PM Landkreis Limburg-Weilburg – So sieht Klimaschutz in der Praxis aus

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Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien kommt seit 2007 zusammen und besteht aus Vertretern der Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft. Sie setzt sich für das Klima im Landkreis ein. 

Beim Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) in Beselich kann man mit eigenen Augen sehen, wie Klimaschutz in der Praxis aussieht. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des alten Verwaltungsgebäudes direkt am Eingang sticht ins Auge, genau wie die beiden neuen Ladesäulen vor dem in 2018 neu errichteten Verwaltungsgebäude in Passivhausbauweise. Das neue Gebäude wurde mit einer Fassadenverkleidung aus Holz, einem nachhaltigen Baustoff, versehen, unter der sich eine Dämmung aus Recyclingmaterial verbirgt. Das Gaskraftwerk in unmittelbarer Nähe des Gebäudes wandelt das anfallende Deponiegas über ein Blockheizkraftwerk mit einem Acht-Zylinder-Motor in Strom und Wärme um. Der Strom wird teilweise für die deponieeigene Kläranlage und die Gebäude verwendet, wobei eine Abdeckung von fast 90 Prozent des Strombedarfs der Kreisabfalldeponie erreicht wird. Der Überschuss wird eingespeist. Die Abwärme des Motors wird für die Gebäude genutzt, die noch eine aktive Heizung benötigen.

So sieht Klimaschutz in der Praxis aus

Vertreter aus der Landwirtschaft, Energieversorgung, Politik und Bürgerschaft trafen sich zum jährlichen Treffen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien beim AWB. Bei einer Führung über das Gelände überzeugten sich die Teilnehmer der Arbeitsgruppe von den vorbildlichen Aktivitäten beim AWB. Im Anschluss ging es in den Sitzungsraum, wo der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung einen Rückblick über die Aktivitäten der Arbeitsgruppe gab.

Seit Mai 2007 trifft sich die Arbeitsgruppe unter der Leitung des Büros des Ersten Kreisbeigeordneten. Die Teilnehmer diskutierten über die Möglichkeiten, im Landkreis Limburg-Weilburg regenerative Energie zu erzeugen. Mit der Nutzung von Biomasse, Windkraft und Solarenergie bis hin zu Energieeinsparmöglichkeiten, Energieeffizienz und Elektromobilität war das ganze Spektrum an Themen rund um den Klimaschutz vertreten. 2018 kam noch das Thema Klimafolgenanpassung dazu. Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung war über die Jahre eine treibende Kraft in der Arbeitsgruppe. Klimaschutzmanagerin Verena Nijssen gab einen Rückblick über die Ergebnisse aus drei Jahren Klimaschutzmanagement im Landkreis Limburg-Weilburg und einen Ausblick, was bis Ende 2020 geplant ist.

Abschließend bedankten sich die Teilnehmer beim Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung für seinen Einsatz und seine Unterstützung für die Erneuerbaren Energien sowie den Klimaschutz in seiner Amtszeit. Die Arbeitsgruppe soll auch in Zukunft zusammenkommen, um über die drängenden Fragen der Energiewende, Wärmewende, Mobilitätswende und den Klimawandel zu sprechen und Lösungen für den Landkreis Limburg-Weilburg zu finden.

Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien kommt seit 2007 zusammen und besteht aus Vertretern der Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft. Angefangen hat alles mit dem Thema Bioenergieanlagen, über die Bereiche Windkraft und Solarenergie bis hin zur Erarbeitung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes. Die Erweiterung des integrierten Klimaschutzkonzeptes um die Klimafolgenanpassung ist nun ein weiterer Schritt, mit dem sich der Landkreis Limburg-Weilburg den neuen Herausforderungen stellt. Kontaktdaten Klimaschutzmanagement: Verena Nijssen, region-mit-energie@limburg-weilburg.de, 06431 / 296-828.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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