PM St. Vincenz – Examen an der Bildungswerkstadt

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Pflege macht stark – unter diesem Motto waren sie das Gesicht der Pflegekampagne 2018, jetzt absolvierten sie ihr Examen: 17 frisch gebackene Gesundheits- und KrankenpflegerInnen wurden an der Bildungswerkstadt, der Akademie für Gesundheitsfachberufe des St. Vincenz, in den beruflichen Alltag entlassen.

Dies ist ein Beitrag dazu, die Pflege von morgen sicher zu stellen. Denn eine der großen Herausforderungen dieses Berufsstandes besteht im Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird die Akademie bis zum nächsten Jahr die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze verdoppelt haben.

Respekt, Wertschätzung und Mitgefühl: Pflege mit Herz, Hand und Verstand

Vertreter der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz gratulierten zur bestandenen Prüfung: Respekt, Wertschätzung und Mitgefühl – diese drei Maximen bestimmten den Tenor der Ansprachen von Pflegedirektorin Martina Weich, Akademieleiterin Sibylle Schnurr und des Ärztlichen Direktors des St. Vincenz, Prof. Dr. Thomas Neuhaus. Auch Geschäftsführer Guido Wernert und der Vorsitzende der St. Anna-Stiftung, Michael Ruoff, beglückwünschten die Absolventen. Die drei Besten wurden von der St. Anna Stiftung in verschiedenen Kategorien mit Geldprämien ausgezeichnet.

„Ab sofort entscheiden Sie mit, wie sich dieser Berufsstand in der Öffentlichkeit präsentiert“, ermunterte Pflegedirektorin Martina Weich die neuen Pflegekräfte, sich aktiv im Berufsleben einzubringen. Mit der Teilnahme an der großen Werbeaktion für den Pflegeberuf im vergangenen Jahr hätten die jungen Menschen bereits einen entscheidenden Schritt in diese Richtung getan: „Im gesamten Umfeld von Limburg und darüber hinaus verbinden Menschen Ihr Gesicht mit dem Pflegeberuf! Darauf können Sie stolz sein“, ergänzte Akademieleiterin Sibylle Schnurr. Beide Repräsentantinnen der Krankenhausgesellschaft interpretierten die Essentials dessen, was drei Jahre lang die Inhalte von Theorie- und Praxisstunden geprägt hatte: Pflegen mit Herz, Hand und Verstand! Damit habe man alles zusammengeführt, was Pflege ausmache. Sibylle  Schnurr konstatierte:  „Mit diesen drei Komponenten sind Sie für einen sensationellen Beruf gerüstet!“ Pflegedirektorin Weich versicherte: „Die Patienten erkennen professionelle Pflege und sind gleichzeitig für jedes „gute“ Wort dankbar!“ Vor allem aber wünschte sie den neuen KollegInnen, dass sie sich die Freude an diesem tollen Beruf bewahren.

Moralische Regeln des Miteinanders

Auch Prof. Dr. Thomas Neuhaus gratulierte als Ärztlicher Direktor ganz ausdrücklich nicht nur zum erfolgreichen Abschluss, sondern explizit auch für die Berufswahl. Nach einem kurzen philosophischen Exkurs über gesellschaftliche Anerkennung des Berufs, Spaß und Freude an der Arbeit und Respekt und Wertschätzung auch gegenüber allen anderen am klinischen Alltag beteiligten Berufsgruppen zitierte Neuhaus den berühmten kategorischen Imperativ Immanuel Kants: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Seiner Überzeugung sollten  diese moralischen Regeln des Miteinanders sowohl innerhalb, als auch außerhalb des Krankenhauses gelten: „Handeln und behandeln Sie so, wie Sie selbst behandelt werden wollen. Im Job und im Privaten. Wenn Sie das beherzigen, ist das eine sehr gute Grundlage für die Ausübung Ihres wundervollen Berufs,“ so der Ärztliche Direktor.

Professionelle Nachwuchs für die Pflege

Auch Geschäftsführer Guido Wernert freute sich über den professionellen Nachwuchs für die Pflege und ermunterte die 17 Absolventen, die auch weiterhin unter dem Dach der Krankenhausgesellschaft arbeiten werden, einen offenen und konstruktiven Dialog aufzunehmen – nicht zuletzt dafür gebe es (nicht nur monatlich) einen direkten Draht zum Geschäftsführer. Der Vorsitzende der St. Anna-Stiftung und Bürgermeister Hadamars, Michael Ruoff, bezeichnete die neuen Pflegekräfte als „Visitenkarte unseres Hauses“. Auch er ermunterte zum permanenten Perspektiven-Wechsel im beruflichen Alltag: „Sie werden immer auf Menschen treffen, die in einem Ausnahmezustand in die Klinik kommen.“ Sich dies immer wieder bewusst zu machen ist seiner Überzeugung nach ein wichtiger Faktor, um sich Empathie und Wertschätzung im pflegerischen Alltag zu bewahren.

Die neuen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sind: Luisa Bendel (Nentershausen), Johanna Blättel (Elz), Nicole Brenig (Steinefrenz), Alisa Brücker (Anhausen), Lisa Fudickar (Hadamar), Lucas Uwe Gerhard (Westerburg), Zoe Simone Groesch (Elbtal), Marie Heibel (Lindenholzhausen), Moritz Joos (Herschbach), Sebastian Rösler (Limburg), Aline Sophie Schillaci (Runkel), Franziska Schmalebach (Großmaischeid), Elias Sehr (Dehrn), Anieke Stähler (Hadamar), Hannah Straßburger (Hadamar), Dina Chantal Wölbert (Eppenroth) und Jessica Zabel (Birlenbach). Von der Anna-Stiftung ausgezeichnet wurden: Für das beste Examen Marie Heibel mit 300 Euro, für den besten Praxisordner Johanna Blättel mit 200 Euro und Elias Sehr mit 100 Euro für die geringsten Fehlzeiten.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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