Oldtimertraktoren und Dampfmaschinen bei dem Traktorclub „Ackerkralle“

Am Wochenende verwandelte sich Niedertiefenbach in ein Mekka für Freunde von Oldtimertraktoren und Dampfmaschinen. Neben vielen Fahrzeugen unterschiedlichen Alters gab es viele Einblicke in die Landwirtschaft und Arbeitsweisen von früher. Für Groß und Klein ein toller Spaß.

Alle zwei Jahre lädt der Traktorclub „Ackerkralle“ zu seiner großen Oldtimertraktoren- und Dampfmaschinenschau nach Niedertiefenbach ein. Dabei gibt es die Maschinen nicht nur zu bewundern, sondern die meisten von ihnen sind noch funktionsfähig und können vorgeführt werden.

Spaß für Groß und Klein

Die Besucher konnten staunen, aber auch selbst anpacken. So erhielten sie Einblicke in die Seilerei aus Stroh, durften bei den Traktoren unter die Haube schauen oder auch mal mit einem Traktor mitfahren. Auf dem riesen Gelände gab es viel zu entdecken. Erste Impressionen erhaltet ihr in der Fotostrecke. Einen ausführlichen Bericht gibt es die Tage in der NNP.
Sehr imposant auf dem Gelände waren die zwei riesigen Hallen, in denen die Besucher essen konnten und abends zu Livemusik aufgespielt wurde. Bei diesen Hallen handelt es sich um das zukünftige Agritechnikum, wo die Traktorfreunde ihre Maschinen ausstellen möchten.

Agritechnikum

Die Idee zum Agritechnikum gibt es schon einige Jahre. Der Traktorclub hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Erbe der Landwirtschaft zu präsentieren. Die Idee nach einem einheitlichen Unterstellplatz bestand seit der Gründung des Traktorclubs 1985, so Präsident Robert Geyer. Seit der Gründung hatte der Verein verschiedene Unterstellmöglichkeiten in Frickhofen und Steeden bis sie ein landwirtschaftliches Grundstück am Rande von Niedertiefenbach erwerben konnten. Auf diesem Grundstück befand sich eine alte Scheune, welche die Traktorfreunde mit erwarben und zum späteren Besucherzentrum ausbauten. Die Überlegungen gingen dahin, dass die Maschinen, welche der Verein anschafft, auch beim Verein bleiben, auch wenn Mitglieder austreten, so Geyer weiter. Und so befinden sich im Vereinsbesitz derzeit rund 100 landwirtschaftliche und historische Maschinen, die alle noch funktionstüchtig sind. „Die Geräte, die wir haben, sollen nicht nur rumstehen, sondern auch vorgeführt werden“, so Geyer. Um dies zu ermöglichen, wurde des Agritechnikum erbaut.

Riesen Projekt für einen kleinen Verein

Es ist ein riesen Projekt für einen kleinen Verein mit seinen 167 Mitgliedern. Bisher wurden 450.000 Euro für dieses Projekt ausgegeben. Vom Amt für Landwirtschaft gab es Zuschüsse von 30.000 Euro und von der Gemeinde Beselich von 40.000 Euro. Auch private Spenden sammelte der Club. Um die restlichen Kosten stemmen zu können, hat der Traktorclub einen Kredit aufgenommen. Entstanden sind bisher zwei große Hallen mit einer Fläche von 1050 Quadratmetern. Zudem wurde die alte Scheune ausgebaut. „Wir hätten gerne noch eine dritte Halle, doch dies scheitert derzeit an der Finanzierung“, so Geyer.

Eine Möglichkeit der Finanzierung ist eben auch das alle zwei Jahre stattfindende Fest, zudem die „Ackerkralle“ nicht nur ihre eigenen Fahrzeuge präsentiert, sondern auch viele tolle Fahrzeuge im  großen Fahrerlager zu sehen sind. Der Besuch hat sich auf alle Fälle gelohnt.

Unterstütze mich auf Steady

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.