Landkreis Limburg-Weilburg von A bis Z

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Unser Landkreis Limburg-Weilburg ist vielfältig und fantastisch. Um die Vielfalt zu zeigen, gibt es ein kleines A bis Z des Landkreises. Vielleicht ist es für euch eine Inspiration, euch auf eine abwechslungsreiche Entdeckung zu begeben.

Landkreis ABC

A wie die Altstadt LimburgWer den Landkreis besucht, kommt an einem Besuch in der Altstadt Limburg nicht vorbei. Viele Geschichten gibt es hier zu entdecken. Ging doch die wichtige Handelsroute von Frankfurt nach Köln mitten durch die Altstadt. Es war im 13. Jahrhundert das Nadelöhr auf dieser Strecke. Dieses Nadelöhr brachte den Limburgern auch ihren Spitznamen „Die Säcker“ ein. Sie halfen, die hochbeladenen Fuhrwerke an dieser engen Stelle zu entladen, damit sie passieren konnten.

B wie Burgen

Eine sehenswerte Burg hoch über der Lahn ist die Burg Runkel und auf der anderen Lahnseite ihr gegenüber die Burg Schadeck. Einen besonders schönen Blick hat man auf sie, wenn man mit dem Kanu aus Richtung Villmar auf der Lahn paddelt. Sie zählt mit zu den bekanntesten Burgen. Doch es gibt noch mehr. In Merenberg gibt es eine Burgruine, welche man von der B49 aus gut sieht und die derzeit restauriert wird. Weitere Burgen sind die Burg Waldmannshausen in Elbtal, die Burg Dehrn, die Burg Ellar, die Laneburg in Löhnberg sowie die Burgruine Freienfels in Weinbach. Insgesamt gibt es über 20 Burgen, Burgställe und Schlösser im Landkreis.

Kanu Tour Lahn Burg Runkel

C wie Chormusik

Der Landkreis ist eine sehr musikalische Region. Nicht nur die Limburger Domsingknaben und die Mädchenkantorei prägen die Region. Viele ehemalige Domsingknaben sind in der Region geblieben und haben neue Chöre gegründet, die hochwertige Chorliteratur präsentieren. Aber auch in der Laienszene nimmt der Chor eine große Rolle ein, hat doch jeder Ort seinen Kirchen-, Männer- oder gemischten Chor. Und obwohl manche Chöre auch um ihr Überleben kämpfen, ist die Region mit hochkarätiger Chormusik verbunden.

D wie Dom Limburg

Der Dom Limburg ist weit über den Landkreis hinaus bekannt. Früher zierte er den 1000-DM-Schein. Hoch thront er über dem Lahntal und ist ein heiß begehrtes Fotomotiv. Nach seinem Schutzpatron St. Georg wird er auch Georgsdom genannt. Direkt am Dom vorbei gelangt der Besucher zum Limburger Schloss. Er hat sieben Türme und ist daher einmalig unter den deutschen Kirchen. Frühromanische und frühgotische Elemente sind in ihm vereint. Im Jahre 910 begann der Vorgängerbau zu dieser prächtigen Kirche.

Hoch über Limburg Lahn thront der Limburger Dom.

E wie das Ewige Eis

Der kälteste Punkt in der Region in das Ewige Eis in Dornburg. Selbst wenn im Sommer die Temperaturen auf über 30 Grad steigen, wird es dort nicht wärmer als drei Grad. Es handelt sich um ein einzigartiges Phänomen im Westerwald, welches 1839 beim Abbau von Basaltstein entdeckt wurde. Der Aufbau des Berges mit seinen Rissen und Klüften begünstigt die Eisbildung tief im Berg.

F wie Freienfelser Ritterspiele

Jedes Jahr um den 1. Mai herum finden die Freienfelser Ritterspiele statt (außer dieses Jahr durch Corona nicht). Sie gehören mit zu den ältesten und größten Mittelalterveranstaltungen in Deutschland. Im Schatten der Burganlage aus dem 13. Jahrhundert schlagen die Ritter und ihr Gefolge ihr Lager auf und entführen für vier Tage die Menschen in eine vergangene Zeit.

