PM SPD Weilburg – Ein Baugebiet mit eigener Energieerzeugung

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Ein neues Baugebiet, in dem die erforderliche Energie selbst erzeugt wird. Dieses Ziel streben die Weilburger Sozialdemokraten mit einem Antrag in der nächsten Stadtverordnetensitzung an. Damit möchte die SPD mehr Innovation und Klimaschutz in der Stadtentwicklung.

Initiator dieser Idee ist der Stadtverordnetenvorsteher Bruno Götz, der sich schon länger damit auseinandergesetzt hat. Denn in einer Welt, in der alle von Klimawandel und Klimaschutz reden und wir mittlerweile den dritten Dürresommer hinter uns haben, ist eine innovative, nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung gefordert. Die Schonung natürlicher Ressourcen, die Reduzierung des Energieverbrauchs und des Kohlendioxid-Ausstoßes sind heute wichtige kommunale Ziele. Dies gelingt nur mit einer bevorzugten Nutzung regenerativer Ressourcen.

Ein Baugebiet mit eigener Energieerzeugung

Auch das Land Hessen unterstützt diesen Weg zur Baulandentwicklung im Plus-Energie-Standard, wie das von Fachleuten genannt wird. Die Vorarbeit dazu wurde von der Professorin Dr. Martina Klärle geleistet, die das Konzept dafür auf einer hessenweiten Tagung im Herbst 2018 vorgestellt hat. Gerne hätte Bruno Götz die Professorin auch für den diesjährigen Weilburger Abend eingeladen, doch diese Veranstaltung ist der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Damit wird Weilburg auch für junge Menschen und Familien attraktiv, die heute auf Nachhaltigkeit und die Zukunftsorientierung eines Standorts großen Wert legen, denn die klassischen Rezepte in Zeiten der Fridays-for-Future-Bewegung ziehen nicht mehr und sind überholt. Hinter dem SPD-Vorschlag steckt auch die Überlegung mehr Home-Office-Arbeitsplätze in Weilburg anzusiedeln. Gute Berufschancen in der Rhein-Main-Region bieten die Möglichkeit in einer Stunden-Entfernung zu wohnen ohne täglich vor Ort präsent zu sein. Die Corona-Zeit hat die Bereitschaft dazu in den Unternehmen deutlich erhöht. Leistungsfähige Datennetze und ein attraktives Wohnumfeld in einer Kleinstadt schaffen hier gute Voraussetzungen, das Pendeln und lange Staus entfallen und es wird ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Fehlende Beiträge zum Klimaschutz

Nach Ansicht der SPD ist diese Initiative überfällig, denn bisher wurden noch keine nennenswerten Beiträge zum Klimaschutz geleistet. Weilburg ist zwar im Jahre 2014 der „Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz“ beigetreten und damit offiziell Klimaschutzkommune, doch die Initiative zur Schaffung von Windkraftanlagen ist stecken geblieben. Selbst Photovoltaik-Projekte werden mit spitzen Fingern angefasst und da sind andere Gemeinden schon viel weiter. Ein Klimaschutzgutachten mit Kosten von 50.000 Euro hat für Weilburg bisher noch nicht viel gebracht. Mit der Schaffung eines energieautarken Siedlungsgebietes, so der Fraktionsvorsitzende Hartmut Bock, kann Weilburg in der Region eine wichtige Vorreiterrolle übernehmen.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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