Petri Heil und Tanzalarm – Kappensitzung beim KV Niederhadamar

Teilen erwünscht

Zu einer temporeichen Sitzung hat der KV Niederhadamar in die Halle der Glasfachschule eingeladen. Kurzweilig mit viel Klamauk präsentierte der Elferrat sein Programm, moderiert von Sitzungspräsidentin Ann-Katrin Siegel. 

Direkt zu Beginn gab es hoheitlichen Besuch bei der KV Niederhadamar. Prinzessin Antonia I. aus Langendernbach machte mit ihrem Hofstaat ihre Aufwartung und die Narren zum Umzug an Fastnachtssonntag ein. Ihr sei zwar bewusst, dass der Verein wohl in Diez beim Dreierbundzug sein wird, aber vielleicht haben doch einige Zeit, auch in den Westerwald zu kommen. Präsident Frank Opper hat sich auch Gedanken gemacht und konnte der Prinzessin direkt eine Lösung präsentieren. Mannebach wird aufgeteilt. Alle, die im Osten des Dorfes wohnen, gehen nach Diez und alle, die im Westen wohnen, gehen nach Langendernbach. Doch die Prinzessin war nicht der einzige adlige Besuch. Auch Prinz Frank I. von Diez kam vorbei, um den Narren seine Grüße zu überbringen.

Scharfer Blick auf die Politik

Nicht mehr aus Mannebach wegzudenken ist der Chroniker Jürgen Fritsche. Mit einem scharfen Blick nimmt er die Politik in Deutschland wie auch in der Welt auseinander. Mit feinen Pointen zeigt er manchmal den Irrsinn der Politik auf und ist mit seinem Witz sehr nah an der Realität. Fein versteckt auch kritische Töne, wie dieser, dass Anstand und Respekt im Internet „längst unbekannt verzogen sind“ oder „wann ist natürliche Intelligenz out geworden“. Immer wieder sehr erheiternd, wie er das vergangene Geschehen mit eigenen Worten wiedergibt.

Aber auch das Alltägliche kam nicht zur kurz auf der Bühne. Christof Braun als Angler und Frank Opper als Jäger fachsimpelten im Jäger- und Anglerlatein. Leider war ihnen der Erfolg nicht gegönnt. Christof holte alte Hüte und Bettlaken aus dem Wasser, während man bei Frank vorsichtig sein sollte, nicht mit Wild verwechselt zu werden. Und was alles in ein einfaches „mmmhhhmmm“ hineininterpretiert werden kann, zeigten sehr amüsant Karin Friedrich und Jochen Langel. Sie interpretierte in diese kleine Silbe Vorwürfe an ihrem Lebensstil und ihrer Figur, während er wohl einfach nur seine Ruhe haben wollte.

Stammtisch der Patronate

Pfarrer Andreas Fuchs darf auf den Fastnachtsbühnen nicht fehlen. Er trat als Brückenheiliger St. Nepomuk auf, welcher alle Heiligen der Pfarreien der neuen großen Pfarrei zum Stammtisch lud und Einblicke gab, wie die Patrone alle ihre Heiligkeit erlangten. Bei diesen Kuriositäten aus der Stammtischrunde blieb kein Auge trocken.

Dazwischen gab es sehr viel Musik und Tanz. Die kleinsten Gardetänzerinnen begeisterten das Publikum, ebenso die größeren Funkenmariechen. Einige Lacher gab es bei der Miniplaybackshow des Nachwuchses, die mit „Verdammt ich lieb dich“ oder „Ich bin ein Dorfkind“ das Publikum zum mitmachen bewegten. Dass die Großen dem im nichts nachstehen, zeigten die Männer des Elferrates bei ihrer Playbackshow. Sie ließen Clint Eastwood und Bully Herbig, aber auch die Backstreet Boys auf das Publikum los. Die Damen des Elferrates präsentierten einen Indiandertanz und noch ein Medley aus den Sixties.

Willkommen im Traumschiff

Ein Höhepunkt ist jedes Jahr der Auftritt der Wambachlerchen aus Hundsangen. Diese nahmen die Narren in diesem Jahr mit auf eine Reise mit dem Traumschiff. Neben der sexy Stewardess und dem etwas verpeilten Kapitän durfte auch der schwule Steward und der lüsterne Bordarzt nicht fehlen. Viele Klischees wurden bedient. Mit an Bord Greta Thunberg und ihre Mutter, welche sich für den Klimaschutz einsetzten, denn „die Erde hat Fieber, da muss man was machen.“ Aber auch Boris Johnson und Ursual von der Leyen gaben sich die Ehre. Die einzige Reaktion auf den Brexit sei doch, dass Europa weiterhin zusammenhält, wo es doch jetzt 70 Jahre Frieden gab.

Ein Feuerwerk an Klamauk, Gesang und Narretei machte den Besuchern sehr viel Spaß. Nachfolgend habe ich einige Impressionen von dem Abend für euch. Wenn euch diese gefallen, würde ich mich freuen, wenn ihr mir symbolisch einen Kaffee spendiert.


Teilen erwünscht

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.