G wie Gerlach I. (Herr von Limburg)

Gerlach I. oder auch von Ysenburg (1227 – 1289) war seit 1258 Herr der Stadt Limburg und umliegender Dörfer. 1231 brachte er von einer Italienreise die Franziskanermönche mit und erlaubte ihnen den Bau eines Klosters in Limburg. 1279 kam es zu einem Bürgeraufstand in der Stadt und sie vertrieben Gerlach I. Nach langen Verhandlungen durfte er auf die Burg zurückkehren, welche er weiter ausbaute. Aber er musste den Bürgern einige Freiheiten zugestehen wie das Recht zur Steuererhebung, die innere Gerichtsbarkeit, Eheschließungen und zum Wohnwesen.

H wie Heidehäuschen

Das Heidenhäuschen bei Hadamar ist ein Bergrücken am südlichen Rand des Westerwaldes. Das Naturschutzgebiet liegt zwischen Hadamar und Waldbrunn und besteht hauptsächlich aus Gestein vulkanischen Ursprungs. Schon früh siedelten Menschen dort wie ein Steinkistengrab aus 1900 vor Christus beweist. Auch archäologische Funde aus anderen Epochen zeigen eine frühe Besiedlung an.

I wie Ibachseiche

In den Steilhängen der Lahn bei Villmar steht die Ibachseiche, ein Naturdenkmal, zur Erinnerung an Pfarrer Johannes Ibach (1825 -1908). In Frankfurt geboren kam er während seiner Ausbildung zum Priester nach Limburg und fand im Bischof Peter Josef Blum einen Freund und Förderer. Er wirkte viele Jahre am Limburger Dom, bevor er 1869 die Pfarrei Villmar übertragen bekam. Er befruchtete das Gemeindeleben und war für einige kirchliche Bauprojekte verantwortlich. An der Südseite der Pfarrkirche fand er seine letzte Ruhestätte.

J wie Jüdische Friedhöfe

Im Landkreis lebten Juden und Jüdische Friedhöfe in den Kommunen zeugen davon. Von manchen Friedhöfen ist die Geschichte bekannt wie vom jüdischen Friedhof zwischen Langendernbach und Frickhofen, welcher ab 1913 errichtet wurde. Bei anderen jüdischen Friedhöfen wie dem in Schupbach ist das genaue Alter nicht bekannt. Eine Übersicht zu den jüdischen Friedhöfen im Landkreis findet ihr hier http://www.alemannia-judaica.de/limburg-weilburg_friedhoefe.htm

K wie Kristallhöhle Kubach

Um tief in die Erde des Landkreises einzutauchen, empfiehlt sich ein Besuch der Kristallhöhle Kubach. Es handelt sich um eine einzigartige Höhle in Deutschland, denn es ist die einzige Calcithöhle und besitzt die höchste Halle aller Schauhöhlen. Sie entstand in der Eiszeit. Wie groß sie insgesamt ist, kann nicht genau gesagt werden, denn bis heute ist nur ein kleiner Teil der Höhle freigelegt.

L wie Lahn

Die Lahn prägt den Landkreis und zieht die Touristen an. Entlang des Lahnwanderweges lässt sich der Landkreis mit einem besonderen Blick vom Wasser aus entdecken. Kanutouren laden im Sommer ein, die Perspektive zu wechseln. Die Lahn führt den Besucher entlang von Burgen und Kirchen. Insgesamt ist die Lahn als rechter Nebenfluss des Rheins 245,6 Kilometer lang und fließt neben Hessen auch durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

M wie Mordschau Elz

Die Mordschau liegt im Elzer Wald Richtung Niedererbach. Es rankt sich eine Sage um diesen Ort, welche besagt, dass im 30-jährigen Krieg die Schweden ein Blutbad an den Elzer Bürgern verübten, die sich dort versteckten. Viel mehr kommt der Name aus dem keltischen und bedeutet „mortsaue“, was so viel heißt wie sumpfige Wiese.

