Erste Hilfe, Teamwork und Spaß

Am Samstag fand der Jugend-Rot-Kreuz (JRK) Kreiswettbewerb statt. 137 Teilnehmer bewiesen sich in Erster Hilfe, Teamwork und sozialem Miteinander. Dabei stand auch der Spaß mit im Vordergrund.

Seit einigen Jahren besuche ich sehr gerne den JRK Kreiswettbewerb. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie fit die Kinder und Jugendlichen in Erster Hilfe sind. Für die NNP durfte ich einem Team bei dem Wettkampf über die Schultern schauen (der Artikel ist heute in der NNP veröffentlicht). Zu den Aufgaben zählten Theorie und Praxis der Ersten Hilfe, Kreativität, Teamwork und soziales Denken. Insgesamt nahmen 137 Teilnehmer in 19 Mannschaften teil. Mit dabei waren die JRK Gruppen aus Elz, Frickhofen und Bad Camberg, das DLRG Diez sowie der Schulsanitätsdienst der Marienschule, der Theodor-Heus-Schule und der Mittelpunktschule Goldener Grund. Die Mannschaften teilten sich auf in eine Bambini-Mannschaft bis 8 Jahre, fünf Mannschaften Stufe I (neun bis elf Jahre), sieben Mannschaften Stufe II (12-14 Jahre) sowie fünf Mannschaften Stufe III (15 bis 26 Jahre). Für den reibungslosen Ablauf aller Aufgaben sorgten 47 Schiedsrichter aus den Ortsvereinen und vom Rettungsdienst.

Gute Nachwuchsarbeit

Der Kreiswettbewerb ist jedes Jahr aufs Neue ein Beweis dafür, welche gute Nachwuchsarbeit nicht nur beim DRK geleistet wird. Auch aus anderen Rettungsorganisationen wie dem DLRG und THW sind immer wieder Mannschaften mit dabei. Seit einigen Jahren beteiligen sich auch Mannschaften aus dem Schulsanitätsdienst. Bereits die Kinder und Jugendlichen können sich bei so einer Aktion gegenseitig beschnuppern. Im Einsatz müssen sie auch miteinander arbeiten können. Michaela Brockmann, Leiterin vom JRK Kreis Limburg, ist es wichtig, dass schon früh ein Miteinander stattfindet.
Nachwuchs ist heute wichtiger denn je. Mit Wegfall der Wehrpflicht fielen den Rettungsdiensten auch die Mitglieder weg. Wer nicht zur Bundeswehr wollte und auch keinen Zivildienst leistete, musste sich  für einige Jahre für einen Rettungsdienst verpflichten. Diese Mitglieder fehlen. Daher hat der DRK Kreisverband und seine Ortsvereine in den letzten Jahren ihre Nachwuchsarbeit intensiviert. Und solche Aktionen wie der Kreiswettbewerb sind eine Möglichkeit, die Kinder und Jugendlichen zu binden und zu motivieren.

Wozu muss man schminken können?

Auf die Teilnehmer der Stufe III wartete eine Übung „RUD“ oder auch „Realistische Unfalldarstellung“. Im Vorfeld musste eine Unfallszenario entworfen werden. Die Mimen wurden vor Ort geschminkt und mussten dann den Unfall darstellen. Der Schirri Markus Müller erklärte mir dann den Hintergrund dieser Aufgabe. Für Übungen werden immer wieder Mimen benötigt, die Verletzte spielen. Es geht dabei nicht nur darum, Verletzungen realitätsnah darzustellen. Sondern die Mimen müssen auch wissen, welche Symptome bei welchen Verletzungen auftreten, um diese dann auch richtig spielen zu können. Bei Übungen dürfen Mimen nur von erfahrenen Personen ausgeübt werden. „Es darf nicht passieren, dass jemand eine Atemnot spielt und sich dann so hineinsteigert, dass er am Ende selbst Probleme mit der Atmung hat“, so Müller.

Immer jemand da zur Ersten Hilfe

Joachim Veyhelmann (CDU), MdL, nahm die Möglichkeit wahr, sich vor Ort ein Bild zu machen. Früher war er selbst beim DRK und ist daher durch seine eigene Geschichte dem Rettungsdienst verbunden. Er findet es super, dass sich so viele Jugendliche der Ersten Hilfe verschworen haben. „Somit ist garantiert, dass in jeder Situation jemand da ist, der helfen kann“, so Veyhelmann.
Michaela Brockmann zeigte sich sehr zufrieden mit dem Tag, auch wenn einige Mannschaften abgesagt haben. Es hat sie sehr gefreut, dass drei Mannschaften aus dem Schulsanitätsdienst mit dabei waren.

Ergebnisse

Zum Landeswettbewerb fahren im Wechsel die Gewinner Stufe I sowie die Gewinner Stufe II und III.
Bambini 1.Platz Elz; Stufe I 1.Platz Elz B, 2.Platz Elz A und 3.Platz Frickhofen. In der Stufe II gab es folgende Platzierung: 1.Platz Elz B, 2.Platz Bad Camberg und 3.Platz Elz A. Und bei der Stufe III sah es am Ende wie folgt aus: 1.Platz Bad Camberg, 2.Platz Elz und 3.Platz Frickhofen.
Schulsanitätsdienst: Stufe II 1.Platz Marienschule, 2.Platz MPS Goldener Grund und 3.Platz Theodor-Heus-Schule. Stufe III 1.Platz Marienschule.
Zum Landeswettbewerb am 16. und 17. Juni in Marburg fahren das Team Elz B von Stufe II sowie das Team Bad Camberg von Stufe III.

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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