PM SAV Limburg – Oliver Schmarowski verteidigt erfolgreich alle Deutschen Meister Titel

Angeln ist nicht nur ein Hobby, sondern ein Sport, habe ich bereits vor längerer Zeit gelernt. Dass auch Deutsche Meisterschaften durchgeführt werden, war mir bisher neu. Um auch anderen diesen Einblick nicht vorzuenthalten, anbei eine Pressemitteilung vom SAV Limburg.

Am 01. + 02. Juni 2018 fanden in Söhrewald -Wattenbach (bei Kassel) die 27. Deutschen Meisterschaften im Turnierwurfsport der Meeres- und Binnenfischer  statt. Unter den Teilnehmern war auch Oliver Schmarowski, Mitglied beim SAV Limburg sowie im Präsidium vom Verband Hessischer Fischer für das Referat Casting und Turnierwurfsport zuständig.

Oliver Schmarowski verteidigt erfolgreich alle Deutschen Meister Titel

Turnierwurfsport ist der Wurfsport der Angler. Hierbei geht es um sportliches Werfen von Gewichten (ohne Angelhaken) mit der Angelrute. Bei den Wettkämpfen, welche auf dem Rasen von Sportplätzen stattfinden, müssen zum einen unterschiedlich entfernte Zielscheiben mit verschiedenen Wurfarten möglichst genau angeworfen und zum anderen  so weit wie möglich geworfen werden.

Oliver Schmarowski (Foto:Tamara Recker)

Am ersten Wettkampftag – bei den Meeresfischern – brachte schon das morgendliche Zielwerfen mit einem 60 Gramm schweren Bleigewicht auf 50 Meter Entfernung für den Idsteiner die Vorendscheidung (neun Treffer = 100 %), denn mit nur sieben  bzw. acht Treffern mussten die späteren Zweit- und Drittplatzierten 41 bzw. 21 Meter weiter werfen, was eigentlich nur bei völligen Versagen von Olivers Gerätschaften (Rutenbruch, Schnurabriss  oder Rollenversagen) eintreten kann.

Drei Distanzwürfe mit der Brandungsrute und einem 180g schweren Blei standen nun an – nur der weiteste Wurf zählt. Die Anspannung war verflogen. Beginnend mit nur 148 Meter, dann der gute zweite Wurf mit 157 Meter, schließlich noch ein 153er. Die kürzeren Weiten hätten auch gereicht, um zu gewinnen, aber 157 Meter sehen in der Wertung einfach besser aus. Der Zweitplatzierte warf zwar beachtliche 174 Meter – aber vergeblich. Pro Treffer gibt es 20 Punkte und pro Meter nochmal ein Punkt. Mit zwei Treffern hatte Schmarowski alleine schon 40 Punkte. Und so fehlten dem Zweitplatzierten 41 Punkte, um Schmarowski zu überholen, den mit seinem weiteren Wurf erhielt er nur 17 Punkte.

Am nächsten Tag, beim TWS der Binnenfischer, dem Werfen mit einer Spinnrute und dem 18 Gramm Kunststoffgewicht war dies alles nicht so einfach wie gewünscht. Gegenwindböen verhagelten so manchem Werfer die Trefferquote und kosteten beim Weitwerfen einige Meter. Auf 25 Meter Entfernung vier Überkopfwürfe, dann vier Seitenwurf rechts und noch vier Linke – die jeweils drei besten Treffer zählen. Mit jedem Treffer ist noch ein Präzisionstreffer möglich (fünf Zusatzpunkte).

Für Oliver bedeuteten neun Treffer, davon zwei Volltreffer, keine gute Ausgangsposition, denn es mussten 10 Punkte aufgeholt werden, gleich bedeutend sieben Meter weiter werfen zu müssen als der zu diesem Zeitpunkt Führende und dazu noch punktgleich mit zwei weiteren Werfern. Das Kunststück gelang dennoch! 81 Meter mit dem ersten Wurf (flach geworfen) – die Konkurrenten nicht weiter als 74 Meter. Die Titelverteidigung war mit einem halben Punkt Differenz geglückt.

Natürlich gibt es bei diesen Meisterschaften auch noch Mannschaftswertungen. Hier hievte Oliver mit seinen Leistungen seine beiden Herrenmannschaften des Verbandes Hessischer Fischer jeweils auf den ersten Platz.

Und wer jetzt nur Latein versteht, kann am 9. September zum Fischerfest des SAV Limburg in den Lahnanlagen in Dietkirchen kommen und bei den Anglern mal genauer nachfragen.

 

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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