N wie deutsches Adelsgeschlecht Nassau

Das weitverzweigte deutsche Adelsgeschlecht Haus Nassau hat seine Spuren im Landkreis hinterlassen. Einer der bekanntesten Vertreter ist Fürst Johann Ludwig (1590 bis 1653) aus der Linie Nassau-Hadamar. Er ließ die Hadamarer Burg zu einem modernen Schloss umbauen, das heute nicht nur Teile der Kreisverwaltung beherbergt, sondern auch das Glasmuseum sowie eine Aula für festliche Anlässe. Über die Region hinaus bekannt wurde er durch sein Verhandlunsgeschick im 30-jährigen Krieg, wo er den Westfälischen Frieden mit verhandelte. Ebenfalls mit dem Haus Nassau verbunden ist die barocke Schlossanlage in Weilburg, welche von Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg errichtet wurde.

Landkreis Limburg Weilburg ABC

O wie Orgeln

Unter den 15 ältesten Orgeln in Hessen kommen drei aus dem Landkreis. Die älteste Orgel ist dabei die Orgel in der Stadtkirche Limburg aus dem Jahr 1686, gefolgt von der Orgel aus der Schlosskirche in Weilburg aus 1710 sowie der Orgel aus St. Lubentius in Dietkirchen aus 1711. Doch auch andere Orgeln aus dem Landkreis sind historisch oder zählen zu überregional bekannten Neubauten.

P wie Pallotiner

Zahlreiche Glaubensgemeinschaften hatten ihre Heimat im Landkreis. Bis heute ist die Gemeinschaft der Pallotiner in Limburg. Sie kamen 1892 in die Kreisstadt mit dem Auftrag, die damalige Kolonie Kamerun zu missionieren. Bis 1945 befand sich in Limburg die Theologische Hochschule der Gemeinschaft und zahlreiche Brüder wurden hier ausgebildet. Der bekannteste Vertreter, Pater Richard Henkes wurde am 15. September 2019 im Limburger Dom selig gesprochen.

Q wie Quellen im Landkreis

Die bekanntesten Quellen des Landkreises sind die Mineralquellen in Niederselters, welche ab dem 17. Jahrhundert als Selterswasser abgefüllt und weltweit exportiert wurde. Daneben gibt es zahlreiche andere Quellen wie der Sauerborn in Lindenholzhausen oder das Elzer Tröpfchen. Der Sauerborn in Lindenholzhausen, auch als Lubentiusbrunnen bekannt, gab den Hollesser ihren Namen „Kruggeltje“, denn sie holten mit Steinkrügen immer Wasser aus der Quelle. Manchen Quellen wurden in der Vergangenheit auch Heilwirkungen nachgesagt.

R wie Rosengarten Hadamar

Der Rosengarten auf dem Herzenberg in Hadamar ist immer ein Besuch wert. Der englische Rosengarten ist einmalig im Westerwald und es lassen sich verschiedene Bereiche entdecken. Zwar stehen die vielen Rosen im Mittelpunkt, doch zu jeder Jahreszeit berauschen auch andere Blumen den Besucher. Fast wöchentlich präsentiert sich der Garten in einem anderen Gewand.

S wie Schloss Weilburg

Ein gern besuchter Ort im Landkreis ist das Schloss Weilburg. Die Anlage zählt mit zu den bedeutendsten barocken Schlossanlagen in Hessen. Es erhebt sich auf einem Bergsporn über der Lahn und bietet einen imposanten Anblick. Im Sommer ist es Veranstaltungsort der Weilburger Schlosskonzerte. Viel zur Geschichte lässt sich im Schloss entdecken und der Schlossgarten lädt zum Flanieren und Verweilen ein. Einmal in Weilburg lohnt sich auch ein Gang durch die Altstadt sowie ein Besuch im Bergbaumuseum.

