PM St. Vincenz -Ausstellung über Indien im Krankenhaus

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Perspektiven, Schlaglichter einer nicht ganz alltäglichen Reise machen die aktuelle Ausstellung im St. Vincenz-Krankenhaus Limburg aus. Es sind fotografische Impressionen eines Besuchs von Vertretern der Stiftung St. Vincenz-Hospital im indischen Kerala, wo die Sisters of Nazareth tätig sind.

Mit diesem Orden verbindet Krankenhaus und Stiftung eine enge Kooperation mit langer Tradition: Seit 27 Jahren unterstützen die Sisters of Nazareth in der Nachfolge des Ordens der Vincentinerinnen die Krankenpflege am St. Vincenz, die Stiftung wiederum unterstützt die Ordensarbeit nun schon seit 20 Jahren ideell und finanziell. Die Ausstellung gewährt Eindrücke aus einem faszinierend fremden Land kombiniert mit Informationen über die Ordensgemeinschaft der Sisters of Nazareth und deren soziales Engagement.

Der Blick auf das Wesentliche und die Kraft der Bilder: Indien mitten in Limburg

 „Tief beeindruckt und voller Dankbarkeit“ sei man von der Reise zurückgekehrt, so Manfred Pollex, Dekan des Evangelischen Dekanats Runkel. Die Exkursion habe für vieles die Augen geöffnet, was die Schwestern hier wie dort leisten: „Vieles geschieht unscheinbar, leise und unaufgeregt“, so Pollex. Auch Chefarzt Dr. Thomas Heß zeigte sich beeindruckt von der „breit angelegten Fürsorge für die Menschen“, welche die indischen Ordensschwestern in ihrer Heimat leisten. „Kompliment für diese Arbeit“, so Dr. Heß, der in seiner damaligen Funktion als Ärztlicher Direktor des St. Vincenz in Indien war. Er legte den Focus auf den Aspekt der medizinischen Leistung, die in dem von den Schwestern betriebenen Krankenhaus in Adimali gewährleistet wird. „Das ist sehr effiziente Arbeit in guter Qualität“, so der Radiologe. Sein Resümee der Reise: „Ein wunderschönes Land mit unglaublich freundlichen, herzlichen Menschen“.

Ausstellung der Stiftung St. Vincenz-Hospital: „Das bunte Indien – die Ordensgemeinschaft Sisters of Nazareth und das Krankenhaus in Adimali“

Die „große Freundlichkeit“ stellte auch der Verwaltungsratsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft, RA Erwin Reuhl, heraus. Ebenfalls würdigte er die qualifizierte Arbeit in einem erstaunlich gut ausgestatteten Krankenhaus. Er führte zudem durch die großen Themen der Ausstellung, die unterteilt ist in den Schwerpunkt „Land und Leute“ sowie die sozialen Bereiche, in welchen sich die Sisters of Nazareth engagieren. Reuhl sprach von der Kraft der Bilder, denen sich der Betrachter gar nicht entziehen könne. Die Fotografien seien Dokumente der tiefen Eindrücke, welche die Reisegruppe in Indien gewonnen habe. Gleichzeitig machten die Bilder deutlich, was das Dasein der Ordensschwestern auch am St. Vincenz bedeute: „Sie sind eine deutliche Bereicherung und eine wichtige Ergänzung im klinischen Alltag. Mit ihrem Dasein weisen sie auf das Wesentliche der Arbeit in einer Klinik hin: die Fürsorge für den Patienten.“ Magistratsmitglied Richard Hasselbächer dankte den Initiatoren in Vertretung von Bürgermeister Dr. Marius Hahn für die eindrucksvolle und vielschichtige fotografische Präsentation. Als Vorsitzender der Stiftung St. Vincenz-Hospital hatte zuvor Martin Richard die Ausstellung eröffnet und die Hintergründe der indisch-deutschen Kooperation erläutert.

Fünf indische Schwestern leben ständig in Ordens-Klausur im Krankenhaus. Sie sind in der Pflege tätig und unterstützen mit den von ihnen erwirtschafteten Überschüssen ihre Ordensschwestern in Indien. Dort fließen die Gelder in die soziale Arbeit des Ordens, der unter dem Motto „Für Gott und die Welt” auch in entlegenen Regionen Indiens medizinische Arbeit leistet. Ausbildung und soziales Engagement sind gleichermaßen  Kern des Stiftungsgedankens, der direkt auf den Namenspatron des Limburger Krankenhauses, den Hl. Vincenz von Paul, zurückgeht. Deshalb werden am St. Vincenz Limburg zudem kontinuierlich junge indische Schwestern in der Gesundheits- und Krankenpflege ausgebildet, die dann wiederum im indischen Adimali im Krankenhaus des Ordens der Nazareth-Schwestern eingesetzt werden.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Sonntag, 17. Februar 2019, rund um die Uhr im Foyer des St. Vincenz-Krankenhauses zu sehen.

 


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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