Jörg Sauer – Dem Bürger verpflichtet

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Am 28. Oktober kandidiert Jörg Sauer für die SPD als Landratskandidat für den Landkreis Limburg-Weilburg. Er möchte damit die Nachfolge von Landrat Manfred Michel antreten. Es wäre für ihn wie ein sich schließender Kreis. Er hat in der Verwaltung im Landkreis beruflich begonnen und würde damit zu seinen beruflichen Anfängen zurückkehren, nur auf einer anderen Ebene.

Dabei habe er selbst gar nicht daran gedacht, für das Landratsamt zu kandidieren. Doch als die SPD auf ihn zukam, brauchte er nur wenig Bedenkzeit. Jörg Sauer verspürte eine Lust in sich, diese Aufgabe anzunehmen und sieht auch eine Chance bei den Wahlen. Daher entschied er sich sehr schnell, für das Amt des Landrates zu kandidieren. „Wer nichts wagt, der nicht gewinnt“, so Jörg Sauer im Gespräch.

Anfänge in der Verwaltung

Doch wer ist der 55-Jährige, der gerne an oberster Stelle der Verwaltung des Landkreises sitzen möchte? In seinem beruflichen Leben hat Jörg Sauer schon viel gemacht. Er hat an der Fachhochschule für Verwaltung in Gießen studiert und danach zehn Jahre in der Verwaltung vom Landkreis gearbeitet, begonnen im Bauamt und später im Referat „Oberste Kreisorgane“. Daher kenne er die Verwaltung sehr gut. 1996 kandidierte er als unabhängiger Bürgermeister in Löhnberg. Er wurde gewählt und übte diese Tätigkeit 12 Jahre aus, bis er von selbst aufhörte und für keine weitere Amtszeit kandidierte. „Ich war an einem Punkt, wo ich ins Überlegen kam und mit 43 Jahren war ich noch jung genug, um etwas Neues anzufangen“, so Sauer. Danach ging er in die Privatwirtschaft und baute zwei Unternehmen von der Pike her auf. Und nun würde er gerne zurück in die Verwaltung.

Menschen sind wichtig

Bei seinem Lebensweg prägte ihn immer sein vielschichtiges Interesse, welches er bereits im Elternhaus mitbekam. Kultur, Geschichte, Biologie oder auch Umwelt faszinieren ihn, er setzt sich damit auseinander, bringt sich an verschiedenen Stellen ein. In vielen Vereinen engagierte er sich wie den Sportverein in Löhnberg oder bei den Sängern. Er war vor und hinter der Bühne aktiv, entwickelte eine große Leidenschaft für Kultur. In verschiedenen Vereinen und Institutionen war Sauer in führenden Positionen aktiv wie als Vorsitzender der Weilburger Schlosskonzerte.
Aber vor allem sind es die Menschen, die ihn antreiben. Bei seinem momentanen Projekt fehle ihm ein wenig das Miteinander mit Menschen. „Ich bin gerne unter Menschen“, so Sauer. Und für diese möchte er da sein. Dies war ihm bereits als Bürgermeister wichtig und dies ist auch jetzt für ihn von großer Bedeutung. „Jeder Mensch, der zu mir kommt, hat ein Problem, was ihn gerade beschäftigt“, so Sauer. Diese Dinge möchte er aufnehmen, mit sich nehmen und etwas daraus machen. Bereits jetzt spürt er, dass die Entscheidung positiv war. „Ich habe viel erlebt, viele Menschen wieder getroffen und neue Menschen kennengelernt“, so der Löhnberger. Und das ist auch das, was für ihn zählt: „Wir sind dem Bürger verpflichtet.“

Themen im Landkreis

Auch jetzt macht er wieder die Erfahrung, die er als Bürgermeister bereits machte. „Man kennt viele Dinge vom Hörensagen, aber wenn man dann damit konfrontiert wird, ist es teilweise erschreckend“, so Sauer. Und so bedrückt ihn vor allem die Wohnungssituation im Landkreis. Es fehlt bezahlbarer Wohnraum, was vor allem auch im Südkreis ein Problem ist, je näher die Orte an Frankfurt rücken. Aber auch mit den Themen Fachkräftemangel in den Betrieben, die Ärzteversorgung oder die Vereinsamung im Alter begegnen ihm bei seinen Gesprächen im gesamten Kreis. Es sind einige Baustellen vorhanden. „Ich möchte Einfluss nehmen und etwas verändern.“ Für ihn ist dies eine Herausforderung, der er sich stellen und die er gerne annehmen möchte.

Für ihn war bei all seinem Wirken auch in der Vergangenheit immer wichtig, nicht nur zu kritisieren. Kritisieren kann jeder. Wichtig sei es, mitzuwirken und etwas zu verändern. Daher freut er sich über alle, die sich einbringen und engagieren möchten. Dabei spielt das Gemisch eine große Rolle – die Erfahrung der Älteren gepaart mit dem Elan der Jungen. Sein Wunsch wäre es, dabei noch stärker die jüngere Generation mit einzubeziehen.

Wer sich ein Bild von Jörg Sauer machen möchte, hat Gelegenheit bei seiner „100 Tage – 100 Orte“ -Tour durch den Landkreis. Er kommt vor Ort, spaziert durch die Straßen und möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen, ihre Anregungen mitnehmen. Am Herzen liegen ihm auch die Vereine und ihr ehrenamtliches Engagement, welches er kennenlernen möchte.

Jörg Sauer ist einer von fünf Kandidaten, die am 28. Oktober für das Amt des Landrates kandidieren.

 

 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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