PM Landkreis – Digitalisierung im Landkreis geht voran

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Ein wichtiger Punkt auf der Agenda vom Landrat Michael Köberle ist die Digitalisierung im Landkreis. Zwei wichtige Schritte wurden nun abgeschlossen, um diesen Punkt voranzubringen. Zum einen ist die Glasfaseranbindung aller Schulen im Landkreis abgeschlossen. Auf der anderen Seite unterschrieb Köberle den Antrag zur Förderung des DigitalPaktes. 

Zwei wichtige Schritte für die Digitalisierung in den Schulen konnten die Woche abgeschlossen werden. Die abgeschlossene Glasfaseranbindung aller Schulen im Landkreis ermöglicht zukünftig die Nutzung digitaler Angebote an den Schulen. Für die digitale Vernetzung der Schulen hat Landrat Michael Köberle einen Förderantrag für den DigitalPakt gestellt.

Landrat Köberle freut sich über den nächsten Meilenstein

Glasfaseranbindung der Schulen abgeschlossen

Die Anbindung aller Schulen und Bildungseinrichtungen im Landkreis Limburg-Weilburg mit schnellen und leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen ist zwischenzeitlich abgeschlossen worden. „Im sogenannten zweiten Bauabschnitt zum Breitbandausbau haben wir als Landkreis sowie die Städte und Gemeinden in einem Gemeinschaftsprojekt nicht nur alle 75 Schulen und Bildungseinrichtungen mit Glasfaser angebunden, sondern darüber hinaus erfolgten auch Nachverdichtungen in Siedlungsbereichen und Gewerbegebieten“, erläuterte Landrat Michael Köberle.

Nachdem am 13. Mai 2019 in der Adolf-Reichwein-Schule in Limburg der erste Glasfaseranschluss freigeschaltet werden konnte, wurde das Projekt im vorgesehenen Zeitplan umgesetzt. Landrat Köberle dankte in diesem Zusammenhang der Telekom Deutschland für den reibungslosen Bauablauf. In den letzten zwölf Monaten wurden insgesamt 13,7 Kilometer Glasfaser verlegt. Bund, Land und Landkreis sowie die Kommunen investierten rund 2,4 Millionen Euro in diese Zukunftstechnologie. Michael Köberle ist sehr stolz darauf, dass mit der Glasfaseranbindung aller Schulen und Bildungseinrichtungen nunmehr auch ein solides Fundament für die Umsetzung des Digitalpaktes Schulen gelegt wurde. „Damit schaffen wir die technische Grundlage für neue Bildungsangebote. Wir haben in leistungsfähige Internetzugänge an Schulen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler investiert und der Medieneinsatz erhält eine deutlich bessere Qualität“, so Landrat Köberle. In diesem Zusammenhang dankte der Landrat dem Kreiskoordinator für Breitband, Martin Rudersdorf, für die reibungslose Abwicklung des Projektes. Da Bund und Land Hessen das Vorhaben mit 90 Prozent der Kosten unterstützen, galt es, zahlreiche vergaberechtliche Vorgaben einzuhalten. Die Bauausführung wurde so beispielsweise auch von dem seitens der Bundesregierung beliehenen Projektträger, der ateneKOM, kontrolliert. Hierzu fand im Sommer eine mehrtägige Baubegehung statt, bei der unter anderem das eingesetzte Material und die aufgebauten technischen Komponenten kontrolliert wurden.

Im nächsten Schritt Anbindung der Industrie

Der Landkreis und die Kommunen ruhen sich nun nicht auf dem bereits abgeschlossenen zweiten Bauabschnitt aus, sondern in der Pipeline ist bereits das nächste Projekt, das einmal mehr die interkommunale Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden mit dem Landkreis dokumentiert. Aktuell hat der Landkreis Limburg-Weilburg Fördermittelanträge in einer Größenordnung von 20 Millionen Euro bei Bund und Land gestellt. In diesem sogenannten dritten Bauabschnitt sollen alle Gewerbe- und Industriegebiete im Landkreis Limburg-Weilburg mit moderner Glasfasertechnik ausgestattet werden. Kreiskoordinator Martin Rudersdorf, der den Förderantrag in enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden vorbereitet hatte, erläuterte, dass unter Beachtung der Fördervorgaben für den Landkreis Limburg-Weilburg insgesamt 48 förderfähige Gewerbe beziehungsweise Industriegebiete mit rund 1.700 Adressen ermittelt wurden. Für einen flächendeckenden Glasfaserausbau wurden hierzu rund 17,5 Millionen Euro ermittelt. Gegenstand des Antrages ist auch eine Glasfaserversorgung von sogenannten weißen Flecken. Das sind jene Anschlüsse unter 30 Mbit im Download. Dabei sollen in einem ersten Schritt rund 250 Adressen an Ortsrändern beziehungsweise in kleinen Weilern oder Siedlungsbereichen ausgebaut werden. Für die bauliche Umsetzung wurden rund 2,5 Millionen Euro kalkuliert.

