PM SPD Hadamar- Waldbegang mit Tobias Eckert

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Wie steht es um den heimischen Wald? Welche Möglichkeiten der Naherholung und welche Chancen für einen natur- und sozialverträglichen Tourismus bietet unsere Heimat?

Diese Themen standen im Mittelpunkt der Erkundungstour, die die Hadamarer SPD zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Tobias Eckert kürzlich im Wald zwischen Steinbach und Oberzeuzheim unternommen haben.

SPD Hadamar erkundet Waldzustand, Naherholung und Tourismus

Bei idealem Wanderwetter startete Tobias Eckert zusammen mit den Genossen aus Hadamar und weiteren Interessierten von der Grillhütte am Ende der Bornstraße in Steinbach aus zur Erkundung des heimischen Waldes und vor allem der kulturhistorischen und geologischen Besonderheiten, die die Strecke zwischen den Hadamarer Stadtteilen Steinbach und Oberzeuzheim zu bieten hat.

Große Kahlflächen und abgestorbene Fichten machten nachhaltig deutlich, welche Folgen die Trockenheit und der Borkenkäferbefall im heimischen Wald hinterlassen haben. Einig war sich die Gruppe, dass die Fichte als schnell wachsende, für hiesige Gefilde jedoch wenig geeignete Baumart in absehbarer Zeit gänzlich aus unseren Wäldern verschwinden wird. Von Interesse war ein Waldabschnitt, in dem vor einigen Jahren der Sturm Kyrill den gesamten Fichtenbestand vernichtet hatte; heute sind hier die unterschiedlichsten Arten von Laubbäumen zu finden, neben Buchen und Eichen Ahorn, Birke, Esche und Kirsche.

Kleine Waldwege unpassierbar

Mit Bedauern wurde festgestellt, dass nur noch der Hauptweg in Richtung Heidenhäuschen durchgängig begehbar ist. Zuvor vorhandene kleine Waldwege würden systematisch verstellt, indem Baumstämme und Geäst tradierte Wege unpassierbar machten. So wussten die anwesenden Steinbacher zu berichten, dass es auf dem Hauptweg zunehmend zu Nutzungskonflikten zwischen Spaziergängern, Joggern, Radfahrern, Mountainbikern und vor allem dem motorisierten Verkehr komme. Die stets geöffneten Schranken würden einige wohl als Einladung zu Motorrad- und Autofahrten quer durch den Wald verstehen. Nach Auffassung der SPD Hadamar müsse sehr viel stärker darauf geachtet werden, die Naherholung im Wald für Ruhesuchende und Naturliebhaber zu verbessern, das Naturerleben und die Stille wieder zu ermöglichen.

Kulturhistorische Kleinode

So sollten ehemals vorhandene naturbelassene Waldpfade wieder zugänglich gemacht werden. Auf diese Weise könnten auch neue Chancen für einen natur- und sozialverträglichen Wandertourismus eröffnet werden. Und dass hierzu gute Voraussetzungen vorhanden seien, werde durch die kulturhistorischen Kleinode, den Keltenborn mit dem Menhir und das nahe gelegene, einst von den Kelten besiedelte Heidenhäuschen unterstrichen. Insbesondere auch der am Fuße des Heidenhäuschens gelegene Wallfahrtsort der Sieben Schmerzen ist sehens- und erlebenswert.

Auch geologisch sehr interessant und im Geopark Lahn-Taunus-Westerwald als bedeutender Punkt ausgewiesen ist das gesamte Gebiet rund um das Heidenhäuschen. Naturnahe Pfade, eine verbesserte Beschilderung, Ruhebänke und Hinweistafeln könnten, da ist sich die SPD einig, Gäste in die heimische Region führen und die regionale Wertschöpfung erhöhen. Hotellerie und Gastronomie könnten daraus Nutzen ziehen, was der derzeit notleidenden Branche guttue. Dem Themenbereich Naherholung, Natur und Umwelt sowie Tourismus in Verbindung mit Hotellerie und Gastronomie will die SPD Hadamar weiterhin verstärkte Aufmerksamkeit schenken und plant weitere entsprechende Aktivitäten.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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