PM Stadt Limburg -Arbeiten auf Domplateau haben begonnen

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Heute, am Mittwoch, haben die Arbeiten für die Neugestaltung des Domplateaus begonnen. Mitarbeiter eines beauftragten Unternehmens fällten einige Bäume und entfernten Büsche und Sträucher. Die landschaftsgestalterischen Arbeiten sollen im März beginnen. Die Baukosten für die Umgestaltung sind im Haushalt der Stadt mit 600.000 Euro eingestellt.

Die Arbeiten begannen mit dem Fällen einiger Bäume im Bereich des alten Friedhofs und des angrenzenden Parkplatzes. Das beauftragte Unternehmen entfernte Büsche und Sträucher. Sie gingen nach einer genau festgelegten Liste vor, welche der Ortsbeirat erstellte. Die Arbeiten sind so frühzeitig im Jahr notwendig, da alle Rückschnitt- und Fällarbeiten bis Ende Februar umgesetzt sein müssen. Anschließend sind solche Arbeiten nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Entfernung nicht standortgerechter Arten

Bei den Bäumen, die entfernt worden sind, handelt es sich vor allem um Nadelbäume und um nicht standortgerechte Arten. Es sind auch einige Laubbäume darunter. Zwei der vorhandenen Bäume werden umgesetzt. Erst nach Abschluss der landschaftsgestalterischen Arbeiten werden sie wieder eingepflanzt. Zum Abschluss der Umgestaltungsarbeiten sollen im Herbst noch vier Laubbäume neu gepflanzt werden. Zudem wird eine Hecke entlang des Parkplatzes gepflanzt, um die Parkanlage abzugrenzen.
Der parkähnliche Charakter des alten Friedhofs soll stärker betont und gleichzeitig einem größeren Teil der Bevölkerung zugänglich werden. Nach Angaben von Thorsten Renz von der Abteilung für Landschaftsplanung wird das Areal zwar nicht behindertengerecht, jedoch behindertenfreundlich. Dafür sind Eingriffe in die Wegeführung und die Treppenanlage notwendig. Die Arbeiten dafür sind ausgeschrieben und sollen im März beginnen.

Behindertenfreundliche Gestaltung

Durch die Verlängerung der Treppe am Haupteingang und einem Absenken des Bereichs am Fuß der Treppe ist es möglich, auf die Stufen auf dem Weg zur Michaelskapelle zu verzichten. Auch die Treppe des Seitenaufgangs Richtung Domherrenfriedhof muss dadurch verlängert werden. Ein sogenannter Bypass soll Rollstuhlfahrern den Zugang zu dem Domherrenfriedhof ermöglichen. Dabei wird der Bereich um das Stalingrad-Denkmal neu gestaltet, um der Gedenkstätte mehr Geltung zu verschaffen. Der Weg von der Haupttreppe zur Michaelskapelle wird mit Natursteinpflaster gestaltet, die übrigen Wege werden mit einer wassergebundenen Decke errichtet. Kleinere Pflasterflächen gibt es an einem zentralen Rondell mit Bänken. Zudem werden auf der Fläche noch drei Sonnensofas aufgestellt.

Zugang zur Anlage

Ein neuer Mauerdurchbruch im Verlauf der Domstraße ermöglicht einen Zugang zu der Anlage, ohne über den Parkplatz gehen zu müssen. Der anschließende Weg führt der Mauer entlang bis zur nordwestlichen und tiefgelegenen Spitze des Areals. Die dort befindliche Böschung wird nach Angaben von Renz abgeflacht, damit in den Boden Grabplatten eingelassen werden können, die sich derzeit noch im Schlosshof befinden. Versetzt werden sollen zudem einige Grabdenkmale. Das frei werdende Areal soll in Zukunft als Bauerngarten angelegt werden.

Nach Abschluss der Arbeiten wird auch eine neue Perspektive auf die Lahn möglich sein, denn der Lahnbalkon soll wieder zugänglich werden. Über viele Jahrzehnte war die Fläche nur etwas für Insider, nun soll sie der breiten Öffentlichkeit wieder zur Verfügung gestellt werden. Der Zugang ist direkt neben der Michaelskapelle, dort soll ein abschließbares Tor in Zukunft ein nächtliches Betreten verhindern. Der Lahnbalkon ist nur über Treppen zu erreichen. Die Fläche es Balkons soll mit Schattenrasen eingesät werden, an der rückseitigen Wand sind drei Bänke vorgesehen. Wichtiger Bestandteil der vorgesehenen Neugestaltung ist auch die Sicherung verschiedener Bereiche mit Geländern. Und zum Projekt Neugestaltung gehört auch die Beleuchtung, die zu weiteren Leuchten auf dem Parkplatz führt, aber auch den alten Friedhof und den Lahnbalkon einschließt. Pollerleuchten und Bodenstrahler sind dabei vorgesehen. Im Rahmen der Arbeiten wird die Michaelskapelle einen Glasfaseranschluss bekommen.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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