MP Armin Laschet in Elz – „Chance, dass CDU gewinnt“

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands besuchte die CDU Elz zu einem politischen Dämmerschoppen. Er forderte die Zuhörer auf, bis zum mit Argumenten zu werben.

„Jede Chance ist da, das die CDU weiter regieren kann“, so MP Laschet. Aber dafür müssten alle bis zuletzt mit den Argumenten werben und die Menschen bis zum Ende überzeugen. In den letzten Jahren gab es viele Erfolge, an die sich die Menschen gewöhnt haben. Sie sind selbstverständlich. Doch Laschet forderte die Zuhörer dazu auf, die Erfolge zu benennen und aufzuzeigen, was geleistet wurde.

Sicherheit, Bildung  und Wirtschaft

Drei Themen seien in Hessen wichtig – die Sicherheit, Bildung und Wirtschaft.
Hessen besitzt eine Aufklärungsquote von über 60 Prozent bei Straftaten und sei damit ein Vorreiter unter den Bundesländern. Dies habe eine sehr gute abschreckende Wirkung auf Straftäter, wenn diese wissen, dass Straftaten konsequent verfolgt werden. „Dies hätte keine Priorität unter rot-rot-grün“, so Laschet.
Die CDU ist für den Erhalt von Förderschulen und Inklusion. Hessen habe es gut gemacht, das mehrgliedrige Schulsystem zu erhalten und jedem nach seinem Talent einen Schulbesuch zu ermöglichen. „Unter rot-rot-grün schließen alle Förderschulen.“
Wirtschaftlich hängt viel mit der Digitalisierung zusammen. Große Unternehmen bevorzugen eine Ansiedlung im ländlichen Raum, wenn der Zugang zum schnellen Internet gegeben ist.
Die Landesregierung schaffe insgesamt die Voraussetzung für alle Bevölkerungsschichten. „Diese stehen nicht auf den Wahlplakaten, aber darauf sollten sie hinweisen“, so Laschet.

Früher sei die Politik einfacher gewesen, denn es gab weniger Parteien und es gab immer die Wahl zwischen entweder und oder. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Parteien haben sich verändert, es haben sich neue Parteien gegründet und in jedem Land gibt es eine andere Koalition. Daher entscheidet sich die Wahl an den Sachthemen  in einem Land. „Jedes Land hat seine eigenen Sachthemen und daher sind die Parteien in den Ländern nicht vergleichbar“, so Laschet weiter. Daher plädierte er für mehr Rationalität bei den Diskussionen. „Teilweise wird aggressiv argumentiert gegen jede Rationalität“, so der MP.

Blick nach Berlin

Doch auch diese Runde kam nicht ohne ein Blick nach Berlin aus. Zur Migrantenfrage meinte Laschet, dass die Leistung wichtig sein sollte und nicht die Herkunft, „wie beim Sport, wo die elf besten Männer auf dem Platz stehen.“ Prompt wurde er gefragt, ob denn in Berlin noch „die besten elf auf dem Platz stehen würden.“ Darauf wollte der Ministerpräsident aber nicht näher eingehen. Bisher sei einiges nicht so gut gelaufen. Aber die Koalition habe ein gutes Programm und er gehe davon aus, dass nach der Wahl am Sonntag Ruhe einkehrt und die Politiker in Berlin die Themen anpacken.
Auch Landtagskandidat Joachim Veyhelmann rief nochmal zur Wahl auf. „Wir brauchen eine 3 vor dem Komma, um eine verlässliche Regierung bilden zu können.“ Dabei ginge es jetzt nicht um Berlin. „Jedes Kreuz, welches aus Protest gemacht wird, kommt nicht in Berlin an, macht aber in Wiesbaden einiges kaputt.“

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.