Marion Schardt-Sauer: Bürgernähe ist ihr enorm wichtig

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Die Kommunalpolitik liegt ihr am Herzen, aber weil sie bei bestimmten Themen nicht mehr weiterkommt, kandidiert Marion Schardt-Sauer für die FDP für den Wahlkreis 21 für den Landtag in Hessen. Am 28. Oktober entscheiden die Bürger bei der Wahl. Ich habe mit der Politikerin gesprochen, was ihr wichtig ist. Dabei kommt sie wieder auf die Bürger zu sprechen, denn für deren Belange setzt sie sich ein.

Marion Schardt-Sauer ist nicht die Größte. Doch dies bedeutet nicht, dass sie in der Menge untergeht. Sie weiß sich zu behaupten und sich Gehör zu verschaffen.
Einen Ort zum Engagieren suchte sie bereits in ihrer Schulzeit an der Marienschule, doch richtig fündig wurde sie damals noch nicht. Als Marion Schardt-Sauer zum Studium nach Konstanz ging, ging es auf einmal „Schlag auf Schlag“. Bei der FDP sowie den Jungen Liberalen und ihrem Kampf für die Freiheit hat sie 1990 ihre politische Heimat gefunden und dieses Gefühl hat sie nie wieder losgelassen. Seit 2011 ist sie Vorsitzende vom FDP Kreisverband Limburg-Weilburg und seit 2016 auch Kreisbeigeordnete. Sie engagiert sich ebenfalls als FDP- Fraktionsvorsitzende in der Stadtverordnetenversammlung in Limburg.

Die Menschen ernst nehmen und ihnen zuhören

Ihr Antrieb sind die Bürger. Die Nähe zu den Bürgern bedeutet ihr sehr viel. „Die Gespräche vor Ort sind extrem wichtig“, so Schardt-Sauer, „wir müssen die Menschen ernst nehmen und ihnen zuhören.“ Und kommen Bürger mit ihren Fragen zu ihr, dann werden sie auch eine Antwort erhalten. Sie nimmt jede Frage in die Gremien mit und bohrt bei den Verantwortlichen nach, bis sie eine zufriedenstellende Antwort erhält. Dadurch erscheint sie manchmal ungemütlich. Dies ist ihr auch bewusst. „Es ist doch unser Auftrag, die Fragen der Bürger zu beantworten“, verteidigt sie sich. Dies würden die anderen Politiker manchmal nutzen und lassen sie gerne als „Taktgeber“ vorneweg laufen. Doch sie sieht dies nicht negativ. Auch ist ihr bewusst, dass sie sich nicht immer bei ihren politischen Mitbewerbern beliebt macht. „Ich bin nicht in der Politik, um Freunde zu finden“, so Schardt-Sauer, „wir haben einen Wählerauftrag und den setze ich um.“

Limburg als Heimat

Marion Schardt-Sauer sieht sich und die FDP nicht als Einzelkämpfer. Sie sucht auch Partner bei den anderen Parteien, um gemeinsame Probleme anzugehen und zusammen einen Weg zu finden. Es gibt viele Themen, die alle Parteien vor Ort gemeinsam haben wie die B8-Umgehung oder auch die Infrastruktur. Die Diskussionen zu den verschiedenen Themen finden vor Ort statt, aber die Umsetzung funktioniert nur auf Landesebene.
Limburg ist ihre Heimat, denn in Limburg ist sie aufgewachsen. Und obwohl sie einige Jahre zum Studium weg war, zog es sie zurück in die Heimat. In Limburg ist sie verwurzelt. „Hier weiß ich, wie die Menschen ticken.“ Sie liebt die Verzahnung zwischen der Stadt und der Kreisebene. Dies möchte sie auch nicht mit einem Landtagsmandat aufgeben. „Ich möchte für die Region wirken“, so Schardt-Sauer, „doch manche Dinge kann ich nur im Landtag klären.“ Zwar könne die Stadt und auch der Landkreis etwas bewegen, aber die Finanzierung findet am Ende auf der Landesebene statt. Falls sie gewählt werden würde, kann sie sich auch nicht vorstellen, dass es zu einem Konflikt zwischen ihren verschiedenen Mandaten kommen kann. Sie wird diese Mandate auf alle Fälle weiter wahrnehmen.

Familie als Rückzugsort

Recht rational geht sie dabei die Dinge an. Wenn es ihr zu viel wird, „dann kann ich die schwierigen Dinge auch mal in eine Schublade packen und später wieder hervorholen.“ Ihr kleines Refugium und Rückhalt ist dabei ihre Familie, ihr Rückzugsraum, in den sie auch niemanden hineinlässt. „Betrete ich die Stadt befinde ich mich im öffentlichen Raum“, so die Politikerin, „aber ich bin gerne für die Menschen da.“ Mit den zwei Foxterriern der Familie geht sie gerne spazieren und wenn sie mal Zeit hat, geht sie zum Basketball. Sie muss aber zugeben, dass dies leider oft zu kurz kommt. Ein zweiter Ort, der ihr sehr viel gibt neben der Politik ist die Kirche. Dort könne sie in sich ruhen und runterkommen.

Wie steht Marion Schardt-Sauer zur Digitalisierung? Dazu stellte sie sich den Fragen von Frank F. König: „Q+A zur Digitalisierung: Megatrend oder nur ein Modewort“

Weitere Leseempfehlungen sind die Texte zu den anderen Kandidaten. Im Wahlkreis 21 stellen sich ebenfalls Joachim Veyhelmann (CDU), MdL sowie Viktoria Spiegelberg-Kamens (SPD) zur Wahl. Neben dem Landtag wird bei der Landtagswahl Hessen auch über eine Verfassungsänderung abgestimmt.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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