Peter Blum – Angefangene Projekte weiterführen und beenden

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Seit sechs Jahren ist der Lahrer Peter Blum Bürgermeister in Waldbrunn und tritt nun erneut an, um seine begonnenen Projekte weiterzuführen und sich weiterhin dafür einzusetzen, dass Waldbrunn eine lebenswerte Kommune bleibt.

Peter Blum habe in den letzten Jahren mit der Verwaltung und den Gemeindevertretern hart gearbeitet, um Waldbrunn voranzubringen. Und dies sei nicht sehr einfach gewesen, wo er mit einem nicht genehmigten Haushalt starten musste. „Es war schwer, aus dieser Situation herauszukommen“, erinnert sich Blum. Und sein erster Haushalt ging dann direkt einher mit einer Anpassung der Steuersätze sowie Einsparungen bei den freiwilligen Leistungen. Inzwischen kann die Gemeinde auf einen besseren Haushalt blicken. In den letzten Jahren gab es Überschüsse, Altfehlbeträge von knapp 5,5 Millionen Euro konnten abgebaut werden und die Kassenkredite von 2 Millionen auf 0 gesenkt werden.

Straßenbeiträge und Jugendpflege

Bereits im letzten Wahlkampf waren wiederkehrende Straßenbeiträge Thema gewesen und zum 01. Januar 2019 wurde die Satzung für wiederkehrende Straßenbeiträge in Kraft gesetzt. „In den letzten Jahrzehnten wurde zu wenig an den Straßen gemacht, um die Anlieger nicht zu hoch zu belasten“, so Blum, „doch nun ist es eine gerechtere Verteilung.“ Ein weiteres langwieriges Projekt, welches „viele Nerven“ gekostet hat, ist die Mehrzweckhalle Lahr, welche inzwischen in einem engen Finanzrahmen von einer Sporthalle zu einer Mehrzweckhalle umgebaut wurde. Auch wurden jährlich Schlaglochprogramme durchgeführt und die Straßenbeleuchtung schrittweise auf LED umgestellt.

Ein Thema war auch die Jugendpflege in Waldbrunn. Es war nur eine 50 Prozent Stelle ausgeschrieben und es war schwierig, dafür Kandidaten zu finden. Doch er habe sich dafür eingesetzt, dass eine 100-Prozent-Stelle geschaffen wurde. Dem stimmten die Gemeindevertreter im letzten Haushalt zu und wenn dieser genehmigt wird, kann die Stelle ausgeschrieben werde. Diese bestünde dann zu 50 Prozent Jugendpflege und 50 Prozent Schulsozialarbeit. Bis auf Ellar gibt es in allen Ortsteilen Jugendräume und auch für Ellar soll jetzt einer umgesetzt werden. Er habe zudem die Infrastruktur im Gewerbebereich, wie beispielsweise mit dem Neubau des REWE-Marktes und des Gewerbegebiets Ellar für die heimischen Firmen sowie die Familienfreundlichkeit wie durch die Schaffung einer Kita-Waldgruppe und der Eröffnung einer weiteren Krippengruppe in Hausen vorangetrieben und bedarfsgerecht ausgebaut.

An begonnene Projekte anknüpfen

Daran möchte er anknüpfen und begonnene Projekte weiter vorantreiben. So soll in Fussingen eine Senioren-Wohnanlage mit allen Betreuungsformen sowie der Möglichkeit zum selbständigen Wohnen entstehen. Er muss zugeben, dass die Straßen noch immer das bewegende Thema in der Kommune sind und die sollen angegangen werden. Parallel dazu soll beim Straßenbau auch die Vorbereitungen für Glasfaseranschlüsse mit entsprechenden Leitungen getroffen werden, damit diese dann später nicht nochmal aufgerissen werden müssen.

In der Gemeindevertretung gab es zwar keine Mehrheit für die „Digitale Dorflinde“, aber er möchte dies nicht aus dem Blick verlieren. Und ein großes Thema möchte er gerne im Auge behalten – die Entwickung der Dorfkerne. „Was passiert mit unseren Dorfkernen? Wie können wir die Lebensqualität im Ortskern erhalten?“ Er könne sich vorstellen, dass Waldbrunn am Dorfentwicklungsprogramm IKEK teilnimmt. Auch würde er gerne ein Bürgerforum Energie bilden, um ergebnisoffen darüber zu diskutieren, wo „wir als Kommune hinwollen“ Zum Thema Windkraft hat er eine klare Meinung: „Ich bin Windkraftbefürworter im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben.“ Und er sieht die Zukunft in den erneuerbaren Energien. Jedoch wird er sich, bei einer Entscheidung durch die Bürger, egal wie diese ausfällt, dafür einsetzen, dass der Bürgerwille umgesetzt wird.

Gute Zusammenarbeit mit den Parteien

Auch wenn die Parteien sich für einen gemeinsamen Kandidaten entschieden haben, setzt er auch weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit. Er sei unvoreingenommen gegenüber jedem und das gemeinsame Ziel sei für alle Waldbrunn. Daher tritt er auch mit dem Slogan an „Ein Waldbrunner für Waldbrunn“. Die Bürger müssen am 1. März entscheiden, wer der zukünftige Bürgermeister sein soll. Aber er hat auch Wünsche, falls er wiedergewählt wird. „Ich würde mir eine offenere Kommunikation mit den politischen Vertretern wünschen, auch vor den gestellten Anfragen.“ Bereits im Vorfeld könnten Dinge geklärt und aufeinander zugegangen werden. Und er würde sich wünschen, dass die Gemeindevertreter real einschätzen, welche Erwartungen an eine kleine Verwaltung gestellt werden können. Ein Anfang wäre es, sich auf die Pflichtaufgaben der Kommune zu konzentrieren und diese umzusetzen. Trotzdem wurden viele Projekte mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern umgesetzt und auch das möchte Blum weiter fortsetzen.

Rückblickend ist er der Meinung, dass er in den letzten Jahren mit seinen Aufgaben gewachsen ist und er musste lernen, dass manche Projekte eben dauern. Nun möchte er weiter für die Gemeinde wirken und diese weiter voranbringen.

Mehr zu Peter Blum und seinem Programm erfahrt ihr auf seiner Seite.

Mehr zu den Bürgermeisterkandidaten erfahrt ihr hier.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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