Letzte Wünsche gesucht

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Seit dem 1. Juli ist das Projekt „Wünsche werden wahr“ vom Lions Club Limburg-Domstadt in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Limburg am Start.

Ein Jahr lang sammelte der Lions Club Spendengelder, um das Projekt zu realisieren. Das Team an aus 14 ehrenamtlichen Helfern von Rettungskräften bis hin zu Palliativschwestern steht bereit. Mit etwas Verzögerung durch Corona ging das Projekt an den Start. Jetzt fehlen nur noch die Wünsche. Erste Wünschen wurden bereits in die Tat umgesetzt und hatte Menschen am Ende des Lebens eine Freude gemacht. Gerne möchte das Team weiteren Menschen ihren letzten Wunsch erfüllen.

Freie Kapazitäten

Daher möchte Helmut Petri, der 2. Vorsitzende vom DRK Kreisverband Limburg nochmal auf das Projekt aufmerksam machen. „Wir haben noch Kapazitäten zur Wunscherfüllung frei“, so Helmut Petri, 2. Vorsitzender des DRK Kreisverband Limburg, „die Menschen haben scheinbar aufgrund der Pandemie eine gewisse Zurückhaltung, aber unsere Fahrgäste sind bei uns in den besten Händen.“

Wenn die Menschen sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, den Tod vor Augen, kommen oftmals lang gehegte Wünsche auf. Noch einmal etwas am Lieblingsplatz verweilen. Sich von alten Freunden verabschieden. Nochmal ein Museum besuchen. Ein letztes Mal am Grab eines geliebten Menschen Abschied nehmen. Oder nochmal wilde Tiere im Tierpark besuchen. All diese Wünsche möchte Helmut Petri mit seinem Team gerne realisieren. Rund 2.000 Menschen sterben jedes Jahr im Landkreis und nicht von allen können die letzten Wünsche erfüllt werden. Bisher war der Weg zum Wunsch oftmals lang und bürokratisch. Manchmal dauerte es mehrere Wochen, bis einem Wunsch entsprochen werden konnte, einfach weil es nur zwei ASB-Wünschewagen in ganz Hessen gibt.
Daher war der Lions Club Limburg-Domstadt bemüht, einen eigenen „Wünsche werden wahr“-Wagen im Landkreis zu installieren für die Menschen im Landkreis. Und Helmut Petri verspricht, dass von der Antragstellung bis zur Erfüllung maximal eine Woche vergehen soll. Damit können Menschen am Ende ihres Lebens ihren letzten Wunsch äußern und der DRK Kreisverband setzt ihn zügig um.

Das Projekt ist erstmal auf drei Jahre angelegt und bis zu 40 Menschen sollen im Jahr davon profitieren. Über ein Formular auf https://www.wuensche-werden-wahr.com/wunschanfrage/ können die Anfragen unbürokratisch gestellt werden und Helmut Petri prüft diese. In ganz dringenden Fällen kann Helmut Petri angerufen werden unter 0178 9629278 .
Jeder, der einen sterbenden Menschen betreut, vom Familienangehörigen bis hin zum Pfleger, kann den letzten Wunsch beantragen.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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