PM Stadt Limburg -Baumpflanzaktionen in der Stadt

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Limburg erhält neue Bäume. Zum einen sind die Bürger*innen eingeladen, sich zu beteiligen an einer Baumpflanzaktion auf demSchafsberg. Zum anderen wurden neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt, u.a. auf dem Vereinsgelände des VfR 07.

Vor wenigen Wochen sind zwei kleinere Flächen mit Fichten auf dem Schafsberg gerodet worden. Nun sollen viele kleine Bäume (Setzlinge) in den Boden. Dazu gibt es am kommenden Samstag, 13. April, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr eine von Hessen Forst begleitete öffentliche Pflanzaktion.

Neue Bäume für den Schafsberg

Die gerodeten Flächen auf dem Schafsberg befanden sich am Ende der Kastanienallee. Dort stand von Sturm und Borkenkäfern geschädigtes Nadelgehölz. Am Samstag, 13. April, sollen die Flächen in einer Gemeinschaftsaktion neu bepflanzt werden. Dazu laden Stadt und Hessen Forst gemeinsam ein. Nach Angaben von Revierförsterin Nadine Ströbele sollen auf den forstwirtschaftlich genutzten Flächen überwiegend Stieleichen, gemischt mit Winterlinden und Hainbuchen gesetzt werden. Es handelt sich dabei um Baumarten, die den  Klimawandel gut verkraften können, so die Hoffnung.

Die bereits vorhandene Naturverjüngung von Ahorn und Esche, aber auch einzelne Nadelholzjungpflanzen sollen im Sinne der Artenvielfalt mit übernommen werden, bleiben also erhalten. Zur Bahnlinie hin soll sich ein stufig aufgebauter Waldrand bilden, skizziert die Revierförsterin als langfristiges Ziel. In dem Areal sollen auch einzelne seltenere und teilweise am Schafsberg noch nicht vorhandene Baumarten wie z.B. der Speierling, aber auch einige Wildäpfel und -birnen sowie Esskastanien gepflanzt werden. Gegen Verbiss durch Rehwild sollen die Pflänzchen einen Knospenschutz aus Schafwolle erhalten, die einzelnen selteneren Arten bekommen für die ersten Jahre eine Schutzhülle.

Hessen Forst bereitet die Flächen vor und stellt auch die Pflanzen sowie etwas Werkzeug zur Verfügung. Wer sich an der Pflanzaktion beteiligen möchte, sollte einen Spaten oder ähnliches Werkzeug mitbringen, festes Schuhwerk sowie dem Wetter angepasste Kleidung tragen.

Neue Bäume für die Stadt

Jedes Jahr pflanzt die Stadtgärtnerei in Limburg neue Bäume. In diesem Jahr unter anderem auch auf dem Vereinsgelände des VfR 07. Der Klimawandel wird auch an der Auswahl der neuen Bäume sichtbar. Eine „Chinesische Stadtbirne“ steht nun in einer Reihe neu gepflanzter Bäume auf dem Gelände des VfR 07.

Die „Chinesische Birne“ hält große Hitze, Sonne und auch lang anhaltende Trockenheit aus und ist damit ein Zukunftsbaum, der gut mit dem Klimawandel umgehen kann. Der schmale Baum wurzelt sehr tief und hält damit auch starken Stürmen problemlos stand. Matthias Beul, Leiter der Stadtgärtnerei, hat den Baum ausgesucht und eine bunt gemischte Nachbarschaft dazu stellen lassen: Baummagnolie findet sich darunter, Baumhasel und Hainbuche und eine rotblättrige Pappel, eine Neuzüchtung.

„Vielfalt wird betont und ganz wichtig ist uns auch, biologisch wertvolle Bäume zu pflanzen. Bäume, die blühen und Nektar für Insekten spenden, die Früchte als Nahrungsquelle liefern oder aber auch durch ihre Wuchsform gerne als Nistplatz von Freibrütern angenommen werden“, macht Beul deutlich. Dabei geht es auch darum, eine biologische Vielfalt zu schaffen und Bäume zu pflanzen, die standortgerecht gedeihen können und auch in einigen Jahren nicht zu Schäden in ihrem Umfeld führen.

Ersatz von Fichten

Solche Arten ersetzen auf dem Gelände des Sportvereins eine Fichtenreihe, von der nur noch die Stümpfe übriggeblieben sind. Entweder sind die Nadelbäume durch die Stürme geschädigt bzw. umgeworfen worden oder sie haben durch die lang anhaltende Trockenheit des vergangenen Jahres so gelitten, dass ein Überleben nicht möglich war und sie entfernt wurden.

Die Bäume, die Stadtgärtner Peter Weitershausen und Bernd Witterhold, setzen, haben schon eine ordentliche Größe. Über drei Meter sind sie schon lang, aber für die Fachleute ist das nicht so wichtig, da kommt es eher auf den Umfang in einem Meter Höhe an. „16/20 sind unsere Bäume“, sagt Weitershausen. Sie haben also einen Umfang zwischen 16 und 20 Zentimeter. Versehen werden sie nach dem Einpflanzen mit drei Pfosten zur Erhöhung der Standfestigkeit. Die Begleitung gilt so lange, bis die Bäume ausreichend gewurzelt haben und zusätzlich werden die Stämme der Bäume mit einer speziellen Stammschutzfarbe versehen. Diese weiße Farbe verhindert thermische Schädigungen der Rinde durch Sonneneinstrahlung und Frost. Dieser Anstrich hält einige Jahre und schützt insbesondere Jungbäume vor Rindenschäden.

Neben der Reihe an neuen Bäume auf dem Vereinsgelände gibt es noch weitere Plätze mit neuen Bäumen. Am Bürgerhaus in Eschhofen und auf dem Innenhof der Kindertagesstätte in Staffel gibt es neue Bäume, an der Ecke Domstraße/Nonnenmauer ebenfalls und mehrere neugepflanzte Bäume gibt es in der Egenolfanlage auf dem Löffelberg. Dort hatten die jüngsten Stürme einigen Baumschaden verursacht.

Nach der ersten Aktion im Frühjahr ist die Anpflanzung weiterer Bäume in der Stadt vorgesehen. Nach Angaben von Beul folgen noch Anpflanzungen im Stadtpark und in Blumenrod, an Stellen, an den nicht mehr verkehrssichere Bäume gefällt werden mussten. Ebenfalls werden in der Wiesbadener Straße, an der Lärmschutzwand zum Baugebiet „In den Klostergärten“ noch Bäume gepflanzt und auch die Fläche insektenfreundlich gestaltet. Durch die hohen Temperaturen im Frühjahr sind viele Baumarten schon früh ausgetrieben und weitere Anpflanzungen werden wohl dann noch im Herbst erfolgen.


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Heike Lachnit

Ich bin freie Lokaljournalistin in der Region um Limburg. Auf HL-Journal schreibe ich über die Themen, die nicht immer in der Zeitung Platz haben oder die mir am Herzen liegen.

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