Neue EVLdrive Standorte in Limburger Stadtteilen

Die Spritpreise kennen aktuell nur eine Richtung – nach oben. Zudem konnte die Stadt Limburg nur knapp die Grenzwerte für die Stickoxide einhalten. Daher ist es seit Jahren ein Anliegen der Energieversorgung Limburg (EVL), die E-Mobilität in Limburg auszubauen. Neben fünf Standorten in der Stadt gibt es nun auch in den Stadtteilen Eschhofen, Linter und Lindenholzhausen die Möglichkeit zum E-Carsharing. Ziel ist es, dass alle Stadtteile von dieser Mobilität profitieren.

Das E-Carsharing der EVL sei ein wichtiger Bestandteil im Mobilitätskonzept der Stadt Limburg, um für bessere Luftwerte zu sorgen, so Bürgermeister Dr. Marius Hahn bei der Vorstellung des erweiterten Angebotes. Vor allem für Zweit- und Drittwagen, welche sowieso zu 90 Prozent nur stehen, sei das EVLdrive eine echte Alternative.

Unschlagbares Angebot

Für Gert Vieweg, Geschäftsführer der EVL, ist das E-Carsharing innerhalb von einem Radius von 50 Kilometern eine unschlagbare Alternative zum eigenen PKW sowie dem ÖPNV, denn an diese Preise kommen die anderen Angebote nicht heran. Mit den neuen Standorten hat die EVL nun 15 Autos im E-Carsharing-Fuhrpark, welche eine Auslastung von über 60 Prozent haben. Dies ist optimal für ein solches Auto, denn nachts stehe es meistens still, so Peter Spöhrer, zuständig für den Bereich E-Mobilität. Gerade auch ältere Mitbürger würden dieses Angebot nutzen und ihr Auto verkaufen. Im Frühjahr sind in der Stadt noch Standorte für Vespa-Roller geplant sowie ein Standort für E-Carsharing am Campingplatz. Zudem plant die EVL Schnellladesäulen mit 50 kW im Stadtgebiet.

“Größere Städte haben nicht so eine gute Struktur wie wir”, zeigte sich der Bürgermeister stolz, “bundesweit sind wir damit ganz weit vorne.” Vor knapp vier Jahren begann die EVL mit der Ausweitung der E-Mobilität in Limburg und den Stadtteilen. Und es wird sehr gut angenommen, denn es ist eine willkommene Alternative in Sachen Fortbewegung.

Das stationsbasierte E-Carsharing ist nur eines der umweltfreundlichen Produkte, welches die EVL in ihrem Portfolio hat. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen möchte die EVL eine positive Umweltbilanz unterstützen. Durch den Ausbau der Strukturen gibt es die Möglichkeit, ein E-Auto zu leihen am Schulplatz in Eschhofen, in der Jahnstraße in Linter sowie am Festplatz in Lindenholzhausen. Je nach dem, wie diese Angebote wahrgenommen werden, hat die EVL die Möglichkeit, pro Standort ein weiteres EVL-Auto zu stationieren. Zusätzlich kommen an den Standorten öffentliche Ladesäulen mit zwei Ladepunkten und elf kW Ladeleistung pro Standort für die privaten E-Autofahrenden hinzu.

Per Smartphone buchen

Das stationsbasierte E-Carsharing können die Kunden ganz bequem mit dem Smartphone nutzen. Dabei lässt sich das Auto nur mit dem Handy nutzen, über welches es gebucht wurde. Im Auto befinden sich der Schlüssel sowie Tankkarten, wenn das Auto unterwegs nachgeladen werden muss. Jeder ab 21 Jahre darf das Angebot nutzen. Über das Navigationsgerät sind die Standorte zum Laden des Autos abrufbar.

Die Nutzer bringen das Auto nach dem Ausleihen an die Station zurück, an der sie gestartet sind. Bis zu einem viertel Jahr im Voraus kann der Autofahrende ein E-Auto buchen. Bei der Registrierung in der App “MOQO” erfolgt eine Führerscheinkontrolle und die Aufnahme personenbezogener Daten. Die Preise werden nach Stunden berechnet, wobei es auch Tages- und Wochenendpakete gibt.

Mehr zum Thema findet ihr auf der Seite der EVL.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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