PM St. Vincenz – Infobus der „Herzenssache Lebenszeit“ am 29. Juni in Limburg

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr engagiert sich das St. Vincenz für Schlaganfallprävention: Nachdem die Abteilungen Gefäßchirurgie und Neurologie bereits zum Tag des Schlaganfalls in der Limburger WERKStadt über Symptome, Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls informiert hatten, beteiligen sich nun Neurologie und Diabeteszentrum der Klinik an der Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“.

Am Freitag, 29. Juni 2018 stehen Mediziner und Diabetesberater von 10 bis 16 Uhr im und am signalroten Infobus der Kampagne am Limburger Europaplatz für Fragen rund um das Thema Schlaganfall zur Verfügung – dieses Mal mit besonderem Focus auf dem Diabetes als möglichem Auslöser. Im einem Rettungswagen des DRK steht die Thematik Blutdruck messen im Mittelpunkt es gibt Information über Notfälle sowie den Rettungsdienst. Auch Vertreter des „Verbandes Deutsche Diabeteshilfe – Menschen mit Diabetes“ werden vor Ort sein.

St. Vincenz macht sich stark für Schlaganfallprävention

Gesundheitsrisiken kennen, Symptome deuten, schnell reagieren – Aufklärung kann Leben retten. Viele Gründe dafür, warum sich das  St. Vincenz-Krankenhaus  Limburg  bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr aktiv für Schlaganfallprävention engagiert und zum Thema informiert. Schlaganfall und Diabetes: Zwei tödliche Gefahren über deren Risikofaktoren viele Menschen kaum etwas wissen. Dabei erleiden hierzulande rund 270.000 Menschen jährlich einen Schlaganfall.1 Zwischen 50 bis 70 Prozent aller Schlaganfall-Erkrankungen ließen sich durch gezielte Vorsorgemaßnahmen und die Förderung einer gesunden Lebensweise verhindern.2 Auch von der Volkskrankheit Diabetes mellitus sind viele Menschen betroffen. Bei etwa sieben bis acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland ist eine sogenannte Typ-2-Diabetes diagnostiziert worden.3 Inklusive einer Dunkelziffer von etwa 2 Mio. Menschen wird die Anzahl der Betroffenen auf 7,6 Mio. geschätzt.4,5

Deutschland gehört somit weltweit zu den zehn Ländern mit der höchsten absoluten Anzahl an Menschen mit Diabetes mellitus. Besonders verheerend ist die Tatsache, dass Diabetes ein klassischer Risikofaktor für den Schlaganfall ist: Etwa jeder fünfte Schlaganfall-Patient ist Diabetiker. Patienten, die an Diabetes erkrankt sind und einen Schlaganfall erleiden, haben laut einer aktuellen Studie eine um bis zu zwölf Jahre verkürzte Lebenserwartung.6

Aufklärungskampagne „Herzensache Lebenszeit“

Genau hier setzt die bundesweite Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ an:  Das Ziel ist es, den Informationsstand über Ursachen, Risikofaktoren und Vorsorgeoptionen in der Bevölkerung zu verbessern. Dadurch lässt sich die Anzahl der Schlaganfälle und Diabeteserkrankungen reduzieren. Interessierte haben die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit Fachärzten und Diabetesexperten offene Fragen zu klären. Sie können ebenfalls ihr persönliches Schlaganfall- und Diabetes-Risiko testen lassen. Informationsmaterialien sorgen für zusätzliche Aufklärung über Risikofaktoren.

„Unser Engagement als Klinik geht weit über die eigentliche Versorgung von Patienten hinaus“, so Dr. Christoph Oberwittler, Chefarzt der Neurologie des St. Vincenz.  „Durch unsere Beratung der Menschen vor Ort möchten wir dazu beitragen, Schlaganfälle zu verhindern.“ Birgit Härtle, Projektleiterin der Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ bei Boehringer Ingelheim, ergänzt: „Es ist gerade die übergreifende Zusammenarbeit von Fachärzten, Kliniken, Selbsthilfegruppen, Herstellern, Politikern und Verbänden, die unsere Aufklärungsarbeit so erfolgreich macht. Nur gemeinsam können wir die Bevölkerung für die Erkrankungen Schlaganfall und Diabetes nachhaltig sensibilisieren.“

Die Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“ wurde von Boehringer Ingelheim initiiert und in Kooperation mit den Initiatoren Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe (SDSH), Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD), Deutsche Stiftung für chronisch Kranke (DSCK), Deutsche Diabetes-Stiftung (DDS), Deutsche Diabetes Hilfe (diabetesDE), Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe (VDBD), Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE), Deutsche Nierenstiftung (DNS), Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Deutsche Herzstiftung (DHS) sowie der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) umgesetzt.

Referenzen

  1. Heuschmann PU et al. Schlaganfallhäufigkeit und Versorgung von Schlaganfallpatienten in Deutschland. Akt Neurol 2010; 37: 333–340
  2. Boehringer Ingelheim Im Dialog. Gemeinsam aktiv gegen die Volkskrankheit Schlaganfall. Abrufbar unter: http://www.boehringer-ingeheim.de/content/dam/internet/opu/de_DE/document/pdf/service/gesundheitspolitik/Gesundheitspolitik_Schlaganfallpraevention.pdf. Letzter Zugriff März 2016
  3. Stellungnahme der AG Epidemiologie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft zum IDF Diabetes Atlas: Wie häufig ist Typ 2-Diabetes in Deutschland? Vom 17.8.2011. Abrufbar unter: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Stellungnahmen/Stellungnahme_AG_EPI_310511.pdf. Letzter Zugriff März 2016
  4. 1. IDF Diabetes Atlas (6th ed.) International Diabetes Federation, Brussels, Belgium (2013)
  5. Tamayo T, Rosenbauer J, Wild SH et al. Diabetes in Europe: an update. Diabetes Res Clin Pract 2014; 103: 206-17
  6. Emerging Risk Factors Collaboration, Di Angelantonio E, Kaptoge S, Wormser D et al. Association of Cardiometabolic Multimorbidity With Mortality. JAMA 2015; 314: 52-60

BU:

Macht am Freitag, 29. Juni 2018, von 10 bis 16 Uhr auf dem Limburger Europaplatz Station: der signalrote Infobus der Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“.

Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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