MP Malu Dreyer – Ein frischer Wind für Hessen

Am Montagabend war Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz (SPD) bei der Limburger SPD, um die heiße Phase des Wahlkampfs einzuläuten. Sie sieht in der SPD Hessen einen frischen Wind, den dieses Land auch braucht, um voranzukommen. Ihre Aussagen ernteten viel Zustimmung und Applaus.

Als Malu Dreyer ins Thing kam, gab es langanhaltenden Applaus. Rund 100 Bürger kamen zur der Veranstaltung. Dies sei die Auftaktveranstaltung für die heiße Phase, so Tobias Eckert, MdL und Landtagskandidat für den Wahlkreis 22. Mit seinen Mitstreitern Viktoria Spiegelberg-Kamens, Landtagskandidatin Wahlkreis 21 sowie Landratskandidat Jörg Sauer möchte er mit den Bürgern ins Gespräch kommen und mit ihnen über Themen reden, was sie im Landkreis und in Hessen bewegt. „Nach 19 Jahren Opposition wollen wir unsere Ideen auch endlich umsetzen“, so Eckert. Er habe die neuen Plakate der CDU gesehen, auf denen stehen würde, es ginge um Bouffier. „Aber es geht nicht um Bouffier, es geht um Hessen!“, so sein Appell. Aber dies schaffen die Kandidaten nicht alleine, sondern nur gemeinsam. Malu Dreyer sei ein gern gesehener Gast, da der Brückenschlag zu Rheinland-Pfalz gar nicht so abwegig sei. „Wir haben viele Themen gemeinsam über die Landesgrenzen hinweg.“

Schweres Thema Mobilität

Malu Dreyer kam an dem Tag direkt aus Berlin und erlebte hautnah den Verkehr in Hessen mit. Sie sei verwundert gewesen, dass die SPD Hessen Mobilität zu ihrem Thema machte, aber „nach dem heutigen Tag ist mir so richtig klar geworden, dass dies ein bomben Thema ist“, auch wenn es ein schweres Thema sei. Wer es nicht selbst erlebt, könne sich gar nicht vorstellen, wie es ist, viel Zeit im Stau zu stehen oder in der ländlichen Region keine Alternative im Nahverkehr zu haben. „Hessen hat ein Problem mit der Mobilität“, so Dreyer.
Es gebe viel zu tun in Hessen und dazu benötige es eine neue Kraft mit frischen Ideen. Bouffier sei müde und die Grünen tragen diese Müdigkeit mit, so Dreyer. „Die SPD ist gut aufgestellt und hat eine reale Chance, den nächsten Ministerpräsidenten zu stellen“, war sie sich sicher.

Wohnen und Bildung

Auch das bezahlbare Wohnen sowie Bildung für alle von Anfang an seien sehr wichtige Themen. Das Wohnen sei nicht mehr bezahlbar und nicht immer haben die Menschen die Möglichkeit, in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben zu können. Und Thorsten Schäfer-Gümbel hätte einen guten Plan, bereits nach der Regierungsbildung das Thema anzupacken und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. In Rheinland-Pfalz gebe es bereits kostenlose Bildung von der Kita bis zur Hochschule und zum Meister. „Die soziale Gerechtigkeit beginnt bei der Bildung“, so die Ministerpräsidentin. Daher sollte jedem Kind, egal mit welchem Hintergrund, alle Möglichkeiten in der Bildung offen stehen. Und sie unterstrich ganz klar: „Das ist keine Frage des Geldes, sondern des politischen Willens.“ Sie erhielt viel Zustimmung von den Zuhörern.

Positives Feedback

Leider konnte ich nicht bis zum Ende bleiben und fragte heute nochmal bei Landtagskandidatin Viktoria Spiegelberg-Kamens nach. Sie berichtete von einem positiven Feedback von der ganzen Veranstaltung. In der anschließenden Podiumsdiskussion habe es noch Nachfragen zur Finanzierbarkeit gegeben. „Es hört sich immer nach Großprojekten an, doch die Umsetzung macht nur einen kleinen Teil des gesamten Haushaltes aus“, so Spiegelberg-Kamens. Es käme darauf an, wo die Prioritäten liegen und die haben nicht immer etwas mit Geld zu tun. Auch habe es eine Frage nach der Qualität gegeben. „Nur weil es kostenfrei ist, darf die Qualität nicht darunter leiden“, so die Kandidatin weiter. Aber es ist nicht einfach nur damit getan, dass pauschal für das Land etwas beschlossen wird, ohne auf die Unterschiede zwischen Stadt und Land zu schauen. Sie gehe mit einer positiven Stimmung aus der Veranstaltung.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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