PM SPD Weilburg – Perspektive für Weilburger Kitas

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Die Stadt Weilburg soll ein Konzept für den nachhaltigen und dauerhaften Betrieb von Kindertagesstätten erstellen. So das Ziel eines Antrags der Weilburger Sozialdemokraten für die nächste Stadtverordnetenversammlung.

Die Initiative ist erforderlich, weil sich im Herbst des letzten Jahres ein Bedarf von 50 bis 60 Kitaplätzen in der Kernstadt herausgestellt hat.  Eine gute Entwicklung. Die Ursachen dafür sind vielfältig, mehr Neubürger, günstigere Gebühren, intensivere Nutzung des Angebots für Kinder unter drei Jahren. Vermutlich hat das auch die Stadt überrascht, denn im Haushalt für das Jahr 2019, der damals auch erstellt wurde, ist kein Geld für eine Kapazitätsausweitung von Kitas eingestellt.

Kitas in Weilburg brauchen eine Perspektive für die Zukunft

SPD fordert die Erstellung eines Gesamtkonzepts

Jetzt gilt es, eine kurzfristige Ausweitung der Kitaplätze zu erreichen. Gleichzeitig ist aber auch eine langfristige Perspektive für ein stabiles und qualitätsvolles Angebot in der Stadt zu schaffen. Dies ist wichtig, damit die Kindergartenplanung sich nicht ständig an tagesaktuellen Bedarfen orientiert. Dazu gehört auch die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den übrigen Trägern, den Kirchen und der Lebenshilfe. Mit ins Boot sollen auch Experten wie das Familienbüro in Weilburg und das zuständige Fachamt beim Landkreis, denn der dortige Erfahrungsschatz ist auch für unsere Stadt hilfreich. Dabei ist auch frühzeitig über die Finanzierung zu entscheiden, denn im aktuellen Haushalt fehlen dafür die Mittel.

Wichtig für die Stadtentwicklung

Der Antrag leistet nach Ansicht der SPD auch einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung. Im Moment wird ein Bauplatzkauf mit 5.000 Euro pro Kind gefördert. Wenn im Anschluss der Kitaplatz fehlt, dann ist das ein Eigentor und das kann sich die Stadt nach der Einschätzung der SPD nicht leisten. Ein gutes Angebot, verknüpft mit Grundschulstandorten ist ein wichtiger Standortfaktor. Junge Eltern, die Beruf und Familie miteinander verknüpfen wollen, suchen heute bevorzugt nach Wohnorten, die über eine gute Infrastruktur für Kinder verfügen. Dazu gehören ein Ganztagsangebot und auch eine Nachmittags- und Ferienbetreuung für Grundschulkinder. In Weilmünster, Weinbach und auch im benachbarten Solms werden gerade Neubauten geplant, weil dort eine ähnliche Entwicklung vorliegt. Weilburg darf da nicht zurückstehen, fordert Hartmut Bock von der SPD-Fraktion, denn wir brauchen Perspektiven für unsere jungen Familien, damit Weilburg weiterhin der Lebensmittelpunkt bleibt. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Anreiz für Neubürger, die sich für Weilburg als Standort entscheiden.

 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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