Nach den Plänen des Landkreises sowie der Städte und Gemeinden soll dieses Projekt nach Vorlage des vorläufigen Förderbescheides im Frühjahr 2020 ausgeschrieben werden. Aufgrund der Notwendigkeit einer europaweiten Ausschreibung rechnet der Landkreis mit einer Verfahrensdauer für die Ausschreibung von neun bis zwölf Monaten. Hieran soll sich die bauliche Umsetzung anschließen. Aufgrund der angespannten Marktsituation im Baugewerbe können aktuell noch keine Prognosen zur baulichen Umsetzung gemacht werden. Es ist jedoch aufgrund der Größe des Projektes von einem mehrjährigen Ausbau auszugehen.

Anträge auf Förderung für den DigitalPakt

Ein wichtiger Schritt zur digitalen Vernetzung unserer Schulen

Der Aufbau und die Verbesserung der bildungsbezogenen digitalen Infrastruktur an Schulen ist das Förderziel des Digitalpakts. Der DigitalPakt Schule knüpft insofern an die Strategie „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie an die Strategie der Kultusministerkonferenz unter dem Titel „Bildung in der digitalen Welt“ an.

„Der Landkreis Limburg-Weilburg wird mit den ersten beiden Anträgen eine Firewallausstattung, eine flächendeckende WLAN-Versorgung und eine digitale Vernetzung in den Schulen beantragen. Die ersten beiden Anträge, die noch vor Weihnachten auf den Weg gebracht werden, beinhalten ein Gesamtvolumen in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Hiervon entfallen 6,5 Millionen auf die WLAN-Versorgung, eine Million wird für die Ausstattung mit Firewalls benötigt“, so Landrat Michael Köberle, der zudem betonte, dass der Landkreis Limburg-Weilburg erster Antragsteller im Rahmen des DigitalPaktes ist. Der Bund gewährt den Ländern aus dem Sondervermögen „Digitale Infrastruktur“ Finanzhilfen in Höhe von fünf Milliarden Euro. Die Länder sind angehalten, einen Eigenanteil in Höhe von mindestens zehn Prozent zur Finanzierung beizusteuern. Auf das Land Hessen entfällt zur Förderung ein Volumen von bis zu 496.324.947 Euro. Hiervon entfallen 372.172.000 Euro auf Bundesmittel, der Landesanteil beläuft sich auf 124.152.947 Euro. Das bedeutet, dass das Land Hessen die Bundesmittel um 25 Prozent aufstockt. Die aufgestockten Mittel teilen sich das Land Hessen und die Schulträger bei der Tilgung sowie der Verzinsung der gewährten Darlehen. Die vom Landkreis zu erbringenden Eigenmittel belaufen sich somit auf 12,5 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Auf den Landkreis Limburg-Weilburg entfallen bis zu 9.436.122 Euro an Bundesmitteln. Hierzu schließt der Landkreis mit der WIBANK eine Zuschussvereinbarung. Weiterhin schließt der Landkreis mit der WIBANK einen Rahmendarlehensvertrag zur Komplementärfinanzierung DigitalPakt Schule von bis zu 3.146.000 Euro mit einer hälftigen Finanzierung durch Land und Landkreis.

„Zur Umsetzung des DigitalPakts Schule haben wir als Landkreis Limburg-Weilburg einen Medienrahmenplan erarbeitet, der für jeden Unterrichtsraum eine Standardausstattung definiert und in Zusammenarbeit mit den Schulen noch verfeinert wird. Nach Umsetzung der ersten beiden Anträge werden dann Präsentationstechniken für die Unterrichtsräume beantragt. Sofern der Bewilligungsbescheid des Landes vorliegt, geht es unverzüglich an die Umsetzung der ersten Phase“, erläuterte Landrat Michael Köberle.

Lest auch mein Interview mit Landrat Michael Köberle – wie war sein erstes Jahr? Was hat er bereits umgesetzt? Was hat er weiterhin vor?


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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