PM Junge Union Hadamar – Schulnoten sind wichtig

Die Junge Union Hadamar hat das Format „Kneipendiskussion“ fest installiert. Bei der letzten Veranstaltung war der CDU-Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann zu Gast und stellte sich den Fragen zum Thema „Schule ohne Noten“. 

„Die CDU wird nichts dauerhaft unterstützen, was nachteilig für Schülerinnen und Schüler ist,“ stellte der CDU-Landtagsabgehordnete Joachim Veyhelmann gleich zu Beginn der Kneipendiskussion der Jungen Union (JU) Hadamar klar. Die JU hatte ihn als Hauptgast zur 14. Veranstaltung in der Reihe der Kneipendiskussionen eingeladen. „Der Koalitionsvertrag der neuen hessischen Landesregierung eröffnet die Option für eine Schule ohne Noten. Dies führt zu Unsicherheit. Wir wollten dies mit jemandem besprechen, der ‚näher dran ist‘“, erklärte Jonas Metzner, der Vorsitzende der JU Hadamar. Auch Vertreter der neu gegründeten Schüler Union Limburg-Weilburg waren in die Stadtschänke nach Hadamar gekommen. Gemeinsam diskutierten sie unter dem Motto „Schwarz-Grün II. – Kommt jetzt die Schule ohne Noten?“ darüber, ob es sinnvoll ist, Schüler nur noch mit Texten statt mit Noten zu bewerten.

Nur auf Antrag aller Schulgremien

Nach der Begrüßung durch Jonas Metzner berichtete Joachim Veyhelmann von seinen persönlichen Eindrücken und Erfahrungen während den Koalitionsverhandlungen. Er erklärte, dass man im neuen Koalitionsvertrag auf Wunsch der Fraktion Bündnis90/Die Grünen die Möglichkeit aufgenommen habe, von einer bezifferten Notengebung abzugehen und beschreibende Texte als Leistungsnachweis in ein Zeugnis einzubringen. „Dies wird aber keiner der 30 Schulen pro Jahr, die dies beantragen können, von oben herab verordnet,“ stellte Veyhelmann klar. „Keine Schule wird gezwungen.“ Vielmehr müsse die jeweilige Schule einen Antrag stellen, der von allen Gremien (Schüler, Eltern, Lehrer) befürwortet sein muss, um von der bisherigen Regelung abweichen zu können. Die Sorgen, dass Noten morgen gänzlich abgeschafft würden, seien daher unbegründet.

Kinder brauchen Einordnungsmöglichkeiten

Veyhelmann machte auch deutlich, dass diese neue Regelung nur schulintern gelte: „Sobald die Schule verlassen wird, nach einem Abschluss oder hin zu einer anderen Schule, muss ein Zeugnis mit den bekannten Zifferbewertungen erstellt werden.“ Dies garantiere die Vergleichbarkeit und Einordnungsmöglichkeit der erbrachten Leistungen. „Kinder brauchen diese Möglichkeit sich klar einordnen zu können. Und Eltern müssen klar erkennen, wo ihr Kind steht. Daher halte ich persönlich Schulnoten für wichtig,“ so Veyhelmann weiter. Er finde es sehr schwierig, die Leistungen objektiv, mit klarer Differenzierung und gleichzeitig fair in Worten zu bewerten. Zudem sei es von den Lehrern zeitlich kaum leistbar.

Auch JU für Schulnoten

Gelungen moderierte Metzner die sich anschließende Diskussionsrunde, die von den Gästen genutzt wurde, um dem Landtagsabgeordneten auch andere Fragen zu den verschiedensten Themen aus dem Bereich der Bildungspolitik zu stellen. Dabei zeigte sich Veyhelmann zufrieden, dass Förderschulen erhalten bleiben und dass man bei der Digitalisierung der Schulen vorankomme. Veyhelmann warb zudem für Handwerksberufe und die entsprechende gesellschaftliche Wertschätzung. Nicht jeder und jede müsse unbedingt aufs Gymnasium gehen, nicht jeder und jede müsse sich unbedingt zum Abitur quälen.

Auch Vertreter der JU betonten, dass Noten ein fester Bestandteil unseres Bildungssystems sind und es auch in der Zukunft bleiben sollen. Metzner beendete den offiziellen Teil des Abends traditionell mit einigen Satzergänzungsaufgaben an Veyhelmann, wie sie aus Politikerinterviews bekannt sind. Mit einer grünen Brotdose befüllt mit Brot und Wurst für das nächste Pausenbrot bedankte er sich ganz herzlich beim Abgeordneten des hessischen Landtages für sein Kommen und eine sehr informative Kneipendiskussion.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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