Parkplatz am Schwimmbad sanieren und effizienter nutzen

Nachdem die Gemeindevertretung beschlossen hat, den Eingangsbereich am Elzer Freibad schöner zu gestalten, möchte die Bürgerliste Bürger für Elz auch den Parkplatz angehen. Mit einer Photovoltaik-Überdachung soll die Fläche zudem effizienter genutzt werden. Weitere Themen waren Schulwegsicherung, Tempobeschränkungen sowie Straßenmaßnahmen, die nicht gehen. 

Die ersten Schritte zur Neugestaltung des Eingangsbereiches des Elzer Schwimmbades sind bereits gelaufen. Weitere folgen im Herbst. Nun wünscht sich die Bürgerliste ebenfalls einen schön gestalteten Parkplatz. Sein jetziges Auftreten widerspreche dem schön gemachten Freibad. Der Parkplatz sei das absolute Gegenteil zum Freibad und es sehe auch nicht schön aus, wenn die Firmen diesen zur Lagerung ihrer Baumaterialien nutzen, so Heiner Egenolf in seiner Begründung.

Kontrolliertes Parken

Die Bürgerliste wünscht sich einen mit Pflaster versehenen Parkplatz mit eingezeichnetes Parkflächen. Diese vermeiden bei hohem Andrang ein wildes Parken auf dem Platz. Zudem solle die Verwaltung prüfen, ob die gesamte Fläche oder eine Teilfläche mit Solarpanelen überdacht werden kann. Dies sei ein weiterer Schritt hin zur Klimaneutralität und passe zur Gemeinde als Klimakommune. Zudem sei zu prüfen, ob neben der Einspeisung in das Stromnetz auch Ladesäulen für E-Bikes und – Autos integriert werden können. Durch die Kombination von Klimaschutz sowie Verschattung sei dies ein förderwürdiges Projekt. Aus dem Ältestenrat kam das Signal, diesen Antrag in den Bauausschuss zu verweisen und weitere freie Flächen in der Gemeinde für eine PV-Überdachung zu prüfen.

Frank Zei, SPD, hatte eine Anmerkung zum Projekt. Vor einigen Jahren haben die Gemeindevertreter darüber diskutiert, ob der Parkplatz als Baufläche ausgewiesen wird und am Schwimmbad entlang auf der Wiese ein neuer Parkplatz entstehen soll. Ein Teil der Wiese gehört bereits der Gemeinde und der Inhaber der restlichen Wiese sei bereit, diese an die Gemeinde abzutreten. Zei regte an, diese Gedanken in die Überlegungen mit einzubeziehen. Zudem wünscht er sich eine Zugangsbeschränkung für die Fläche. Immer wieder werden Sperrmüllsammler beobachtet, die ihren Sperrmüll dort oben sortieren und den Rest liegen lassen. Der Bauhof muss diesen Müll dann wegräumen. Eine Zugangsbeschränkung verhindere diese illegale Müllentsorgung.

Zum Lagern von Baumaterialien wandte Bürgermeister Horst Kaiser ein, dass der Parkplatz nur vier Monate im Jahr genutzt wird. Er sei froh, den Firmen Zwischenlagerungen für den Bauschutt anbieten zu können. Da gebe es in Elz nicht mehr viele Flächen. Beate Seibert-Simon merkte noch an, dass bei allen Planungen mitgedacht wird, dass sich am Hang Wohnhäuser befinden. Bereits erleben sie bei Starkregen, dass von oben Wassermassen nach unten fließen. Darauf sollen alle bei einer Neugestaltung achten.

Maßnahmen zur Verkehrssicherheit

Ganz viele Punkte drehten sich darum, dass die Parlamentarier sich mehr Verkehrssicherheit in Elz wünschen.

So fragte Ayse-Seher Kaplan nach, wann die verkehrsberuhigte Zone im Fleckenberg I eingerichtet werde. Immerhin sei der Beschluss schon sechseinhalb Jahre alt. Kaiser erwiderte, dass eine Prüfung mit der Polizei stattfand. Es handelt sich um keinen zentralen Bereich der Gemeinde, es gebe keinen hohen Fußgängerverkehr. Daher sei die Tempo-30-Regelung völlig ausreichend. Es sei noch nie was im Wohngebiet passiert und es gab auch keine Beschwerden von Eltern, die zum Kindergarten am Musikantenring fahren. Er als Verkehrsbehörde der Gemeinde werde keine weiteren Regelungen treffen. Wenn sich alle an die Regeln halten würden, die gelten, sehe er keine Probleme. Auch ein Nachfragen führte zu keiner Änderung der Meinung.

Auch gab es den Wunsch, auf der Hadamarer Straße in Höhe der Bushaltestelle einen Zebrastreifen oder eine Querungshilfe zu installieren. Zählungen von Hessen Mobil ergaben jedoch zu geringe Fußgängerbewegungen, um da etwas zu realisieren. Positive Neuigkeiten gab es für die Weberstraße. Diese habe seit kurzem nachts 30 km/h. Tagsüber kommt es kaum zu Geschwindigkeitsüberschreitungen, aber in der Nacht. Daher stellte die Gemeinde den Antrag, zwei Radarsäulen zu installieren. Da warte man auf Antwort, so der Bürgermeister. Bei einer Querungshilfe im Ortsteil Malmeneich sieht Kaiser keinen Handlungsbedarf.

Die CDU stellte den Antrag, die vorliegenden Konzepte der sicheren Schulwege zu prüfen und zu aktualisieren. Das Mobilitätsverhalten ändere sich. Daher muss die Verwaltung solche Konzepte anpassen. Applaus gab es für die Aussage von Thomas Lang, SPD. Er findet es schön, dass die “CDU einsieht, dass die Schulwegsicherung kommunale Aufgabe sei.” Als SPD seien sie ja schon länger am Thema dran. Und auch Heiner Egenolf, Bürgerliste, freut sich, dass da endlich etwas passiert.

Weiteres Thema in der Gemeindevertretung war ein Smart City Konzept für die Gemeinde.

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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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