PM KAB Limburg – Armutsfeste Mindestlöhne

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Aus Anlass des Welttags für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober setzt sich der Diözesanverband  der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg für einen armutsfesten Mindestlohn in Deutschland und Europa ein.

„Immer noch müssen sich Millionen von Arbeitnehmer:innen in Deutschland in schlecht bezahlten Jobs verdingen, um sich und ihre Familien über den Tag zu bringen“, erklärt Martin Mohr, Diözesansekretär der KAB Limburg.  Der KAB-Sekretär fordert die politischen Verantwortlichen auf, allen Arbeitnehmer:innen bei Vollzeit einen armutsfesten Lohn zu garantieren. Die Bundesregierung müsse die EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um die Mindestlohn-Richtlinien voranzutreiben.

Menschenwürdige Arbeit beginnt bei den armutsfesten Mindestlöhnen

„Menschenwürdige Arbeit beginnt bei armutsfesten Mindestlöhnen“, betont Mohr. Der katholische Sozialverband setzt sich daher auch in Deutschland für einen Mindestlohn von 13,69 Euro pro Stunde ein, da die jetzige Lohnuntergrenze weder für ein menschenwürdiges Auskommen noch gegen Armut im Alter schützt. Mit einer Petition an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die KAB eine Gesetzesinitiative zum Mindestlohn anregen, um Löhne in Deutschland armutsfest zu machen. „Es geht nicht an“, so Diözesansekretär Martin Mohr, „dass Arbeitnehmer 40 Jahre 40 Stunden die Woche arbeiten und mit einer Rente von gerade einmal 660 Euro im Monat noch unter unterhalb der Grundsicherung auskommen müssen“.

Zudem fordert die KAB die Bundesregierung auf, endlich das Lieferkettengesetz umzusetzen. „Deutschland und deutsche Firmen müssen weltweit Vorreiter für Sozial- und Arbeitsrechten sowie für Umweltschutzstandards sein“, fordert KAB-Diözesansekretär Martin Mohr.

Dezentral an vielen Orten zwischen Westerwald und dem Rhein-Main-Gebiet werden am Welttag oder in zeitlicher Nähe Aktionen und Gottesdienste stattfinden. So zum Beispiel in Oberselters, Frankfurt-Sossenheim oder Villmar. Weitere Informationen unter www.kab-limburg.de


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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