Mühlgraben in Eschhofen mit zu wenig Wasser

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Die Anwohner am Mühlgraben in Eschhofen wissen nicht mehr weiter. Nach baulichen Maßnahmen am Emsbach fehlt dem Mühlgraben Wasser. Dies hat zur Folge, dass Fische sterben und es unangenehm riecht. 

Der Mühlgraben in Eschhofen ist ein kleiner Seitenarm des Emsbach. Früher führte er genügend Wasser mit sich, um eine Mühle am Laufen zu halten. Inzwischen ist er sehr stark zugewachsen und zum Teil nur noch ein kleines Rinnsal. Die Bewohner würden den Magistrat und die Stadt seit Jahren bitten, etwas an diesem Zustand zu ändern. Das Problem würde seit einigen Jahren bestehen, seit der Emsbach neu verrohrt wurde.

Wenig Wasser und Mückenplage

Vor Ort zeigten die Anwohner den Zustand des Mühlgraben. Früher konnten sie darin schwimmen, heute ist in dem Wasserlauf eine hohe Schicht Faulschlamm. Auch wenn ein großer Teil des Grabens über privates Gelände verläuft, liegen doch die Wasserrechte bei der Stadt und diese müsste sich um den Graben kümmern, so die Anwohner. Bei niedrigem Wasserstand finden die Fische keinen Weg zur Lahn und können oftmals nur noch tot herausgeholt werden. Zudem nimmt die Mückenplage zu. Auch würde der Faulschlamm zu einer argen Geruchsbelästigung führen. Ein Zustand, den die Anwohner so nicht mehr hinnehmen möchte.

Arbeiten am Graben

Auf Nachfrage bei der Stadt Limburg gab es von der Pressestelle folgende Auskunft: Das Tiefbauamt hat Ende des vergangenen Jahres den Fischaufstieg am ehemaligen Emsbachwehr der Kalteyer Mühle in der Gemarkung Eschhofen ertüchtigt. Die Arbeiten sind nach Erteilung der entsprechenden wasserrechtlichen Genehmigung und in Abstimmung mit den wasserwirtschaftlichen Fachbehörden durchgeführt worden. Hierbei wurde auch der Zulauf zum ehemaligen Mühlgraben, nachfolgend Betriebsgraben, neu konzipiert und angelegt.

Bereits in der Vergangenheit gab es in der Bevölkerung von Eschhofen und besonders bei den unmittelbar betroffenen Anliegern immer wieder Unmut, bezüglich die Speisung des Betriebsgraben durch den Emsbach. So ist es abhängig von der Witterung vorgekommen, dass der Betriebsgraben trocken gefallen ist, mit all den daraus entstehenden Nachteilen, wie Geruchsbelästigung.

Die Vorgaben der Fachbehörden waren bei der seinerzeitigen als auch bei der aktuellen Planung aber immer so angelegt, dass dem Wasserstand des Emsbach höchste Priorität eingeräumt worden ist. Dies deshalb, weil nur so die dauerhafte lineare Durchgängigkeit des Emsbaches zu gewährleisten ist und der Fischaufstieg ganzjährig aufrecht erhalten bleibt. Diesem untergeordnet ist deshalb auch die Einleitewassermenge in den Betriebsgraben. So ist es nach wie vor nicht auszuschließen, dass bei extremen Niedrigwasser im Emsbach, dem Betriebsgraben kein Wasser mehr zugeleitet wird.

Bei der letzten Besichtigung der Abzweigstelle Emsbach/Betriebsgraben konnte trotz des derzeit witterungsbedingten sehr niedrigen Wasserstandes im Emsbach immer noch ein, wenn auch geringer, Zulauf in den Betriebsgraben festgestellt werden. Durch die katastermäßig starke Einschränkung des Emsbachprofils und die damit einhergehende starke Eingrabung des Bachbettes, ist aber davon auszugehen, dass bei Regenfällen oder Gewitterniederschlägen der Wasserstand im Emsbach relativ schnell wieder ansteigen wird, was letztlich auch der Speisung des Betriebsgrabens zu Gute kommt.

Mühlgraben Eschhofen


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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