Kreisseniorenbeirat für die Senioren im Landkreis

Teilen erwünscht

Im März 2018 hat sich der Kreisseniorenbeirat des Landkreises Limburg-Weilburg konstituiert. Derzeit ist der Vorstand im Landkreis unterwegs, um das Gespräch mit den Bürgermeistern der Kommunen zu suchen.

Der Kreisseniorenbeirat Limburg-Weilburg hat einiges auf seiner Agenda stehen: den Austausch mit den Bürgermeistern sowie Seniorenbeiräten des Landkreises, anbieten von Veranstaltungen sowie die Erweiterung des Onlineangebotes. Sie stoßen dabei auf offene Ohren wie auch auf Meinungen, dass jemand noch gar nicht zu ihrer Zielgruppe gehört.

Seniorenarbeit beginnt mit 60

Doch für den Vorsitzenden Frank F. König ist klar: „Seniorenarbeit beginnt ab 60.“ Ihm ist auch bewusst, dass jeder Mensch ein anderes Bild von sich hat. So erinnert er sich an ein Gespräch mit einem 80-Jährigen, der meinte, er sei kein Senior. Dabei geht es gar nicht darum, alte gebrechliche Menschen zu sehen und für diese ein Angebot zu schaffen. Viel mehr gehe es darum, die Bedürfnisse der Menschen ab 60+ aufzunehmen und für diese Informationen zur Verfügung zu stellen. So sieht König in dieser Altersgruppe Menschen, die stark ins Internet drängen und dieses für ihre Belange nutzen. Und dann bedarf es Informationen, wie man sich sicher im Internet bewegt.

Tour zu den Bürgermeistern

Derzeit befindet sich der Seniorenbeirat auf Tour zu den Bürgermeistern und macht ganz interessante Erfahrungen. „Wir sind erstaunt, wie gut die Bürgermeister dieses Angebot annehmen“, so Frank F. König, „die freuen sich richtig, dass sie angesprochen werden. Und so erfahren sie auf dieser Tour von interessanten Projekten wie zum Beispiel vom „Inklusionshaus Dorfmitte“ in Mengerskirchen. Er und einer seiner Stellvertreter, Walter Planz, würden sich wünschen, dass die Kommunen ihnen von ihren Projekten, welche generationsübergreifend sind oder die Barrierefreiheit betreffen, erzählen. „Sie sollten nicht davon ausgehen, dass jedem im Landkreis ihre Projekte bekannt sind“, so König.

Mit den Bürgermeistern ergeben sich interessante Gespräche. Die Arbeit würde sich alleine schon lohnen, wenn sie merken, wie die anfängliche Kühle eines Bürgermeisters in offenes Interesse umschlägt. Zudem hat diese Tour noch einen guten Nebeneffekt. Da Frank F. König selbst im Rollstuhl sitzt, kann er direkt erfahren, wie zugänglich die Rathäuser des Landkreises für Personen mit Einschränkungen sind. Lobenswert finden die beiden auch, wenn es in Kommunen generationenübergreifende Projekte gibt, ein Miteinander zwischen Kindern und Senioren. „Dies hat gute Auswirkungen auf die Generationen und es wäre wünschenswert, wenn jede Kommune solche Aktionen umsetzen würde.“

Vernetzung

Es wäre weiterhin wünschenswert, wenn eine stärkere Vernetzung zwischen allen Seniorenbeiräten im Kreis, aber auch zwischen den verschiedene Kreisbeiräten existieren würde. „Wir müssen das Rad nicht ständig neu erfinden“, so König. Die Beiräten könnten ihre Erkenntnisse untereinander teilen und müssen sich gar nicht gegenseitig ausschließen.
Ein großer Brocken ist derzeit auch der Internetauftritt. Dieser soll zum einen über die Arbeit des Kreisseniorenbeirates informieren, aber auch Informationen zu verschiedenen Themen bereithalten. Mit welchen Herausforderungen sie dabei zu kämpfen haben, könnt ihr bei Frank F. König direkt nachlesen.

Veranstaltung Onlinegeschäfte

Die nächste Veranstaltung des Kreisseniorenbeirates findet am Donnerstag, 1. August, 16 Uhr im St. Josefshaus in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat Elz statt zum Thema „Bei Onlinegeschäften auf der sicheren Seite – Sicheres Bezahlen im Alter“ statt.

Mal eben schnell das neue Lieblingsteil in den Warenkorb legen, Kontodaten angeben und fertig! Wie schön und schnell das Einkaufen im Internet funktioniert begeistert viele. Aber wie sicher ist das Bezahlen im Internet eigentlich? Zahle ich am besten per Kreditkarte, per Sparkassenkarte, per Direktüberweisung oder mit einem Bezahlsystem? Wie sicher sind meine Daten, wenn ich per Kreditkarte im Supermarkt, bei der Tankstelle oder beim Einzelhändler im In- und Ausland bezahle? Bezahle ich dann doch lieber mit Bargeld? Wo und wie beschaffe ich mir Bargeld? Wie sicher ist das? Brauchen wir Bargeld überhaupt noch? Der Vortragsreferent, Thomas Rohr des Beratungsdienstes Geld und Haushalt der S-Finanzgruppe ist mit diesem Thema in ganz Südwestdeutschland, von Koblenz bis Lörrach und von Saarbrücken bis Ulm unterwegs. Als profunder Kenner der Materie versteht er es, den Zuhörern selbst schwierigste Sachverhalte anschaulich zu erklären.

Alle Interessierten zu diesem Thema sind herzlich eingeladen.


Teilen erwünscht

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

3 Gedanken zu „Kreisseniorenbeirat für die Senioren im Landkreis

  • 26. Juli 2019 um 6:25
    Permalink

    Der Seniorenbeirat ist in einer immer älter werdeten Gesellschaft sehr wichtig. Ich finde es gut das sich welche da zusammengefunden haben und den Senioren im Kreis eine Stimme zu geben..

    Antwort
    • 26. Juli 2019 um 16:24
      Permalink

      Da gebe ich Ihnen Recht. Vor allem auch, dass die verschiedenen Bedürfnisse aufgegriffen werden.

      Antwort
  • 26. Juli 2019 um 6:41
    Permalink

    Ich meine Seniorenarbeit beginnt schon vor 60. Auch mit sich selbst.
    Viele Grüße Michael Sapper

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.