Ortsbeirat gegen Grabsteine aus Kinderarbeit

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Der Ortsbeirat Kernstadt Limburg spricht sich gegen die Setzung von Grabsteinen aus, welche durch ausbeuterische Kinderarbeit entstanden sind. Dies soll von der Verwaltung in die Friedhofssatzung aufgenommen werden. 

Das Land Hessen hat letztes Jahr ein neues Friedhofs- und Bestattungsgesetz verabschiedet, welches seit dem 1. März 2019 gültig ist. Eine wesentliche Änderung darin ist, dass die Kommunen zukünftig in der Lage sind, das Aufstellen von Grabsteinen sowie Grabeinfassungen aus Kinderarbeit zu verbieten. Dies nahm die CDU-Fraktion zum Anlass einen Antrag in den Ortsbeirat Kernstadt einzubringen. Die Verwaltung soll gebeten werden, die Friedhofssatzung der Stadt dahingehend zu ändern, das Grabsteine, welche durch ausbeuterische Kinderarbeit gefertigt wurden, nicht mehr zuzulassen. Das Unternehmen, welches einen Grabstein setzt, muss nachweisen, dass der Grabstein ohne schlimmste Formen der Kinderarbeit hergestellt wurde. Der Ortsbeirat stimmte diesem Antrag einstimmig zu.

Hintergrund

Wer glaubt, dass Grabsteine von den Steinmetzen immer hier vor Ort gefertigt werden, liegt leider falsch. Der Großteil der Natursteine für Gräber kommt aus indischen Steinbrüchen. Dort würden häufig Kinder unter den unmenschlichsten Bedingungen die Steine schlagen und bearbeiten. Die Kommunen können nun durch das neue Gesetz bestimmen, dass lückenlose Zertifikate zu einem Grabstein vorgelegt werden. Damit findet keine Unterstützung mehr dieser ausbeuterischen Kinderarbeit statt.

Weiterer Bericht zum Nachlesen aus der Frankfurter Rundschau vom 16. Februar


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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