Mehrfamilienhaus Lindenholzhausen sowie Freibad Bermbach

Ein Investor plant seit 2019 ein Mehrfamilienhaus am Ortseingang von Lindenholzhausen, doch das Vorhaben ist nicht unumstritten. Am 7. Dezember entscheiden die Stadtverordneten in Weilburg über die Zukunft des Bermbacher Freibades. Die Bürger kämpfen darum. 

Mehrfamilienhaus in Lindenholzhausen

Ein Mehrfamilienhaus mit 15 bis 20 Wohnungen soll am Ortseingang von Lindenholzhausen entstehen. Seit 2019 ist das Projekt im Gespräch, es zeichnet sich eine politische Zustimmung im nächsten Jahr ab. Das Mehrfamilienhaus soll auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei an der B 8 in Lindenholzhausen entstehen mit Wohnungen für Zwei- bis Vier-Personen-Haushalte. Im Erdgeschoss ist kleinflächiges Gewerbe vorgesehen wie eine Apotheke oder Post, eventuell auch ein Café. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei 10 Millionen Euro. Vor vier Jahren wären es noch zwei Millionen Euro weniger gewesen. Bei den Stadtverordneten gibt es wohl eine Mehrheit für das Projekt, auch der Bürgermeister stimmt dem zu. Heike Bartsch, SPD, Ortsbeirat, ist die größte Kritikerin. Für sie stellt das Vorhaben eine Bebauung im Außenbereich dar und der sei für landwirtschaftliche Nutzung gedacht. Daher ist das Vorhaben ein „No Go“ für sie. Wenn alles glatt laufe, sei ein Baubeginn im Jahr 2026 und eine Fertigstellung des Mehrfamilienhauses frühestens im Jahr 2028 möglich. Via NNP-WT

Freibad in Bermbach

Eine mögliche Schließung des Freibades im Weilburger Stadtteil Bermbach hat für viel Wirbel gesorgt. Ortsvorsteher Kai Schmidt und Frederik Feiling, Vorsitzender des Fördervereins des Bads, haben eine Unterschriftenaktion für den Erhalt gestartet. Wie entstand der Wirbel? Der Magistrat der Stadt hatte bei der Aufstellung des Haushalts für 2024 mehrheitlich beschlossen, keine Betriebskosten für das Bermbacher Freibad zu veranschlagen. Dies würde bedeuten, dass Freibad wäre zu. Ein herber Schlag, denn das Freibad ist Mittelpunkt des Dorflebens. Leider besteht ein hoher Sanierungsbedarf, so dass die Politiker nun Kosten und Nutzen abwägen müssen. Der Erhalt des Bermbacher Bads koste die Stadt jährlich rund 50.000 Euro. Den größten Anteil – rund 35.000 Euro – zahle die Stadt jener Firma, die sich um die Aufsicht kümmere. Via NNP-WT

Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) hat sich in den sozialen Netzwerken zum Freibad bekannt. „Auch wenn sich für die langfristige Perspektive die Frage und Möglichkeit einer grundhaften Sanierung stellen wird, so unternehmen der Förderverein und die Stadt Weilburg insbesondere mit dem Bauhof jedes Jahr sehr viel, um das alte Bad „ans Laufen“ zu bringen. Dafür möchte ich mich auch weiterhin einsetzen und habe bei unserem heutigen Termin meine Solidarität und Unterstützung dem Ortsvorsteher und dem Fördervereinsvorsitzenden versichert“, so der Bürgermeister.

Weitere Nachrichten

Der Ortsbeirat Ahlbach lehnt den Haushaltsentwurf ab, auch aus Enttäuschung, weil keine Mittel für das Bürgerhaus eingestellt sind. Rund 4,9 Millionen Euro will die Gemeinde Waldbrunn im kommenden Jahr investieren, dabei sind viele Investitionsprojekte der vergangenen Jahre bislang nicht realisiert.

Pressemitteilungen

Der Ausbau der Kreisstraße (K) 492 „Fussinger Weg und Kirchgasse“ in der Ortsdurchfahrt Lahr sowie die Erneuerung der Kreisstraße 492 zwischen Fussingen und Lahr sind fertiggestellt, die Kreisstraße wurde wieder freigegeben. Im Gewerbegebiet „Im Mergel“ in Ahlbach befindet sich ein Regenrückhaltebecken, um Regenwasser zurückzuhalten und gedrosselt in das örtliche Gewässersystem zu leiten, für die Bepflanzung investiert die Stadt 55.700 Euro.

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert