Kampagnenstart „Gönn die eine Ausbildung“

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Am 15. November startete die Kampage „GÖNN DIR eine Ausbildung in Limburg-Weilburg“. Junge Menschen können sich über eine duale Ausbildung informieren. Zahlreiche, attraktive Angebote aus der Region werden aufgezeigt.

„Wir feiern unseren Start in unser neues Projekt“, begrüßte Jutta Golinski, Geschäftsbereichsleiterin Aus- und Weiterbildung bei der IHK sowie Koordinatorin der regionalen OloV-Steuerungsgruppe die Anwesende. Sie stellte das Projekt „Gönn Dir eine Ausbildung“ vor. Die Imagekampagne möchte potentiellen Auszubildenden zeigen, dass berufliche Bildung ein attraktives Angebot für junge Menschen ist. In der Region gibt es zahlreiche sowie interessante Ausbildungsplätze mit guten Zukunftsperspektiven.

Suche nach Fachkräften

Die Bewerberzahlen für eine duale Ausbildung sinken. Dazu führen der demografiebedingte Rückgang an Schülern, aber auch der Trend zum Studium. Zudem ist die gesellschaftliche Anerkennung einer Ausbildung geringer als früher. Die neue Ausbildungskampagne soll diesem Trend entgegenwirken. IHK-Präsident Ulrich Heep begrüßte es sehr, dass viele Aktive in das Projekt mit eingebunden sind. Dies ist auch wichtig, denn Fachkräfte werden benötigt. Allen sei der derzeitige Abschwung bekannt. Monika Sommer, Hauptgeschäftsführerin der IHK Limburg, erkennt eine zunehmende Bedeutung darin, junge Menschen von der Schule in eine Ausbildung überzuleiten. Dafür muss in den Schulen und Berufsschulen begonnen werden, aber auch Eltern und Schüler müssen mitgenommen werden. Daher ist es sehr erfreulich, dass sich mit der OloV-Steuerungsgruppe ein Netzwerk verschiedener Beteiligter gefunden hat, die zusammen agieren, um dieses Ziel voranzubringen.

OloV-Steuerungsgruppe als Netzwerk mit einem Ziel

OloV ist eine hessenweite Strategie mit regionalen Gruppen und steht für „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule-Beruf“. Dafür stehen für jeden Landkreis 24.000 Euro im Jahr als Fördermittel zur Verfügung, um Projekte anzustoßen. Neben der IHK befinden sich in der OloV-Gruppe des Landkreises die Agentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft, der Landkreis selbst, die GAB Gesellschaft für Ausbildung und Beschäftigung sowie das staatliche Schulamt. „Alle Akteure möchten gemeinsam versuchen, junge Menschen in den Beruf zu begleiten“, so Golinski zu OloV. Seit Januar 2019 hat die IHK die Koordination übernommen, davor lag sie in den Händen der Kreishandwerkerschaft.

Golinski erklärt zur Kampagne: „Wir wollten etwas schaffen, was die jungen Leute zwischen 14 und 18 Jahre erreicht.“ Und da es sich dabei um die Generation „immer online“ handelt, findet der Hauptteil der Kampagne auch im Web statt. Neben einer Homepage werden soziale Netzwerke bespielt. Auch ein Werbespot fürs Kino liegt bereits vor. Es sollen durch die Kampagne neue Blickwinkel geschaffen werden und auch Informationen zu den verschiedenen Ausbildungen geliefert werden. Erfolgsgeschichten zeigen Wege von der Ausbildung bis zum heutigen Beruf auf und zeigen die Vielfalt an Möglichkeiten.

„Tu dir was Gutes“

Beim Finden des Slogan war es den Akteuren wichtig, die Jugendlichen mit ihrer Sprache anzusprechen und sie in ihrer Lebenswelt abzuholen. Durch Rücksprache mit jungen Menschen entwickelte sich der Slogan „Gönn Dir“, welcher assoziiert wird mit „tu dir was Gutes.“ Damit erhält der Begriff Ausbildung eine positive Assoziation, nämlich „Tu dir was Gutes mit einer Ausbildung im Landkreis“. Zudem soll den Jugendlichen vermittelt werden, dass eine Ausbildung eine gute Basis für eine weitere Karriere darstellt.
Michael Beck von der Agentur für Arbeit, bekräftigte dies. „Schule ist nicht das praktische Leben in einem Betrieb“, so Beck, weshalb er hoffe, dass viel mehr junge Menschen eine Ausbildung beginnen. Doch leider glauben viele noch, dass sie sich etwas verbauen, wenn sie nicht auf eine weiterführende Schule gehen. Doch auch mit einer Ausbildung stehen den jungen Menschen alle Wege offen.

Am Tisch saßen einige, die dies nur bestätigen konnten. So ist Ralf Abel gelernter Fleischer und heute Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule. Ulrich Heep hat eine Ausbildung zum Industrie- und Handelskaufmann gemacht, leitet heute ein IT-Unternehmen und ist Präsident der IHK. Alexander Hohlwein ist gelernter Koch und heute Besitzer eines Sterne-Restaurants. Und so bekräftigen Ralf Abel wie auch Handwerksmeister Wolfram Uhe, dass eine Ausbildung in der Gesellschaft wieder einen besseren Stellenwert erhalten muss. Und ein Puzzlestein dafür ist diese neue Kampagne, welche zeigt, dass eine duale Ausbildung ein gutes Fundament in den Berufsstart ist. Auf drei Jahre ist die Kampagne finanziell gesichert. Wobei sich alle Beteiligten wünschen, dass diese Kampagne in die Breite getragen wird und sich etwas dauerhaftes daraus entwickelt.

 

Mehr Informationen findet ihr auf der Internetseite der Kampagne.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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