme von den gemeindlichen Gremien erhalten, gehen sie stets kostenbewusst um. „Das schafft gegenseitiges Vertrauen und so soll es auch bleiben“, so von Schenck. Zu den Rahmenbedingungen Feuerwehr zählen – neben dem Personal und der technischen Ausrüstung – auch die räumlichen Bedingungen. Und damit ist Elz sehr gut aufgestellt. Die Räumlichkeiten bieten die Möglichkeit, kreisweite Lehrgänge wie die Grundausbildung in Elz durchführen zu können.

Weiterhin ist seit Juli 2017 ein mit zwei hauptamtlichen Kräften besetzter Rettungswagen des DRK Kreisverbandes in der Feuerwache Elz stationiert. Damit soll die Erreichungsquote der gesetzlichen Hilfsfrist für Elz und die Nachbargemeinden deutlich erhöht werden. Und da Feuerwehr und DRK bereits gemeinsam zu Einsätzen rausgefahren sind, beweist dies sehr gut die Sinnhaftigkeit dieses Projektes.

Ehrungen für aktiven Dienst

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Elz konnte Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich zahlreichen Feuerwehrmännern Auszeichnungen und Anerkennungsprämien für langjährigen aktiven Feuerwehrdienst überreichen. Das Goldene Brandschutzabzeichen erhielt Andreas Mai, das Silberne Brandschutzabzeichen ging an Holger Müller und Florian Weißer. Für 10 Jahre aktiven Dienst wurde Viktor Nink, Dennis Schermuly und Michael Schulz geehrt. Ignaz Schrankel und Florian Weisser engagieren sich bereits seit 20 Jahren in der Einsatzabteilung. Seit 30 Jahren mit dabei sind Ulrich Kunz und Guido Marder und seit 40 Jahren Ralf Hejny. Für 10 Jahre aktiven Dienst bei der Katastrophenschutz-Einheit wurden Dieter Geberzahn, Dominik Hunsänger, Dennis Schermuly und Michael Schulz geehrt.

Ehrung langjähriger Einsatzkräfte v.l.n.r.: Guido Mader, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich, Ulrich Kunz, Ralf Hejny, Dennis Schermuly, Ignaz Schrankel, Dominik Hunsänger, Bürgermeister Horst Kaiser, Michael Schulz, Andreas Mai, Dieter Geberzahn.

Beförderung nach erfolgreichen Lehrgängen

Durch die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen bzw. der Übernahme von Sonderfunktionen konnten Bürgermeister Horst Kaiser und Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck zahlreiche Beförderungen im Rahmen der Elzer Jahreshauptversammlung vornehmen. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Oliver Krah, Niklas Krüger und Gianluca Zelba ernannt. Pascal Schulz wurde zum Löschmeister und Lars von Brasche Baloun zum Oberlöschmeister ernannt. Dominik Hunsänger führt nun den Dienstgrad Brandmeister.

Zum Ende mussten die Aktiven ihren neuen Wehrführer sowie Stellvertreter wählen. Hilmar von Schenck sowie sein Stellvertreter Guido Marder stellten sich zur Wiederwahl und wurden mehrheitlich gewählt.

Flankiert von Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (links) und Bürgermeister Horst Kaiser (rechts) sowie Gemeindebrandinspektor Hilmar von Schenck (2.v.r.):
v.l.n.r.: Dominik Hunsänger, Niklas Krüger, Pascal Schulz, Lars von Brasche Baloun, Oliver Krah, Gianluca Zelba.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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