Jahrmarkt der Sinne – Ein Erleben mit allen Sinnen

Am Samstag, den 19.Mai fand zum zweiten Mal der Jahrmarkt der Sinne vom Caritasverband für den Bezirk Limburg statt. Alle fünf Sinne – schmecken, fühlen, hören, riechen und sehen – waren angesprochen. Es war ein Fest für alle, ein friedliches Miteinander und etwas Einmaliges in der Region.

Über 5.000 Besucher fanden über den Tag den Weg in den Bischofsgarten, der für den 2. Jahrmarkt der Sinne seinen Pforten öffnete. Bei herrlichstem Wetter konnte der Tag mit allen Sinnen erlebt werden. Doch das Event beschränkte sich nicht nur auf den Bischofsgarten. Auch in der Stadt selbst war es zu spüren. Zwischen der Werkstadt und dem Bischofsgarten fuhr ein kleiner Zug hin und her, der die Besucher transportierte und auch der sanfte Riese DUNDU war in der Stadt unterwegs.

Wenn es den Jahrmarkt nicht gebe…

…müsste man ihn erfinden, so Bürgermeister und Schirmherr Marius Hahn. Sehr viel Arbeit im Vorfeld wurde geleistet, um das Event auf die Beine zu stellen. „Bereits jetzt hat die Veranstaltung mein Herz berührt“, so Hahn zur Begrüßung, „das schreit nach einer Wiederholung.“ Pfarrer Andreas Fuchs, Vorsitzender des Caritaverbands für den Bezirk Limburg, forderte alle Besucher dazu auf, die Gelegenheit wahrzunehmen, einander zu begegnen. Und Möglichkeiten für diese Begegnung gab es viele. War es beim gemeinsamen Lauschen der Musik, beim Entdecken der Sinne oder beim Auge-Auge-Kontakt im hinteren Bereich des Gartens.

Sinne entdecken

Der Parcours der Sinne vom Schloss Freundenberg hielt einiges für die Besucher parat. Da gab es verschiedene Dinge zu riechen, zu schmecken und zu fühlen. Der aufmerksame Beobachter erlebte Ausrufe von Erstaunen oder auch Erschrecken, was es da alles zu schmecken, riechen und fühlen gab.
In verschiedenen Zelten stellte sich die Caritas in all ihrer Vielfalt vor. Basteleien aus Papier und Holz, ein Verkleidungszelt oder auch die Möglichkeit zum Schminken ließ kleine und große Kinderherzen höher schlagen.

Miteinander der Künstler

Doch nicht nur die Besucher selbst konnten sich begegnen. Auch die verschiedenen Künstler begegneten sich miteinander, kombinierten die Instrumente immer wieder neu und erschufen damit völlig neue Klangwelten. Auf der Wiese vor den drei Bühnen und auch auf den Bänken versammelten sich die Besucher, um bekannten oder auch fremden Klängen zu lauschen. Die Künstler hatten immer nur einen kurzen Zeitraum für ihren Auftritt, so dass es nie langweilig wurde und immer etwas neues präsentiert wurde. Und so wurde Musik mit den verschiedenen Instrumenten gemacht, aber auch gezeigt, welche Töne mit dem eigenen Körper erzeugt werden können. Für die künstlerische Vielfalt zeichnete sich Matthias Frey verantwortlich und es war einfach nur wunderbar.

Dundu- der sanfte Riese

Ein Highlight war wohl Dundu, der sanfte Riese. Die fünf Meter hohe, weiße Figur wurde von fünf Spielern zum Leben erweckt und er agierte so lebensecht, dass er damit die Herzen berührte. Als er durch den Bischofsgarten wandelte, begleitet von atmosphärischer Musik, schien er wie echt über die Menschen zu ragen. Er beugte sich zu ihnen hinunter, gab ihnen die Hand, erfreute sich an den Blüten im Garten. Eine wahre Kunst der Spieler, welche ihn bewegten. Sehr faszinierend war schon, wie er durch den kleinen Torbogen am Rossmarkt in den Garten hineinschlüpfte. Am Abend ist der sanfte Riese beleuchtet gewesen, was sicher auch nochmal sehr stimmungsvoll war.

Mit dem Jahrmarkt der Sinne haben alle Beteiligten etwas Einmaliges geschaffen. Einen weiteren Beitrag findet ihr bei Frank F. König.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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