Mondfinsternis – das lange Warten

In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es die längste totale Mondfinsternis des Jahrhunderts. Da das Wetter hervorragend mitspielte und die Temperaturen sowieso nach draußen lockten, schauten viele Menschen gestern Abend gebannt in den Himmel. Und wer den blutroten Mond erblickte, war begeistert.

Doch bevor es so weit war, begann das große Warten. Die Faktenlage war klar: um 20.24 Uhr sollte die Mondfinsternis beginnen. Den Anfang würden wir verpassen, weil erst kurz nach 21 Uhr der Mond in der Region aufging. Ab 21.20 Uhr tauchte der Mond in den Schatten der Erde ein. Der Höhepunkt sollte um 22.22 Uhr sein. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Mond vollständig im Schatten der Erde.

Wo ist der Mond?

Viele haben sich gerichtet, um sich das Spektakel anzusehen – egal, ob von der heimischen Terrasse aus, vom Waldrand oder sogar auf dem Mensfelder Kopf. Kaum einer wollte das Highlight verpassen. Und dann ging die Fragerei los: Wo ist der Mond? Leuchtete der Himmel den ganzen Tag in einem strahlenden Blau, zog er sich gegen Abend zu und die Wolken befanden sich auch genau dort, wo der Mond vermutet wurde. Daher erschien er nur recht diesig am Himmel und die volle Leuchtkraft fehlte. Dennoch konnte gesehen werden, dass er leuchtend rot war. Interessant war es dies in den sozialen Netzwerken zu verfolgen, denn da wurde tatsächlich am häufigsten gefragt, wo sich der Mond denn befinde. Wie die einzelnen Phasen waren, könnt ihr nochmal nachlesen. Ich fand den Artikel auf Merkur sehr interessant dazu. Wer den Mond in voller Schönheit sehen wollte, hatte beim Livestream der NASA Gelegenheit dazu und die Bilder waren atemberaubend.

Was ist am Himmel los?

Während wir uns die Zeit mit Warten vertrieben und auch bei der Frage, wo sich was befindet, stießen wir [Achtung Werbung] auf die App SkyView Lite. Mit dieser könnt ihr in den Himmel schauen und sie zeigt euch genau an, welche Sterne am Himmel stehen, wo sich die Planeten befinden und wie sie am Himmel wandern. Bei den Sternzeichen werden sogar die Figuren eingezeichnet. Wir orteten mit dieser App auch den Standpunkt der ISS, aber hatten leider nicht das Glück, sie zu sehen. Vor allem den Kindern hat sie sehr viel Spaß gemacht. Damit lässt sich der Himmel neu entdecken.

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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