#kurznotiert – Tag der offenen Backstube, Paten für junge Eltern, Besuch Frauenhaus, Limburger Stadtgeschichte

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In meiner Urlaubszeit trafen einige Pressemitteilungen ein, welche nachfolgend kurz zusammen gefasst werden sollen.

Tag der offenen Backstube

Das spätsommerliche Wetter lockte die Menschen in Scharen: rund 3000 Besucherinnen und Besucher kamen am „Tag der offenen Backstube“ zum echten Bäcker Huth am Schlag in Limburg. Schon von weitem wehte ihnen der Geruch von frisch gebackenen Brot entgegen. Viele Familien mit Kindern nutzten die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen der Meister-Backstube zu blicken und den Bäckermeistern bei der Herstellung von Brot- und Backwaren, von Kuchen und Laugenbrezeln über die Schulter zu schauen. Denn in der Limburger Bäckerei ist die traditionelle Handwerkskunst noch echte Handarbeit. Die Bäckermeister Dominique und Sascha Huth sind dafür bekannt, dass sie für die Herstellung ihrer Brot- und Backwaren keine Fertigmischungen oder Convenience Produkte verwenden, sondern großen Wert auf natürliche Produkte und allerbeste Qualität legen.

Viele Fragen der Besucher wurden an verschiedenen Aktions-Standorten beantwortet. Beispielsweise, wie Brote mit den besten Zutaten entstehen oder wie eine liebevolle Verzierung auf die leckere Cremetorte kommt. Zudem gab es für die kleinen Besucher eine riesige Hüpfburg und ein Kinderkarussell, Kinderschminken und verschiedene Spiele. Bei einer Geschmacksstraße durften die Besucher selbst den Unterschied schmecken zwischen Industriesalz und dem Steinspeisesalz, das die Bäckerei Huth verwendet, wie auch den Geschmack von selbst gekochten Pudding und Fertigpudding.

Besonders freuten sich die Bäckermeister über die vielen Komplimente, die sie von den Besuchern bekamen. Dazu trugen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei, die unermüdlich Fragen beantworten und für das leibliche Wohl der Besucher sorgten. Denn es gab allerlei Brot- und Backwaren zu günstigen Preisen, Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Getränke. Und das Ganze noch für einen guten Zweck. Fast 3700 Euro sind als Einnahmen beim  „Tag der offenen Backstube“ zusammen gekommen, fast doppelt so viel wie bei der letzten Veranstaltung. „Diesen Betrag haben wir noch einmal auf 4000 Euro aufgerundet“, sagt Brotsommelier Dominique Huth, der in dieser Woche auf Facebook eine ganz besondere Aktion startet: Denn mit den 4000 Euro soll eine wohltätige Gemeinschaft, ein Verein, eine Interessengruppe oder eine Familie unterstützt werden. Dazu müssen sich die Interessenten nur direkt bei der Bäckerei Huth melden, Konzepte und Ideen zuschicken. „Und wenn es zwei sehr gute Ideen sind, wird das Geld zwischen ihnen geteilt.“

Paten für junge Eltern gesucht

Erziehung, Finanzen, Betreuung – die Geburt eines Kindes wirft für viele Eltern eine Menge Fragen auf. Über naheliegende Angebote und Hilfen „um die Ecke“ sind viele nicht informiert. Um dem entgegenzusteuern haben vor über drei Jahren das Lokale Bündnis für Familie und das Familienzentrum Müze e.V. die „Limburg-Paten“ ins Leben gerufen.

„Limburg-Paten sind engagierte, ehrenamtlich tätige Menschen mit Wissen über die Themen Familie, Kinder und Betreuung. Sie besuchen Eltern neugeborener Kinder, gratulieren ihnen persönlich zum Nachwuchs und überreichen ihnen ein Elternbegleitbuch“, beschreibt Sigrid Mündlein, Geschäftsführerin des Müze, das Projekt. „Wer eine zukunftsweisende ehrenamtliche Tätigkeit in Limburg sucht, ist bei uns richtig“, sagt Mündlein. Für alle, die Limburg-Pate werden möchten, starten wir nach einem verpflichtenden Einführungsgespräch Ende Oktober 2019 unser nächstes Qualifizierungstraining.“

Die Inhalte des Qualifizierungstrainings, das vom 24. Oktober bis 5. Dezember 2019 immer donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr stattfindet, reichen von den Aufgaben der Limburg-Paten über Kinderschutz und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten bis hin zu einem Kommunikationstraining. Auch das Elternbegleitbuch mit Tipps und Informationen für Eltern sowie sämtlichen Betreuungsangebote in Limburg wird innerhalb der Ausbildung vorgestellt. „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trainings werden gut vorbereitet, so dass sie eine Bereicherung für junge Eltern in Limburg sind, sie in ihrer neuen Aufgabe stärken sollen und sie ermutigen können, sich rechtzeitig Unterstützung bei der Koordinierungsstelle zu holen“, so Mündlein.

