Michael Köberle – Nicht nur reden, sondern machen

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Am 28. Oktober kandidiert Michael Köberle für die CDU als Landratskandidat für den Landkreis Limburg-Weilburg. Er möchte die Nachfolge von Manfred Michel antreten. Dabei habe er nie in diese Richtung hingearbeitet, sondern es sei an ihn herangetragen worden. Nach einigem Überlegen war ihm klar, dass er den Bürgern ein Angebot machen möchte.

Michael Köberle baut gerne etwas auf. Und in seinen Augen ist das Leben viel zu kurz, um es einfach verstreichen zu lassen. Da er bereits beruflich mit sehr vielen verschiedenen Themen zu tun hatte, möchte er seine Erfahrungen nun gerne auf der kommunalen Ebene anwenden.

Wenn ich gewählt werde, engagiere ich mich

Der beim Hessischen Rundfunk tätige Bereichsleiter Betriebsmanagement kam er im Zuge der Wende in die CDU, wurde quasi reingezogen und war einige Jahre nur unterstützendes Mitglied. Weil er auf der Liste recht weit hinten stand und nicht befürchtete, gewählt zu werden, ließ er sich für den Ortsbeirat aufstellen. Doch durch kumulieren und panaschieren wurde er tatsächlich gewählt. Von 2001 bis 2008 war er dann im Ortsbeirat Eschhofen. „Wenn ich gewählt werden, dann engagiere ich mich auch“, so seine Einstellung, „und wenn ich etwas anfange, dann höre ich mittendrin auch nicht einfach auf.“ Ab 2007 war er Stadtverordneter und da zeitlich beides nicht möglich war, hörte er im Ortsbeirat auf. Seit 2015 ist er nun Stadtverordnetenvorsteher und seit 2016 Kreistagsmitglied sowie stellvertretener Kreistagsvorsitzender. Dabei habe er sich nie um Posten gerissen, sondern nahm sie an, wenn sie an ihn herangetragen wurden.

Kennenlernen der Region

Der Informationsfluss hat sich zu früher geändert. Holte sich der Bürger die Informationen früher aus der Zeitung und dem Fernsehen, sind heute andere Kanäle wichtig. Daher baute Köberle eine Homepage auf und bespielt regelmäßig die sozialen Kanäle Facebook und Instagram. Auf diesen kann ihn jeder auf seiner Tour durch den Landkreis begleiten. Jedes Wochenende ist er in einer anderen Kommune unterwegs, besucht die einzelnen Ortsteile, spricht mit den Menschen vor Ort aus Politik und dem Vereinswesen. „Ich lerne die verschiedenen Menschen kennen“, so Köberle. Und so spricht er vor Ort mit den Bürgern darüber, was sie bewegt. Dabei erlebt er auch Überraschungen: „Weinbach-Blessenbach hat richtig guten mobilen Datenempfang.“ Liest man hinterher seinen Blog, ist zu erkennen, wie hoch er das Ehrenamt in der Region schätzt. Und der Leser lernt selbst die Region nochmal kennen, denn Köberle rückt nicht sich als Kandidat in den Mittelpunkt, sondern die besuchten Orte. Und so erzählt er geschichtliches zu den Ortschaften, aber auch geographische Fakten und reißt auch mal Probleme an wie in Villmar die Problematik Umgang mit den Starkregenereignissen.

Nicht nur reden

Möchte er etwas anderes machen als Manfred Michel oder in seine Fußstapfen treten? „Ich bin Ingenieur und nicht Architekt“, lautet seine Antwort. Aber er zollt Michel großes Lob, er habe viel gemacht. Ihm ist es jetzt wichtig, Vertrauen aufzubauen. Und dann möchte er nicht nur reden, sondern auch machen. „Ich kann nicht nur über Arbeit reden, sondern muss auch selbst arbeiten“, so der Eschhöfer, „man darf nicht nur über Familie reden, sondern sollte auch selbst eine Familie haben.“ Und da kann der vierfache Familienvater sehr gut mitreden. Aber dies ist ihm wichtig: „Nicht nur reden, sondern auch anpacken.“ Für sich hat er dabei 16 Punkte definiert, die in der Region wichtig sind, um sie in die Zukunft zu führen. „Eine klare Vorstellung sowie Ziele sind wichtig.“ Für jeden hat er ein offenes Ohr. „Ich höre mir immer alles an, aber ich mache das, wovon ich auch überzeugt bin.“

Gestalten und die Menschen mitnehmen

In seiner beruflichen Laufbahn hat er bisher sein Umfeld immer selbst gestaltet und dies möchte er beibehalten. Dabei sagt er aber auch, dass er sich nichts beweisen muss. „Ich möchte mit den Menschen arbeiten und sie auf meinem Weg mitnehmen“, so Köberle. Ihm ist daran gelegen, keine Luftschlösser zu bauen, denn er bezeichnet sich selbst als Realisten und keinen Phantasten. Nur wenn die tägliche Gelegenheit beim Schopfe gepackt wird, könne am Ende etwas erreicht werden. Und dann sagt er noch etwas, dass ein wenig aufhorchen lässt: „Ich will kein Geld verbrennen, ohne dass etwas bei herumkommt.“ Da spricht wohl der Stadtverordnetenvorsitzende aus ihm.

Den Ruhepool findet er in seiner Familie, der Sonntag gehört ihr. Wenn er Zeit hat, fährt er mit seiner Familie Rad oder geht spazieren. Ihm ist bei aller öffentlichen Aufmerksamkeit auch wichtig, mit guten Freunden weiterhin Dinge zusammen zu unternehmen und nicht alles aus seinem Privatleben aufzugeben.

Michael Köberle ist einer von fünf Kandidaten, die am 28. Oktober für das Amt des Landrates kandidieren. Mehr über seine Ziele erfahrt ihr auf seiner Homepage sowie auf den sozialen Kanäle Facebook und Instagram.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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