LKW rast in PKWs – stetige Updates der Nachrichten

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Am frühen Montagabend passierte es – ein LKW fährt auf der Schiede in Limburg auf PKWs auf  und schiebt acht Fahrzeuge ineinander. Stetig kommen neue Mitteilungen, welche hier kurz zusammengefasst wiedergegeben werden. 

Dienstag, 15. Oktober: Bei der gestrigen Stadtverordnetenversammlung in Limburg nahmen die Polizeichefs vom Polizeipräsidium Westhessen sowie von Limburg Stellung zu dem Ereignis. Auch wenn die Hintergründe der Tat noch unklar sind, handelt es sich nicht um einen terroristischen Akt. Daher hat jetzt für solche schweren Delikte zuständige Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Via Rhein-Zeitung

Montag, 14. Oktober: Vor einer Woche kidnappte ein Syrer einen LKW und raste auf vor einer Ampel wartende PKWs auf. Ins Visier gerieten auch die Vermieter des Amokfahrers. Obwohl der Verdacht einer Terrortat sich nicht bestätigte, wirkt der Terrorverdacht nach und die Vermieter kämpfen mit Verleumdungen sowie mit den Schäden durch den SEK-Einsatz der Polizei. Via Hessenschau

Samstag, 12. Oktober, 7.40 Uhr: Die NNP hat eine Chronologie der LKW-Fahrt erstellt und was nach dem Auffahren auf die PKWs weiter geschah. Nachzulesen unter „Chronologie der Horrofahrt“

Freitag, 11. Oktober, 7.20 Uhr: Die Ermittler suchen weiterhin nach Zeugen, um möglichst viele Detailinformationen zusammen zu tragen. Zudem weist die Polizei darauf hin, das Augenzeugen und Betroffene professionelle Hilfe erhalten können, um den Vorfall zu verarbeiten. Via Nassauische Neue Presse

20.00 Uhr: Vor Ort war die Feuerwehr im Einsatz. Doch wie händelt sie das Problem mit den Gaffern? Darüber sprach das WT mit einem Limburger Feuerwehrmann.

11.40 Uhr: Ein sehr guter Kommentar in der FAZ: Was auch immer das wirkliche Motiv war, das den Syrer angetrieben hat – die bloße Möglichkeit, es könne eben doch etwas anderes als ein Terror-Akt sein, macht die Tat nicht weniger erträglich.
Denn aus welchen Gründen auch immer jemand einen Lastwagen in seine Gewalt bringt, um kurz darauf damit den Tod mehrerer Menschen zu provozieren: Für die rechtliche Einschätzung ist das sicherlich wichtig, für den Bürger hingegen macht es kaum einen Unterschied. Für ihn bleibt es die Tat eines Migranten, der sich aus welchen Gründen auch immer dazu entschlossen hat, den größtmöglichen Schaden anzurichten.

Mittwoch, 9.Oktober: Der in Langen (Kreis Offenbach) wohnhafte, mutmaßliche Verdächtige hatte am Montag seinen Cousin in Limburg besucht. Dieser möchte anonym bleiben, da er Angst hat, dass die Tat Auswirkungen auf ihn selbst habe, da er in Limburg arbeitet. Dennoch sprach er mit der NNP über seinen Cousin. Fassungslos über die Tat kann er nicht sagen, was ihn dazu getrieben hat.

Gegen den mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen, wie die Rhein-Zeitung berichtet.

Im Morning-Briefing berichtet der Spiegel über die Tat.

Einen anderen Blick wirft der Stern auf das Thema. Es sind nicht nur die Polizisten vor Ort, welche die Ermittlungsarbeit übernehmen. In den sozialen Medien sind die Polizisten unterwegs, um zu informieren. Dabei müssen sie sich mit wüsten Spekulationen auseinandersetzen und mit den Gerüchten umgehen. Wie wird man „Twitter-Cop“?

Ihr informiert euch hier laufend über die Entwicklungen zu dem Ereignis mit dem LKW? Dann würde ich mich freuen, wenn Ihr mir per Paypal einen Kaffee spendiert.

15.35 Uhr: Laut FNP äußerte sich der Hessische Innenminister Peter Beuth. Der tatverdächtige Syrer hätte keine Verbindung in die gewaltbereite islamistische Szene. Die Limburger Bürger seien verunsichert.

15.20 Uhr: Der mutmaßliche Täter wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Bisher soll er sich zum Motiv nicht geäußert haben.

15.06 Uhr: Laut HR könnte es sich um eine nicht politisch motivierte Amokfahrt handeln.

UPDATE (15 Uhr): Der Limburger Bürgermeister Marius Hahn äußert sich geschockt über die Tat. Er sei wegen des Zwischenfalls im Kontakt mit den Ordnungskräften: „Limburg hat bereits Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen, die wir nach dem Vorfall noch einmal genau abklopfen. Ich bin dankbar, dass die Einsatzkräfte so besonnen und bis spät in die Nacht ihre Arbeit getan haben.“ Via Mittelhessen

Bei der FNP heißt es: Nach Informationen des HR werde in Ermittlerkreisen derzeit nicht von einem terroristischen Hintergrund der LKW-Fahrt in Limburg ausgegangen. Die Suche nach Gründen stünde demnach weiter im Fokus.

UPDATE (13.20 Uhr): Die Polizei gibt eine Meldung heraus. LKA und Staatsanwaltschaft ermittelt wegen einem versuchten Tötungsdelikt. Es wird in alle Richtungen ermittelt. Hintergründe zum Motiv gibt es noch nicht.

UPDATE (13.15 Uhr): Stimmen aus Limburg via Wiesbadener Kurier

UPDATE (12.35 Uhr): Laut FNP soll das SEK eine Wohnung in Langen (Kreis Offenbach) durchsucht haben, wo der Verdächtige lebte.

UPDATE (12.12 Uhr):

UPDATE (11.50 Uhr): Laut Spiegel ist der Verdächtige den Behörden wegen gefährlicher Körperverletzung, Drogenbesitzes und Ladendiebstahls aufgefallen – nicht aber als Extremist.

UPDATE (11.40 Uhr): Die Polizei widerspricht Vorwürfen im Netz: http://www.tagesschau.de/limburg-107.html
In den Sozialen Netzwerken wird der Polizei vorgeworfen, Hintergründe der Tat verschleiern zu wollen. Diesen Vorwürfen widerspricht die Polizei. Zudem widerspricht die Polizei dem Vorwurf, eine Nachrichtensperre verhängt zu haben.

UPDATE (9.30 Uhr): Laut ZDF gehen die Behörden von einem Terroranschlag mit islamistischen Hintergrund aus. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Laut FFH gibt es noch keine offizielle Bestätigung von den Behörden zu diesem Sachverhalt. Laut Tagesschau: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt sind die Hintergründe nach wie vor unklar. Es sei noch zu früh für Wasserstandsmeldungen zur Motivlage, sagte Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft der dpa. Man ermittele in dem Fall – und zwar in alle Richtungen.

Nachrichtenüberblick (7.30 Uhr): Es gab 17 Verletzte, fünf mussten in Krankenhäuser gefahren werden. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen festnehmen. Auch bat sie darum, keine Spekulationen anzustellen – was die Menschen jedoch nicht davon abhielt, die wüstesten Spekulationen zu äußern. Einige Rettungskräfte vor Ort äußerten, dass der Fahrer verwirrt gewesen sei, einen irren Blick gehabt hätte und mehrmals „Allah“ gerufen hätte. Die Polizei äußert sich vorerst nicht und hat die Ermittlungen aufgenommen. Somit ist es immer noch unklar, ob es sich um einen Unfall handelte oder um Absicht des LKW-Fahrers handelte, welche zu dem schweren Unfall führte. Via Mittelhessen und Rhein-Zeitung

Mit einigen Zeugen vor Ort sprach die NNP. Der ursprüngliche Fahrer des LKWs berichtete, dass er in der Diezer Straße an der roten Ampel stand. Die Fahrertür sei aufgerissen worden und der Mann sei eingestiegen und habe ihn aus dem Auto gezerrt. Er sei dann seinem Fahrzeug hinterher gerannt und habe fassungslos den Unfall gesehen. Nach dem Unfall habe der Fahrer an der Seite gesessen und mehrere Augenzeugen hätten sich um ihn gekümmert. Er hätte geäußert, dass er Mohammed heißt und hätte immer wieder von Allah gesprochen. Zu all dem äußerte sich die Polizei bisher nicht.  Via Nassauische Neue Presse

 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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