Wer Interesse an einer freiwilligen Tätigkeit als Limburg-Patin oder Limburg-Pate hat, kann sich anmelden bei Thomas Krug vom Amt für soziale Betreuung unter der Telefonnummer (06431) 203-274 oder per E-Mail: thomas.krug@stadt.limburg.de  oder bei Sigrid Mündlein vom Familienzentrum Müze e.V. unter der Telefonnummer (06431) 27 849, oder per E-Mail: info@muetterzentrum-limburg.de melden.

Besuch Frauenhaus Limburg

Bei ihrem Besuch des Teams vom Frauenhaus Limburg hatte die Abgeordnete der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Marion Schardt-Sauer, die Gelegenheit, sich mit dem Team des Frauenhauses in Limburg über die aktuellen Herausforderungen vor Ort, aber auch über Fragen der Zukunft auszutauschen.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen nicht nur die alltäglichen Probleme, die sich in unterschiedlichen Bereichen in den letzten Jahren deutlich verändert haben. Hier ging es z. B. unter anderem um die Herausforderung der Sprache – Dolmetscher werden heute ständig gebraucht, stehen aber nicht rund um die Uhr zur Verfügung. Oder die Unterbringung von Kindern in einer Kindertagesstätte – ein fast unmögliches Unterfangen, da selbst Notplätze überbelegt oder freie Plätze außerhalb der Stadt nur schwer oder gar nicht erreichbar sind.

Ebenso ein weiteres wichtiges Thema waren die Finanzen. Bundesweit unterliegen die Frauenhäuser einer freiwilligen Finanzierung. Es wurde über unterschiedliche Finanzierungsmodelle gesprochen und über Lösungswege nachgedacht. Deutlich wurde hier, dass z. B. Gelder jedes Jahr neu beantragt werden müssen.

„Die Frauen des Teams vom Frauenhaus Limburg leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Frauen vor Gewalt in unserer Gesellschaft. Dass sie sich eine stabile, sichere Finanzierung wünschen ist nachvollziehbar. Sie sollten ihre wertvolle Arbeitszeit für die hilfesuchenden Frauen zur Verfügung haben und nicht mit dem Schreiben von Anträgen für die Finanzierung verbringen müssen,“ so Schardt-Sauer, haushalts- und finanzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, zum Abschluss.

Limburger Stadtgeschichte für alle

Eine Informationsbroschüre über die Limburger Altstadt in Leichter Sprache ist ab sofort ist in der Touristinformation Limburg in der Barfüßerstraße erhältlich. Erstellt wurde sie vom Kompetenz Zentrum Leichte Sprache in Westerburg, geprüft von den Mitarbeitern der Werkstätten der Lebenshilfe Limburg gGmbH, die als Prüfleser fungierten. „Jetzt kann man alles gut verstehen“, sagte Prüfleserin Leska Hartung. Seite für Seite hat in den vergangenen Wochen zusammen mit ihren Prüfleser-Kolleginnen und Kollegen den neuen Altstadt-Führer auf Verständlichkeit geprüft.

„Wir wollen keine schweren Worte und auch keine Fachbegriffe“, sind sich die Prüfleser einig. Auch kleine Buchstaben sind nicht beliebt, lieber große Schrift mit vielen Bildern. Das erklärte Ziel bei den wöchentlichen Prüftreffen lautet: Informationen für alle. „Es macht keinen Spaß, wenn man nicht alles versteht“, erklärtenPrüfleser bei der offiziellen Übergabe der neuen Broschüre in der Limburger Touristeninformation. Die Informationsbroschüre über die Limburger Altstadt in Leichter Sprache kostet einen Euro. Mehr in der PM der Stadt Limburg


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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