Pfadfinder bringen Friedenslicht nach Elz

Auch wenn durch Corona das Zusammenkommen schwierig ist, so haben die Pfadfinder Johannes Opilio de Elss wie jedes Jahr das Friedenslicht nach Elz gebracht. BIs zu den Weihnachtsfeiertagen kann sich jeder sein Friedenslicht vor dem Seniorenwohnzentrum in der Schulstraße entzünden. 

Für Tobias Viehmann ist es eine Tradition, dass Friedenslicht nach Elz zu bringen. Seit 2004 holen die Pfadfinder das Friedenslicht nach Elz, seit 2009 kommt es immer zum SWZ. Vor Corona fand ein Gottesdienst im SWZ statt, im Rahmen dessen es weitergegeben wurde. Das war die letzten beiden Jahre nicht möglich. Denn ist sich Tobias Viehmann sicher, dass die Menschen darauf warten. “Das Friedenslicht nach Elz zu holen, ist nicht nur ein Highlight für uns, sondern auch für die Bewohner im SWZ”, weiß er zu berichten, “ich möchte gerne das Friedenslicht mit den Menschen teilen, die nicht so mobil sind.” Damit das Licht nicht erlischt, hat er drei Kerzen in einem Eimer mit Sand gefüllt, transportiert. Und als er nach Elz kam, habe er das Licht schon fleißig in der Nachbarschaft verteilt.

Friedenslicht aus Bethlehem

Das Friedenslicht kommt aus Bethlehem. Mit dem Flugzeug gelangt es nach Wien, von wo die erste große Aussendung nach Europa stattfindet. Tobias Viehmann hat das Licht schon an verschiedenen Orten abgeholt. Die Pfadfinder nahmen bereits zu einem Aussendungsgottesdienst in Fulda teil und Köln. Auf der Seite vom Friedenslicht ist zu sehen, wo es geholt werden kann. Diesmal haben sie es in der Nähe von Neuwied abgeholt. Zu spät haben sie gesehen, dass das Friedenslicht auch Pause auf der Raststätte Limburg-Nord gemacht hat.

Diese Geste des Friedenslichtes gibt es seit 1986. Ein Kind entzündet das Licht in Bethlehem. Am 3. Advent wird das Licht in Deutschland verteilt. Die Idee entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF). Inzwischen zieht sich diese Idee über ganz Euro. Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Seit 1993 gibt es diese Geste auch in Deutschland auf Initiative der Pfadfinderverbände. Jedes Jahr gibt es ein Motto für diese Aktion. In diesem Jahr lautet das Motto “Friedensnetz – ein Licht, das alles verbindet”.

Auch Bischof Georg Bätzing war unterwegs, um das Friedenslicht auszusenden. Er gestaltete den Aussendungsgottesdienst in Bonames in der Kirche St. Bonifatius im Frankfurter Norden mit. Von dort aus wurde das Licht ins Bistum ausgesendet. Und der Bischof meinte, wenn man von oben auf die Erde schauen würde, dann sehe man durch das Friedenslicht ein “Netz aus Licht und Wärme” (Quelle Bistum Limburg)

v.l. Tobias Viehamnn, Yannic und Laurin haben das Friedenslicht nach Elz gebracht

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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