PM Landkreis – Ab wann zum Augenarzt?

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Die Limburger Beratungsstelle „Blickpunkt Auge“ organisiert regelmäßig spezielle themenbezogene Vorträge für blinde beziehungsweise sehbehinderte Menschen – so auch im Oktober.

Auch diesmal konnte die Leiterin Dorothee Roth einen hochkarätigen Referenten gewinnen: Augenarzt PD Dr. med. Ralph Becker informierte zum Thema „Augenärztliche Notfälle – wann man direkt zum Augenarzt gehen sollte“.

Wann man direkt zum Augenarzt gehen sollte

Die Veranstaltung war mit über 20 Teilnehmern sehr gut besucht, denn Dr. Becker behandelte ein für seine sehbehinderten Zuhörer äußerst wichtiges Thema: Wann ist beim Patienten tatsächlich ein „augenärztlicher Notfall“ eingetreten, wann sollte der Betroffene direkt und ohne Verzögerung den Augenarzt aufsuchen und wie können Symptome richtig gedeutet werden?

Für die Gäste waren die Ausführungen des Experten von hohem Nutzen, denn er verstand es hervorragend, dieses komplexe Thema mit seinen zahlreichen Facetten anschaulich und sehr gut verständlich zu vermitteln. Er nutzte dazu eine Reihe erläuternder Schaubilder, die den Teilnehmern viele Hintergrundinformationen lieferten. Zudem gab auch einen Einblick in die Anatomie des Auges allgemein. Im Schwerpunkt seines Vortrages zeigte Dr. Becker dann auf, beim Auftreten welcher Symptome Eile geboten ist und umgehend ein Augenarzt aufgesucht werden sollte: Dazu gehören Schmerzen, plötzlicher Verlust des Sehvermögens oder plötzliche Sehverschlechterung, Doppelbilder, „Rußregen“, Lichtblitze oder eine starke Rötung des Auges, die nicht von selbst zurückgeht.

Auge als wichtiges Organ

Das Fazit des gut eineinhalbstündigen Vortrags von Dr. Becker war: Das Auge ist eines unserer wichtigsten Organe! Wenn es durch Alarmzeichen signalisiert, dass es etwa nicht in Ordnung ist, dürfen diese auf keinen Fall ignoriert werden, dann ist der Besuch des Augenarztes unverzichtbar. Dabei kommt den Patienten zu Gute, dass gerade in der Behandlung des Auges die Medizin sehr gute Fortschritte gemacht hat und neue, gut wirksame Therapieoptionen anbieten kann.

Viel positives Feedback zum informativen Vortrag kam nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch von den „Blickpunkt Auge“-Vertreterinnen Dorothee Roth und Anja Posselt. „Mit solch speziellen Vorträgen von ausgewiesenen Experten kann viel Hintergrundwissen vermittelt und Aufklärungsarbeit geleistet werden“, so Dorothee Roth. „Auch können sie helfen, Ängste und Vorurteile abzubauen – was sich dann wiederum sehr positiv auf die individuelle Therapie beim Patienten auswirkt.“ „In unserer Limburger Beratungsstelle bieten wir kostenlos Rat und Hilfestellung in allen Stadien des möglichen Sehverlustes“, betonte Anja Posselt. „Wir möchten ausdrücklich jeden ermutigen, dieses Unterstützungsangebot zu nutzen; auch Hausbesuche sind möglich. Jeder, der sich informieren will, ist bei uns herzlich willkommen. Wir werden versuchen, jedem Einzelnen nach Kräften zu helfen!“

Nächste offene Treff

Am Mittwoch, 13. November 2019, findet der nächste „Offene Treff  rund ums Auge“ statt. Eingeladen sind wieder Menschen mit Seheinschränkungen aller Art sowie deren Angehörige. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der „Blickpunkt Auge“-Beratungsstelle Limburg, Gartenstraße 1 (Nebenstelle der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg, 5. Stock). Das Thema lautet „Hör-Sehbehinderung – Wenn auch noch die Ohren schlechter werden“. Referentin ist Sarah Höhn von der Firma Brillen Plaz in Brechen.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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