PM JU Landkreis – Junge Union informiert sich über Herausforderungen der Landwirtschaft

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Die Junge Union besichtigte zwei landwirtschaftliche Betriebe, um sich über die Herausforderungen der Landwirtschaft zu informieren. Dabei ging es auch darum, Vorurteile abzubauen und das Bewusstsein für ökologische Themen zu schärfen. 

Die Junge Union (JU) Limburg-Weilburg besichtigte zwei landwirtschaftliche Betriebe im Goldenen Grund und traf sich mit dem Verein für Landwirtschaftliche Fortbildung im Nassauer Land. Die Jungpolitiker informierten sich über die aktuellen technischen Entwicklungen in der Landwirtschaft und tauschten sich mit den Experten vor Ort über die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen aus, die derzeit im Agrarbereich diskutiert werden.

Ein erstes Resümee dieses Besuches:

  • die Sauberkeit der Ställe überraschte
  • die Intensität beim Pflanzenschutz und der Düngung wird untersucht
  • ein Mix aus konventioneller und Bio-Landwirtschaft ist sinnvoll

Besichtigung des Schweinezuchtbetriebes Hepp

Die Besichtigungstour begann auf dem Wirtshäuser Hof in Hünfelden-Dauborn, wo die Familie Hepp ihren Betrieb mit rund 450 Zuchtsauen führt. Sie gewährte einen Einblick in die Schweinezucht gewährte. Die jungen Christdemokraten zeigten sich von der Sauberkeit der Ställe überrascht, da medial oftmals ein anderes Bild suggeriert wird. Gleichzeitig wurde aus Sicht eines Landwirtes geschildert, gegen welche Vorurteile man ankämpfen muss. So gebe es zum Beispiel Kritik am Kastenstand-System und den Abferkelbuchten, bei dem die Muttersau für 32 Tage in einem Kastengestell fixiert wird. Dabei muss bedacht werden, dass dieses System letztlich dazu dient, dass die Muttersau die jungen Ferkel nicht erdrückt. Diese Vorrichtung schütze somit das Leben von kleinen Ferkeln. Statistisch sei dies auch mehrfach nachgewiesen.

Bei dem Treffen wurde aus Sicht der Teilnehmenden deutlich, dass bei Regulierungen, Vorschriften und Gesetzesinitiativen kein deutscher Alleingang angestrebt werden sollte. Auf europäischer Ebene müssen einheitliche Standards formuliert werden. Andernfalls würde man den Agrar-Standort Deutschland schwächen. Gleichzeitig würden die Tiere, die dann hier in dieser Art und Weise nicht mehr gehalten werden dürften, aus anderen europäischen Ländern importiert, in denen die Tierschutzbedingungen deutlich schlechter sind als in Deutschland.

Treffen mit dem Verein für Landwirtschaftliche Fortbildung

Im Anschluss schaute sich die JU die Feldversuche des Vereins für Landwirtschaftliche Fortbildung im Nassauer Land an. Mit Hilfe dieser Versuchsfelder wird untersucht, welche Raps- und Getreidesorten in der Region unter den gegebenen Standort- und Witterungseinflüssen am besten wachsen. Zusätzlich wird geprüft, welche Intensität beim Pflanzenschutz und der Düngung notwendig und sinnvoll ist. Je nach Getreideart und je nach Boden, auf dem diese angebaut wird, werden deutliche Unterschiede in den genannten Kriterien und somit letztlich im Ertrag, als auch im Aufwand, festgestellt.

Der Ackerbau war auch das Thema bei der anschließenden Besichtigung des Ackerbau- & Dienstleistungsbetriebes Farmservice Wagner in Hünfelden-Dauborn. Hier wurde erläutert, dass es eines ausgewogenen Mix aus konventioneller und Bio-Landwirtschaft bedarf, um zum einen eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten, die gleichermaßen eine globale Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung mit sich bringt. So wird weiterhin die hohe Qualität der Nahrungsmittel gewährleistet. Ebenso muss es den deutschen Landwirten unter diesen Vorgaben möglich sein, die Herausforderungen der globalen Märkte zu bestehen.

In seinem Schlusswort bedankte sich der Kreisvorsitzende der JU Limburg-Weilburg, Frederik Angermaier, bei den Landwirten sowie bei Jürgen Dexheimer, der die Kontakte zu den einzelnen Betrieben hergestellt hatte. „Ich kann alle nur ermutigen, einmal einen landwirtschaftlichen Betrieb in unserer Region zu besichtigen. Dies baut sicherlich viele Vorurteile ab und schärft – ohne jede Ideologie – das Bewusstsein für ökologische Themen,“ so Angermaier abschließend.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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