Juni weiterhin außergewöhnlich warm

Der Juni schaffte es nicht, solche Temperaturrekorde aufzustellen wie der April und der Mai, dennoch war er auch sehr trocken und auch überdurchschnittlich warm. Auch wenn es vereinzelte Regenereignisse gab, fehlen doch insgesamt die Niederschläge.

Das Wetter im Juni war um 2,4 Grad wärmer als das durchschnittliche Mittel aus den Jahren 1961 bis 1990. Nur 2003 war mit einem plus von 3,95 Grad noch wärmer. Mitte des Monats gab es einen markanten Wechsel und die Temperaturen fielen um die 10 Grad. Dies war die sogenannte Schafskälte. Danach stiegen die Werte wieder auf hochsommerliche Temperaturen. Statt einem Soll von 85 Liter pro Quadratmeter fielen in ganz Deutschland nur 50 Liter pro Quadratmeter, was rund 57 Prozent entspricht. Der Juni hatte ungefähr 215 Sonnenstunden, acht Prozent mehr als üblich (Quelle Deutscher Wetterdienst).

Wetter in der Region

Die Region nimmt sich aus dem Gesamtblick nicht aus. Auch hier war der Juni deutlich zu warm und zu trocken. An der Wetterstation in Elz wurde der zweitwärmste Juni seit 20 Jahren Wetteraufzeichnung gemessen, nur 2003 der Juni war noch wärmer. Der bislang wärmste Tag des Jahres war am 29. Juni mit 31 Grad. Der Monatsdurchschnitt lag bei 19,1 Grad. 16 Sonnentage gab es in Elz. Es fielen im ganzen Monat nur 25 mm Regen, rund 1/3 des Solls für diesen Monat. Insgesamt gab es acht Regentage im Monat. Nach dem 15. Juni gab es keinerlei Niederschläge mehr (Quelle Wetter-Elz).
In Elbtal war es noch eine Ecke wärmer. Der Temperaturhöchstwert wurde mit 38 Grad gemessen. Der Tiefstwert lag bei 10 Grad. Der Temperaturdurchschnitt lag bei 19,9 Grad. Ähnlich sah es in Elbtal auch im vergangenen Jahr aus. Da war es im Durchschnitt sogar noch 0,1 Grad wärmer (Quelle Elbtal – Sebastian Zeiler).

Der Kreisbauernverband vermeldete die Tage, dass die hochsommerlichen Temperaturen dazu führen, dass die Ernte über 14 Tage früher beginnt.

Erhöhte Waldbrandgefahr

Aufgrund der trockenen Witterung besteht erhöhte Wald- und Flächenbrandgefahr. Der Gefahrenindex liegt zwischen 3 und 4 von fünf (Quelle DWD). Daher sollten einige Dinge beachtet werden:

  • Kein offenes Feuer auf Wiesen oder im Wald
  • Grillen nur in ausgewiesenen Bereichen
  • Keine brennenden oder glimmenden Gegenstände (z.B. Zigaretten) wegwerfen
  • Keinen Müll, Gläser oder Folien liegen lassen, sondern in dafür vorgesehene Behälter entsorgen
  • kein Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald oder auf Wiesen – heiße Teile können zu Entzündungen führen

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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