Ministerpräsident Volker Bouffier spricht mit der Bürgerinitiative zur B8-Umgehung in Niederbrechen

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) kam mit der Bürgerinitiative zur B8-Umgehung in Niederbrechen ins Gespräch. Nachfolgend eine Pressemitteilung aus dem Büro des Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann zu diesem Besuch. 

Bei einem kurzfristig auf Einladung des heimischen Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann (CDU) anberaumten Durchfahrtsstopp in Niederbrechen zeigte sich Ministerpräsident Volker Bouffier beeindruckt. Er machte sich ein Bild von den umfangreichen Planungen und Überlegungen zu den beiden Objekten der Beseitigung des Bahnübergangs an der B8/L3022 und einhergehend damit zu einer Umgehung des OT Niederbrechen der Gemeinde Brechen.

Bürger ernst nehmen

„Ich werde Ihnen nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Was ich Ihnen allerdings verspreche ist, dass ich Sie ernst nehme“, begann der Ministerpräsident seine Ausführungen. Weiterhin verwies er darauf, dass es nicht wie oft behauptet an den erforderlichen Mitteln fehle, denn es würden Rekordinvestitionen in das Straßennetz getätigt mit der Sanierungsoffensive bis 2022 mit 580 Maßnahmen und rund 420 Millionen Euro für Landesstraßen, 1,1 Milliarden Euro für Brückenerneuerung und –sanierung und dem Ausbau aller sechs Autobahnkreuze im Rhein-Main-Gebiet mit einem Bauvolumen von 640 Millionen Euro“. Die Planungsmittel seien mehr als verdreifacht worden von 20 Millionen Euro im Jahr 2008 bis 67 Millionen Euro in diesem Jahr. Er verwies allerdings darauf, dass das Land immer noch die Planungsarbeiten schultern müsse und in dieser Hinsicht aktuell Probleme vorhanden seien, ausreichend Kapazitäten bei geeigneten Planungsbüros aufzutun

Mehrere Bürgerinitiativen zur B8-Umgehung

Die Bürgerinitiative und der heimische Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann, CDU, erläuterten gemeinsam mit Bürgermeister Frank Groos die Überlegungen und wiesen vor allem hinsichtlich der Umgehung darauf hin, dass man sich diesbezüglich in einem Boot befinde mit den Bürgerinitiativen zur B8-Umgehung des Limburger Ortsteils Lindenholzhausen sowie Bad Camberg und Waldems-Esch. In vielen gemeinsamen Initiativen habe man schon Vorstöße in Richtung der Landesverwaltung gemacht und hoffe nun auf eine baldige Aussage zu einer Zeitschiene der Umsetzung. „Es macht sicherlich Sinn, alle Umgehungsprojekte als Ganzes zu sehen und letztendlich eine Gesamtentlastung der B8-Anliegerkommunen zu erreichen“, fügte Abgeordneter Veyhelmann hinzu. Auch hätten nach seiner Aussage vor allem der Limburger Ortsteil Lindenholzhausen ebenso wie Niederbrechen unter dem häufigen Umleitungsverkehr und damit absoluter Überlastung bis zum Verkehrsstillstand bei Unfall- oder sonstigen Stauereignissen auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Bad Camberg und Limburg-Süd zu leiden.

Verlässliche zeitliche Perspektive

Die Bürgerinitiative bekräftigte abschließend gemeinsam mit MdL Veyhelmann und Bürgermeister Groos die Bitte, zumindest baldmöglichst mit einer verlässlichen zeitlichen Perspektive den Menschen in den betroffenen Gemeinden einen Fortschritt zu signalisieren. Hier sagte der Ministerpräsident zu, dass im Jahr 2020 eine Änderung der Lage zu erwarten sei, indem ein großer Teil an Planungsaufgaben an eine Bundesbehörde übergehe. Es würde dann auch eine Neupriorisierung der anstehenden Straßenbauprojekte vorgenommen und hierbei werde er die Gemeinde Niederbrechen nicht aus den Augen verlieren. Es mache keinen Sinn, in Bad Camberg zu bauen und evtl. Limburg-Lindenholzhausen anzugehen, ohne das Verbindungsstück in Niederbrechen zu berücksichtigen.

Auf dem Bild zu sehen sind v.l.n.r: Bürgermeister Frank Groos, BI Vorsitzender Heiko Ewald, Joachim Veyhelmann, MdL und Ministerpräsident Volker Bouffier (Fotograf: Christine von Münster)

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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