T wie Taunus und Westerwald

Der Landkreis liegt zwischen den Mittelgebirgen Taunus und Westerwald, wobei der größte Teil in einer von der Lahn geschaffenen Tallandschaft liegt.

U wie Unica Bruch

Der Unica Bruch in Villmar gibt besondere Einblicke in vergangene Zeiten. An einer glattgesägten und geschliffenen Wand erhält der Besuch einen einmaligen Blick auf ein Stromatoporenriff aus dem Mitteldevon. Es lassen sich Lebewesen entdecken, die es heute so nicht mehr gibt. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Lahnmarmor abgebaut und weltweit verarbeitet. Interessantes zum Lahnmarmor und zu seiner Verarbeitung gibt es im Lahn-Marmor-Museum zu erfahren.

Viele Strukturen vergangener Zeiten gibt es Marmor zu entdecken.
Ein Ausschnitt in das mögliche Riff gibt es im Lahn-Marmor-Museum zu sehen.

V wie Vereine

Der Landkreis wird von zahlreichen Vereinen geprägt, in denen sich die Menschen ehrenamtlich engagieren. Sie machen die ländliche Region aus, gestalten das kulturelle Leben vor Ort oder tragen als ehrenamtliche Einsatzkräfte zur Sicherheit der Bürger bei. Ihnen könnte ich ein eigenes ABC von A wie Angler über M wie Mandolinenverein bis Z wie Zumbagruppe widmen.    

W wie Wanderwege

Zahlreiche Wanderwege durchziehen den Landkreis und führen durch landschaftliche sehenswerte Regionen. Der bekannteste ist wohl der Lahnwanderweg, der entlang der Lahn durch eine tolle Region führt. Rund um Dornburg führt der Blasiussteig, der einige geschichtliche Entdeckungen ermöglicht. Mit dem Lahn-Camino führt ebenfalls ein Stück Jakobsweg durch den Landkreis. Der Rundwanderweg „Wäller Tour“ führt im Nordkreis bei Langendernbach ein Stück durch den Landkreis. Der Hessenweg kommt vom Taunus und führt durch die Altstadt von Bad Camberg.

X wie Xylophon

Das Xylophon steht hier stellvertretend für die Musik, denn nicht nur gesanglich macht der Landkreis einiges her. Mit den Kreismusikschulen in Limburg sowie Weilburg findet qualitativ hochwertige Ausbildung an diversen Instrumenten statt, nicht zu vergessen die zahlreichen Musiklehrer, die privat Unterricht geben. Dies schlägt sich in zahlreichen kulturellen, musikalischen Veranstaltungen nieder.

Y wie das Grafengeschlecht Ysenburg

Das Grafengeschlecht Ysenburg oder auch Isenburg ist eng mit Limburg verbunden. Es handelt sich um ein Hochadelsgeschlecht mit Wurzeln im 11. Jahrhundert bis weit ins 18. Jahrhundert hinein. Die Stammburg war die Isenburg im Westerwald. Das Haus Limburg auch Ysenburg-Limburg war ein Seitenarm und regierte 150 Jahre lang im 13. Und 14. Jahrhundert in Limburg an der Lahn. Sitz war die Burg Limburg. Die Grabanlage der Familie befand sich in dem Kloster der Franziskaner, die heutige Stadtkirche.

Z wie Zeppelin

1910 erregte eine Zeppelin-Notlandung in Blumenrod für großes Aufsehen. Zur Notlandung kam es aufgrund eines Unwetters. Viele Bürger schauten sich das Luftschiff an. Das Unwetter sorgte jedoch dafür, dass sich die Haltetaue lösten und der Zeppelin führerlos Richtung Weilburg trieb, wo er am Webersberg abstürzte. Die Zeppelinstraße erinnert an dieses Ereignis.

Quelle Foto „Limburg A.D. Lahn im Wandel der Zeit“


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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